Freitag, 10. Mai 2019

Romane schreiben und veröffentlichen für dummmies - Axel Hollman, Marcus Johanus

Schreiben: Imaginierte Welten, fesselnde Geschichten, Erlebnisse voller Abenteuer, ...

Nichts ist so einfach, wie die erste Idee. Doch der Traum, ein eigenes Buch in Händen zu halten, rückt spätestens dann sehr schnell in weite Ferne, wenn es um die konkrete Umsetzung geht. Denn hierbei gilt es, eine Vielzahl unterschiedlicher Hürden zu meistern, die nicht selten unüberwindbar wirken.
Wie lässt sich der Handlung eine sinnvolle Struktur verleihen? Welche Perspektive ist die richtige? Mit welchen Hilfsmitteln kann ein Generieren von Spannung erfolgen?, … Auf den ersten Blick scheint es mehr Fragen zu geben als Antworten, was häufig zur Resignation führt.


Um genau das zu verhindern, bieten die beiden Autoren dieses Ratgebers eine kompetente Unterstützung, die ein breites Repertoire an Lösungsmöglichkeiten für wirklich jedes aufkommende Problem bereit hält. Angefangen von einer grundlegenden Motivation im ersten Teil, die unter dem Titel „Autor werden ist nicht schwer“ zunächst das Selbstwertgefühl des zukünftig Schreibenden anspricht, über die Planung und den eigentlichen Schreibprozess, bis hin zur Überarbeitung, Publikation und Vermarktung werden die Schützlinge ganz gezielt Schritt für Schritt begleitet.

Elementare Kenntnisse, über die ein Autor verfügen muss, werden leicht verständlich erläutert und mithilfe exemplarischer Beispiele veranschaulicht. Man denke etwa an Erzählperspektiven, Zeitformen, Handlungsschritte, Settings, Figurenkonstellationen, emotionale Konflikte oder Cliffhanger. Ebenso werden weitere Bereiche in den Blick genommen, die als Hintergrundwissen bei der Entstehung einer Geschichte nur von Vorteil sein können. Hierzu gehört beispielsweise ein grober Überblick über Kommunikationstheorien, über Dialogstrukturen und Füllwörter. Als Handwerkszeug eines Autoren sind Schreibprogramme unvermeidlich. Daher liefert der Überblick über unterschiedliche Varianten und deren Vorteile zusätzlich gewinnbringende Einblicke. Und auch wer bereits über grundlegende Kenntnisse im Bereich des Schreibens verfügt, wird sicher an der ein oder anderen Stelle Neues entdecken, z.B. im Blick auf die Typografie der Anführungszeichen und den Unterschied zwischen Chevrons und der deutschen Variante.

Fundierte Informationen rund um das Thema Publizieren finden sich im Rahmen eines weiteren Kapitels. Hier dürfen die Leser von den umfassenden Kenntnissen der Autoren Hollmann und Johanus profitieren, deren eigene Werke bereits auf unterschiedlichen Wegen veröffentlicht wurden. Somit präsentieren sie zahlreiche Fakten und wissenswerte Details zu sowohl den gängigen Verlagen als auch zum Selfpublishing, damit dem Ziel des eigenen Buches schließlich nichts mehr im Weg steht.

Die Vielzahl an Informationen, die beide hier vorlegen, sind in leicht verständliche Worte gefasst und daher problemlos zugänglich. Eine Reihe einzelner Impulsfragen zu einigen Teilkapiteln leitet darüber hinaus wieder dazu an, eigene Denkprozesse bewusst zu reflektieren, um das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch die Schummelliste zu Beginn und die Top Ten-Liste der wichtigsten Punkte am Ende des Buches verdeutlichen in aller Kürze ganz präzise, worauf es unbedingt zu achten gilt.

