Sonntag, 26. Juni 2016

Lerntheke Religion 5/6: Der christliche Glaube - Doreen Blumhagen

Bestmögliche Arbeitserleichterung für Lehrende dank didaktisch perfekt aufbereiteter Materialien

In unserer heutigen Zeit, in der die Säkularisierung immer weiter ansteigt, wird es für Lehrkräfte der Religion eine zunehmende Herausforderung, Schülerinnen und Schüler nicht nur für elementare Inhalte des Lehrplans zu begeistern, sondern vielmehr individuelle Lernstände wahrzunehmen, richtig einzuschätzen und entsprechend zu fördern.
Wer sich dieser Aufgabe stellt, wie sie letztlich auch durch moderne Schulformen und heterogene Lerngruppen gegeben ist, wird immer wieder dankbar sein, gelungene Unterrichtskonzepte zu finden, die eine optimale Förderung ermöglichen. Und genau das ist durch diese Ausgabe der Lerntheke Religion problemlos zu realisieren.

Der Band enthält eine Sammlung fertig ausgearbeiteter Unterlagen zu drei verschiedenen Lerntheken:
Das Apostolische Glaubensbekenntnis - Woran Christen glauben,
Die Einsetzung des Abendmahls anhand des Bildes „Das Abendmahl“ von Sieger Köder,
Vom Loben, Danken, Bitten und Klagen - verschiedene Gebetsformen

Nach einer allgemeinen Einführung mit Hinweisen rund um die Lerntheken-Arbeit, hier werden etwa die genutzten Symbole zur Differenzierung des Schwierigkeitsgrades oder zu den verschiedenen Sozialformen erläutert und auf den Unterschied zwischen Stationenarbeit und Lerntheke eingegangen, findet man eine tabellarische Übersicht zu den einzelnen Theken, wobei ebenfalls das jeweilige Groblernziel beschrieben wird, welches die Schülerinnen und Schüler nach der Erarbeitung erreichen. Es folgt eine Kopiervorlage des Laufzettels sowie die jeweiligen Arbeitsblätter, die nicht nur optisch abwechslungsreich und ansprechend gestaltet sind, sondern immer auch im Schwierigkeitsgrad variieren und unterschiedliche Lerntypen ansprechen, sodass alle Schülerinnen und Schüler ideal gefördert werden können.

Neben Rätseln, Sprechblasen, Bibelrechercheaufgaben mit Lückentexten, Zuordnungsaufgaben und Grafiken überzeugt schon die erste Lerntheke durch eine hervorragende didaktisch wertvolle und kreative Nutzung gewinnbringenden Bildmaterials. So wurde beispielsweise Lucas Cranachs Darstellung der Schöpfung zielführend mit dem biblischen Schöpfungsbericht verbunden, wobei die Lernenden hier sowohl mit Text als auch mit Bild und Farben aktiv werden. Das vielfältige Repertoire bilddidaktischer Vorgehensweisen führt die zweite Lerntheke rund um Sieger Köders Abendmahl fort, z.B. durch ein Bildinterview oder Bildpuzzle. Die einzelnen Aufgabenstellungen orientieren sich an der konkreten Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, holen sie dort ab, wo sie stehen und bieten motivierende-kreative Lernchancen, die Interesse und im besten Fall vielleicht sogar Begeisterung wecken.

Für mich als Lehrerin ist es absolut notwendig, Methoden des offenen Unterrichts in den Schulalltag zu integrieren, um die Schülerinnen und Schüler an ein handlungsorientiertes-selbständiges Arbeiten und Erarbeiten heranzuführen, soziale Fähigkeiten (wie etwa die zielführende Arbeit im Team) zu fördern und dennoch auf einzelne Lernstände Rücksicht zu nehmen. Dabei ist es eine Erleichterung, sich auf ebenso fundiertes wie interessant und ansprechend gestaltetes Materialien verlassen zu dürfen. Die Lernenden können dazu angeleitet werden, sich mithilfe der beigefügten Lösungen selbst zu kontrollieren und besonders gute können mithilfe des Helfersystems schwächere unterstützen.

