Dienstag, 25. Juli 2017

Ich war jung und hatte das Geld - Sebastian Lehmann

Kurzweiliger Blick in die Vergangenheit voller Witz und Ironie

Die 90er sind nicht nur für schrille Farben, skurrile Modetrends und hippe Boybands bekannt, sondern auch für eine Vielzahl unterschiedlicher Jugendkulturen. Es gab die EMOs, die Raver, die Gruftis, die Punker, die Girlies, und viele mehr. Fast alle können sich während dieser Zeit einer solchen Strömung zuordnen. Doch kaum einer hat sie alle ausprobiert.

Anders Sebastian Lehmann, frei nach dem Motto: Er war jung und hatte das Geld. Zusammen mit einigen Freunden wagt er den Versuch, alle Jugendkulturen der 90er zu testen. Mit dieser Lektüre erhalten die Leser einen Erfahrungsbericht zu diesem interessanten Experiment. Kurze Kapitel berichten von den Erlebnissen, die sich durch das Hineinschlüpfen in die jeweiligen Rollen ergeben haben. Dabei entsteht die ein oder andere humorvolle Situation, z.B. wenn die Pfadfinder-Kleidung vom Gangsta-Rapper-Outfit mit allen nötigen Accessoires, wie Fake-Ketten und Ghettoblaster, abgelöst wird. So wird man mitgenommen auf eine humorvolle Reise in die Vergangenheit mit viel Witz und Ironie.

Abgerundet wird das Ganze durch thematisch passende Illustrationen von Papp-Anziehmännchen zu verschiedenen Jugendkulturen. Eine kurzweilige Lektüre. Manche der Kapitel hätten allerdings etwas länger sein können. 

3 Sterne!

Weitere Infos bei Goldmann. 

 

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