Es handelt sich um einen gelungenen Ratgeber, der keine Fragen mehr offen lässt. Überaus positiv bleibt letztlich festzuhalten, dass schon gleich zu Beginn dazu ermutigt wird, Abstand von jedem überhöhten Perfektionismus zu gewinnen und einfach drauflos zuschreiben, bis das magische Wort „Ende“ unter das eigene Werk gesetzt werden kann. Ausgehend von dem ersten Entwurf kann dieser schließlich immer noch perfektioniert werden.
Schreiben: Imaginierte Welten, fesselnde Geschichten, Erlebnisse voller Abenteuer, ...
Nichts ist so einfach, wie die erste Idee. Doch der Traum, ein eigenes Buch in Händen zu halten, rückt spätestens dann sehr schnell in weite Ferne, wenn es um die konkrete Umsetzung geht. Denn hierbei gilt es, eine Vielzahl unterschiedlicher Hürden zu meistern, die nicht selten unüberwindbar wirken.
Wie lässt sich der Handlung eine sinnvolle Struktur verleihen? Welche Perspektive ist die richtige? Mit welchen Hilfsmitteln kann ein Generieren von Spannung erfolgen?, … Auf den ersten Blick scheint es mehr Fragen zu geben als Antworten, was häufig zur Resignation führt.

Um genau das zu verhindern, bieten die beiden Autoren dieses Ratgebers eine kompetente Unterstützung, die ein breites Repertoire an Lösungsmöglichkeiten für wirklich jedes aufkommende Problem bereit hält. Angefangen von einer grundlegenden Motivation im ersten Teil, die unter dem Titel „Autor werden ist nicht schwer“ zunächst das Selbstwertgefühl des zukünftig Schreibenden anspricht, über die Planung und den eigentlichen Schreibprozess, bis hin zur Überarbeitung, Publikation und Vermarktung werden die Schützlinge ganz gezielt Schritt für Schritt begleitet.

Elementare Kenntnisse, über die ein Autor verfügen muss, werden leicht verständlich erläutert und mithilfe exemplarischer Beispiele veranschaulicht. Man denke etwa an Erzählperspektiven, Zeitformen, Handlungsschritte, Settings, Figurenkonstellationen, emotionale Konflikte oder Cliffhanger. Ebenso werden weitere Bereiche in den Blick genommen, die als Hintergrundwissen bei der Entstehung einer Geschichte nur von Vorteil sein können. Hierzu gehört beispielsweise ein grober Überblick über Kommunikationstheorien, über Dialogstrukturen und Füllwörter. Als Handwerkszeug eines Autoren sind Schreibprogramme unvermeidlich. Daher liefert der Überblick über unterschiedliche Varianten und deren Vorteile zusätzlich gewinnbringende Einblicke. Und auch wer bereits über grundlegende Kenntnisse im Bereich des Schreibens verfügt, wird sicher an der ein oder anderen Stelle Neues entdecken, z.B. im Blick auf die Typografie der Anführungszeichen und den Unterschied zwischen Chevrons und der deutschen Variante.

Fundierte Informationen rund um das Thema Publizieren finden sich im Rahmen eines weiteren Kapitels. Hier dürfen die Leser von den umfassenden Kenntnissen der Autoren Hollmann und Johanus profitieren, deren eigene Werke bereits auf unterschiedlichen Wegen veröffentlicht wurden. Somit präsentieren sie zahlreiche Fakten und wissenswerte Details zu sowohl den gängigen Verlagen als auch zum Selfpublishing, damit dem Ziel des eigenen Buches schließlich nichts mehr im Weg steht.

Die Vielzahl an Informationen, die beide hier vorlegen, sind in leicht verständliche Worte gefasst und daher problemlos zugänglich. Eine Reihe einzelner Impulsfragen zu einigen Teilkapiteln leitet darüber hinaus wieder dazu an, eigene Denkprozesse bewusst zu reflektieren, um das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch die Schummelliste zu Beginn und die Top Ten-Liste der wichtigsten Punkte am Ende des Buches verdeutlichen in aller Kürze ganz präzise, worauf es unbedingt zu achten gilt.

Es handelt sich um einen gelungenen Ratgeber, der keine Fragen mehr offen lässt. Überaus positiv bleibt letztlich festzuhalten, dass schon gleich zu Beginn dazu ermutigt wird, Abstand von jedem überhöhten Perfektionismus zu gewinnen und einfach drauflos zuschreiben, bis das magische Wort „Ende“ unter das eigene Werk gesetzt werden kann. Ausgehend von dem ersten Entwurf kann dieser schließlich immer noch perfektioniert werden. 