Kopiervorlagen zur Bibelrecherchearbeit sind jeweils in zweifacher Ausführung vorhanden, einmal orientiert an der Lutherbibel und einmal an der Einheitsübersetzung, sodass die Lerntheke im evangelischen und katholischen Unterricht eingesetzt werden kann.

Ich bin absolut begeistert von diesem Konzept und werde mit weiteren Ausgaben der Cornelsen Lerntheke arbeiten. Überaus empfehlens- und lohnenswert! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Cornelsen! 

Samstag, 25. Juni 2016

100 Dinge, die beste Freundinnen einmal im Leben getan haben sollten - Groh

Es kann nur eine geben: DIE beste Freundin. Und jeder weiß, dass sie etwas ganz Besonderes ist! Niemand versteht einen so gut wie sie und mit niemand anderem kann man so viel Spaß haben. Sie ist immer da, wenn es uns gut geht und erst recht, wenn es uns schlecht geht. Sie tröstet, hört zu, muntert auf. Durch niemanden ist sie zu ersetzen.

Die Zeit, die wir mit unserer besten Freundin verbringen, macht uns glücklich. Hier stellt sich die Frage, welche Dinge wir unbedingt einmal getan haben sollten oder vielleicht noch zusammen tun könnten.
100 Dinge, die beste Freundinnen einmal im Leben getan haben sollten, lädt dazu ein, bereits erfahrene Situationen und Erlebnisse Revue passieren zu lassen und Neues zu entdecken, das garantiert zusammen jede Menge Spaß machen würde. Sei es eine Pilgerreise, eine Mottoparty oder eine Backparty, Anlässe für gemeinsame Unternehmungen gibt es viele. Besonders reizvoll kann es sein, ein Konzert zu besuchen oder gemeinsam Rache zu nehmen. Schließlich ist geteiltes Leid halbes Leid und der Kummer ist schon bald nicht mehr unerträglich.
Viele Anregungen und Handlungsimpulse sind herrlich humorvoll gehalten und zaubern sofort ein Lächeln ins Gesicht. Jeder Vorschlag kann nach der Durchführung als erledigt abgehakt werden.

In einer grafisch abwechslungsreichen Gestaltung mit einem bunten Repertoire verschiedener Schriftgrößen, -formen und -farben ist das Büchlein schon rein optisch ein Hingucker. Thematisch passende Farbfotos und Illustrationen runden das Ganze ab. Die Lektüre sorgt beim nächsten Mädelsabend für ausreichend Gesprächsstoff und ist ein wunderbares Geschenk für die beste Freundin. Sehr gelungen und lohnenswert. Überaus zu empfehlen! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Groh!



 

Dienstag, 21. Juni 2016

Der Paleo-Code - Romy Dollé

Pure food. Pure Training.
Der Paleo-Code von Romy Dollé fasst die wichtigsten Informationen zur Steinzeiternährung zusammen und beschreibt interessante Fakten zum Thema Lebensstil. Die Autorin selbst hat nach vielen Jahren gesundheitlicher Probleme mit Paleo sehr gute Erfahrungen gemacht und sowohl sie als auch ihre Familie leben nach der Steinzeit-Ernährung. Das Buch fasst anschaulich zusammen, auf was es bei Paleo ankommt und erklärt gut nachvollziehbar, wieso diese Lebensweise durchaus gesund ist. Es handelt sich nicht um eine Diät, sondern um eine komplette Ernährungsumstellung, bei der auf Kohlenhydrate und alle Lebensmittel verzichtet wird, die nicht natürlich sind. Demnach ist selbst kochen angesagt, frische Lebensmittel und keine fertigen Produkte, die voll sind mit sogenannten Antinährstoffen. Industriell hergestellte Produkte, zu viel Zucker, Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte werden vom Speiseplan gestrichen. Qualitativ hochwertiges Fleisch, Eier, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen sind erlaubt. Auch bei den Getränken wird auf Natur und Reinheit geachtet. Unsere heutige Ernährung bringt Studien zufolge einige Volkskrankheiten und auch schlimmere Erkrankungen mit sich, da sich der Körper noch nicht komplett angepasst hat. Evolutionstechnisch betrachtet benötigt er demnach noch die Ernährung, wie sie damals zu Zeiten von Jägern und Sammlern üblich war. Doch zu Paleo gehört auch Sport und Entspannung. Der Körper braucht außer reiner, natürlicher Nahrung natürliche Bewegungen. Keine Fitnessstudios, sondern Klettern, Schwimmen, sich im Wald aufhalten. Das richtige Maß an Anstrengung und Entspannung machen das Paleo-Lebensgefühl aus. Freizeitgestaltung, wie Tanzen oder kreative Dinge wie Malen entsprechen unserer Natur. Von zu viel Fernsehen und digitalen Medien wird abgeraten.
Meiner Ansicht nach ist der Grundgedanke durchaus wahr und die Rezepte haben mir gut geschmeckt. Allerdings wird es nicht allen Menschen finanziell und zeitlich möglich sein, solch hochwertige Nahrung zu kaufen und zuzubereiten, geschweige denn im derzeitigen Arbeitsstress die eigentlich nötigen Auszeiten zu nehmen. Der eingeschränkte Verzehr von Kohlenhydraten hat mir gut getan. Allerdings würde ich persönlich nicht dauerhaft und kompett darauf verzichten wollen.
Fazit: Paleo ist mit Sicherheit für einige Menschen ein sehr guter Weg, zu einer gesunden Lebensweise. Für alle anderen gilt : Ausprobieren, die Erfahrung lohnt sich.
5 Sterne! 
Weitere Infos bei Systemed! 