5 Sterne! 


Weitere Informationen sowie ein Probekapitel beim Wiley-Verlag!

Dienstag, 9. April 2019

Liebe trotz Zeitnot - Michael Cöllen/ Ulla Holm

 Aus der Hektik zurück zur Liebe

„Lieben heißt, immer wieder für Momente mit jeder Faser unseres Körpers, mit allen Hirnzellen und der ganzen Tiefe unserer seelischen Empfindungen für den anderen präsent zu sein.“ 
 
Eine Konsequenz unserer modernen Beschleunigungsgesellschaft ist oftmals eine tiefgreifende Sinnentleerung, die leider nicht nur Liebe und Beziehungen befällt, sondern sich vielmehr auf weitere Elemente unseres Lebens auswirkt. Alltagsstress, Leistungsdruck und Zeitnot gehören zum wesentlichen Kern des Störpotentials von Paaren. Und im schlimmsten Fall resultieren diese Stressoren in einem Aushöhlen der Qualität von Beziehungen, einer Abnahme von Wertschätzung und Kommunikationskompetenz bis hin zur völligen Entfremdung.

Dabei ist am Anfang einer Liebe durchaus ein Bewusstsein für das Wunder vorhanden, welches die Beziehungen voraussetzt. Das Wunder, einen liebenden Partner gefunden zu haben; das Wissen darum, dass genau das alles andere als selbstverständlich ist! Genau diese Erkenntnis ist es, die langsam im Nebel des Alltags verschwindet. Doch wie kann es nun gelingen, den Fokus erneut auf diese Besonderheit zu legen, eine Sensibilisierung für den Wert der Partnerschaft zu erreichen - und das inmitten von Stress, Zeitmangel und steigenden Anforderungen?

Mit dieser Frage beschäftigen sich die beiden Autoren dieses Ratgeberbandes und präsentieren neben hochinteressanten Beziehungsfakten und Wirkmechanismen gewinnbringende Vorschläge, essentielle Zeit als Intensivzeit mit dem Partner einzurichten, gemeinsam zu einer Basis zurückzufinden und das Gefühl des Zusammenhaltes und Zusammengehörens neu zu entdecken. Die renommierten Autoren sind in der Paartherapie tätig und darüber hinaus selbst ein Paar, was ihren Ausführungen eine hohe Authentizität verleiht.

Im ersten Teil des Bandes erfahren die Leser elementare Fakten über die Funktionsweise von Paarbeziehungen. Zu diesen Grundlagen gehören etwa die Phasen einer Partnerschaft, um den Rhythmus der Liebe zu verstehen. Dieser gliedert sich in die Zeit der Hingabe, des Aufbaus, der Lebensmitte, des Alterns und der Zweisamkeit. Ebenso werden verschiedene Partnerstile vorgestellt sowie Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, wenn es beispielsweise um Altlasten oder die Verfassung des inneren Kindes geht. Auch destruktive Mechanismen, z.B. narzisstische Paardynamiken oder Kränkungssysteme werden vorgestellt. Die Lektüre lädt dazu ein, ein Grundverständnis für eigene Verhaltensweisen, aber natürlich auch für die des Partners zu entwickeln, und sich selbst und den Partner besser zu verstehen.

Anschließend liegt der Schwerpunkt auf dem Ermöglichen eines intensiven Zusammenfindens, sodass der innere Zustand der Beziehung aufgebaut und gestärkt werden kann. Die Lektüre kann, wenn sie als eine Art Therapie genutzt wird, auch abwechselnd stattfinden oder gemeinsam. Reflexionsfragen zu den unterschiedlichen Bereichen laden zu einem gemeinsamen Dialog ein und fördern die Intensivzeit eines Paares. Der Vorschlag der Autoren beruht darauf, pro Werktagswoche zwei Stunden der gemeinsamen Beziehung zu widmen. Außerdem kommt es zu einer Reflexion der eigenen Prioritäten, etwa bei der Frage danach, ob man von die Liebe müde zur Arbeit geht oder umgekehrt. Neben konkreten Handlungsimpulsen dienen zahlreiche Fallbeispiele der Veranschaulichung möglicher Paardynamiken und Beziehungsstilen, um von diesen profitieren zu können. Ein Ziel ist es, das Paar als kleinstes soziales System in seinem Zusammenhalt zu stärken und einer Entkernung vorzubeugen bzw. entgegenzusteuern.

Die Zeitverschmutzung als Äquivalent zur Umweltverschmutzung bringt den Rhythmus unseres Inneren grundlegend durcheinander. Wir dürfen uns unsere Beziehungen davon nicht zerstören lassen und haben die Chance, aktiv etwas dagegen zu tun.

Fazit: Eine gewinnbringende Lektüre mit vielen neuen Erkenntnissen, die dazu auffordert, sich auf das zu konzentrieren, was am Ende der Hektik eines jeden Tages hoffentlich bleibt: Eine Insel der Geborgenheit in der Liebe. Überaus zu empfehlen! 

5 Sterne! 

Weitere Informationen bei Herder. 

Montag, 21. Januar 2019

Eros oder Agape?: Die Frage nach der Liebe

 "Die Liebe hört niemals auf"  -  1 Kor 13,8 
 

„Gott liebt nicht erst, seit es die Welt gibt, sondern er ist von Ewigkeit her und in sich selbst Liebe.“

Kein anderes Gefühl trifft den Menschen in seiner Grundexistenz so sehr wie die Liebe. Sie vermag es, dem Leben eine grundlegend sinnerfüllte Dimension zu verleihen. Daher ist die menschliche Sehnsucht nach Liebe nahezu omnipräsent. Doch was ist der Kern dieser Liebe? Wodurch zeichnet sie sich grundlegend aus? Und wenn menschliche Liebe bereits so stark ist, wie lässt sich dann die Liebe Gottes fassen?

Mit Renate Brandscheidt, Marc Röbel, Mirijam Schaeidt und Werner Schüßler ist eine Anthologie entstanden, die wissenschaftlich fundiert das Phänomen der Liebe in all ihren Dimensionen beleuchtet. In vier Einzelbeiträgen setzen die Autorinnen und Autoren jeweils einen eigenen Schwerpunkt. So erhalten die Leser Einblicke in die johanneische sowie paulinische Tradition, in Herkunft und Bedeutungsspektrum der Begriffe Agape und Eros oder aber auch in Überzeugungen namhafter Philosophen wie Max Scheler oder Paul Tillich.

Hochinteressant sind zudem Erkenntnisse der Augustinischen Lehre der Philosophia cordis und der darin enthaltenen ordo amoris, einer Art Ordnung der Liebe, die zwischen genießender und gebrauchender Liebe differenziert. Außerdem wird der Begriff der Liebe im griechischen Denken anhand einer Erläuterung der Begriffe Eros und Philia in den Blick genommen.

Neben theoretischem Wissen rundet eine kontemplative Annäherung an das Wesen der Liebe die Lektüre ab. Den Rezipienten wird vor Augen geführt, dass Liebe letztlich viel mehr ist, als ein bloßes Gefühl und nicht blind, sondern wirklich sehend macht.

Die Frage nach der Liebe und der Liebe Gottes kann als eine Grundfrage des Lebens gelten und bietet immer wieder Anlässe zur Reflexion der eigenen Identität und ebenso der Eigenheit Gottes. Dieser Band leistet einen entscheidenden Beitrag zur Sensibilisierung für den hohen Wert der Liebe und die Auswirkungen ebendieser auf unser Leben und Denken. Letztlich fordert uns die Hinordnung auf die Liebe Gottes immer wieder heraus, die Welt zum Positiven zu verändern.

Fazit: Nicht nur für Interessierte der Theologie eine wahre Bereicherung. Der Band lädt dazu ein, über das Wesen der Liebe nachzudenken und interessante Hintergrundinformationen zu entdecken. Kurzweilig, informativ, wissenschaftlich fundiert und überaus ansprechend. Sehr zu empfehlen!

5 Sterne!  

Weitere Infos beim Echter-Verlag.