by Julia
 

Donnerstag, 16. Juni 2016

How to speak Emoji - Der Sprachführer

„Der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein hat bekanntermaßen konstatiert, dass die natürliche Sprache ein System von Spielen ist, in denen wir die Bedeutung von Worten durch ihren Gebrauch und ihren Kontext im Alltag verstehen lernen, so wie wir die Regeln eines Spiels dadurch lernen, dass wir es spielen.“ 


Doch was genau sind die Regeln des Sprachspiels Emoji? Gibt es ein solches Regelwerk überhaupt oder können wir vielmehr frei umgehen mit den amüsanten, kleinen Bildchen? Fred Benenson, der bereits Moby Dick in Emoji Dick übersetzen konnte, hat genau solche Fragen geklärt. Entstanden ist dabei „how to speak emoji“ - ein interessanter Sprachführer der etwas anderen Art,der seine Leser durch die bunte Welt der Smilies und kleinen Bildchen führt. Schnell werden die Leser merken, dass es sich dabei tatsächlich um so etwas wie ein Kommunikationssystem handelt und sogar komplexe Regeln zu nennen sind, die die Zusammenstellung einer inhaltstragenden Bildreihe erklären.

Das Bild-Wort-Spiel oder das Prinzip des Rebus, bei dem nur ein einzelnes Wort oder ein Teil eines Wortes durch ein Bildchen ersetzt wird, sind beispielsweise mögliche Wege, unsere Alltagssprache in Emojis zu übersetzen. Doch fernab von theoretischen Ausführungen überzeugt der Sprachführer vor allem durch eins: ein facettenreiches Repertoire bereits übersetzter Emoji-Bildreihen und das zu ganz unterschiedlichen Themen. Nachdem lexikonartig zunächst einzelne Emojis erklärt werden, finden sich interessante Kombinationen etwa zu je einer berühmten Songzeile, zu Zitaten und Aphorismen, für Notfälle oder die Zeit auf Reisen, zu Jahreszeiten, Nightlife, Essen und Trinken oder dem Wetter.

Besonders gelungen sind die Versuche, bekannte Märchen der Gebrüder Grimm und Co im Emoji-System darzustellen. Hier erhält man – auch als erwachsener Leser – die Chance, bekannte Texte neu kennenzulernen und unter einer anderen Perspektive zu betrachten. Gerade unter diesem Aspekt ergeben sich viele Möglichkeiten, Emoji auch zu unterrichtlichen Zwecken einzusetzen. Denn gerade Kinder werden daran sicher Spaß haben. Aber auch für Erwachsene bietet die Lektüre eine gelungene Unterhaltung.

Fazit: Für alle Freude der putzigen Emojis. Sehr gelungen und sehr zu empfehlen!

5 Sterne! 

Weitere Infos beim moses-Verlag.