Samstag, 31. Mai 2014

Mit einem Satz das Leben ändern - Axel Burkart

Übernehmen Sie die Regentschaft in Ihrem Leben


Unser Königreich ist unsere Seele, in der wir mit unserem Ich wohnen, und es umfasst drei Fürstentümer: Denken, Fühlen und Wollen. Und die großen, grundlegenden Gesetze des Königs sind unsere Glaubenssätze.“
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Dem Mathematiker und Lehrer für vedische Wissenschaften Axel Burkart ist es auf besonders anschauliche Weise gelungen, komplexe Zusammenhänge rund um unsere Glaubenssätze ebenso präzise wie leicht verständlich zu beschreiben. Denn die Art dieser fundamentalen Grundüberzeugungen bestimmt unser Leben wesentlich mit und ist nicht selten der Grund für zahlreiche Probleme körperlicher, geistiger und seelischer Art. Sie verhindert in diesem Fall, dass wir als souveräner König regieren und unser eigenes Leben optimal meistern können.
Burkart stellt einen Weg vor, wie es gelingen kann, destruktive Glaubenssätze aufzuspüren, sie kritisch zu hinterfragen, um sie anschließend durch solche zu ersetzen, die Kraft spenden, Mut machen und motivieren.
Fatale Funktionsmechanismen negativer Glaubenssätze lassen sich dank seiner Hilfe sehr leicht durchbrechen. Ein spezielles Veränderungsprogramm in sieben Schritten macht es letztlich möglich, durch nur geringfügige Änderungen Freude und Leichtigkeit innerhalb des eigenen Lebens zu kultivieren.
Auf den ersten Seiten des Buches geht es insbesondere darum, sich selbst besser kennenzulernen. Gespickt mit vielen grundlegenden Bewusstwerdungsübungen und optisch ansprechenden Grafiken leitet der Autor seine Leser systematisch auf dem Weg zu mehr Selbsterkenntnis. Viele sind dabei bloße Gedankenspiele und sehr gut umsetzbar. Der Prozess des Erkennens wird durch ausführliche Informationen zu den Bereichen Fühlen, Denken, Wollen und Handeln, Ich und Bewusstsein sowie zur allgemeinen Wahrnehmung unterstützt.
In einem nächsten Schritt geht es darum, eigene Kräfte aufzuspüren. Es folgt eine intensive Auseinandersetzung beispielsweise mit den Bereichen Wahrheit, Wahrheitsprüfung und Intuition, die es ermöglicht, sich individuell optimal zu entfalten. Der letzte Teil des Buches geht der Bedeutung von Schicksal und Lebensplänen nach, wobei ebenfalls ein Blick auf die großen Weltreligionen geworfen wird. Wichtige Begrifflichkeiten können in einem abschließenden Glossar nachgelesen werden.
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Fazit: Axel Burkart verbindet analytische Logik mit spirituellen Erkenntnissen und liefert seiner Leserschaft eine fundierte Basis an Wissen, Übungen und Erkenntnissen, die es ermöglicht, zu gewinnbringenden Glaubenssätzen zu gelangen, denn „Ob du glaubst, du kannst es oder ob du glaubst, du kannst es nicht: Du hast recht.“ - Henry Ford. 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Irisiana!

Samstag, 10. Mai 2014

Die Kunst der Selbstliebe - Frank M. Lobsiger

Der größte Schmerz und das intensivste Leiden in deinem Leben werden durch den andauernden inneren Krieg verursacht, den du gegen dich selbst führst.“
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Höchste Zeit also, Frieden zu stiften – einen Frieden mit sich selbst, dessen Basis Liebe ist. Doch genau das ist leichter gesagt, als getan. Negative Glaubenssätze, hervorgerufen durch einen “inneren Kritiker“ - wie es im Buch so schön beschrieben wird – sind häufig der Ursprung des Unglücklichseins. Und genau diesen Mangel an Selbstliebe und Wertschätzung der eigenen Person gilt es zu beheben.
Frank M. Lobsiger, Therapeut und geschulter Experte in Bereichen wie Yoga und Mediation, zeigt in seinem Ratgeber Wege auf, wie die Kultivierung einer liebevollen inneren Haltung möglich wird.
Basierend auf psychologischen Erkenntnissen, wie etwa denen eines C.G.Jung, beschreibt er im ersten Teil des Buches theoretische Hintergründe und interessante Fakten zur Funktionsweise destruktiver Selbstdeutungen.
Die wichtigsten Prozesse werden mithilfe übersichtlicher Grafiken näher erläutert, z.B. eine Bewertung von Erfahrungen durch die vier Grundbedürfnisse, die entweder positiv oder negativ ausfallen kann. Somit kommt es im besten Fall zu einem Annehmen oder aber zu Widerstand, Angst, Erstarren.
Der Großteil des Buches ist der „Praxis der Selbstliebe“ gewidmet. Neben dem Schreiben eines Selbstliebe-Tagebuchs gehört hierzu in besonderer Weise der Vorgang des Willkommen-Heißens äußerer Erfahrungen, der sich wie folgt zusammensetzt:
1.Schritt: Willkommen heißen
2. Schritt: Zulassen
3. Schritt: Bodyshift wahrnehmen
Lobsiger führt seine Leser anhand konkreter Fragen Schritt für Schritt durch diesen Prozess hin zu einem gewinnbringenden Annehmen und somit zu einer fruchtbringenden Selbstwahrnehmung. Beispiele realer Sitzungen, etwa zum Thema existenzielle Ängste oder Erschöpfung, führen den Ablauf konkret vor Augen und liefern interessante Anhaltspunkte für die eigene Reflexion.
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Fazit: Ein sicherlich ebenso informatives wie gewinnbringendes Buch. Im Großen und Ganzen bleiben jedoch einige der Willkommens-Abfolge-Schritte zu komplex und bedürfen einer genaueren Auseinandersetzung. Hier kann es sinnvoll sein, dass gegen Ende des Bandes eine Kontaktmöglichkeit zum Autor angegeben ist. Durchweg überzeugend ist vor allem der erste Teil, der wichtige Impulse zur Freundschaft zu sich selbst bietet. 

4 Sterne!

Weitere Infos bei Integral!

Samstag, 3. Mai 2014

Finde zu dir selbst zurück - Dr. Mirriam Prieß

Fühlen Sie sich in Ihrem Leben zu Hause?“

Nicht wenige würden diese Frage mit einem eindeutigen „Nein!“ beantworten. Das eigene Leben besteht nur noch aus standardisierten Abläufen, bedeutet bloßes Funktionieren und wird vollkommen emotionslos erlebt, vergleichbar mit einem Autopilot. In einer solchen Situation haben sich viele bereits selbst aufgegeben; die Überzeugung verloren, dass es je individuelles, echtes Glück für sie geben kann.
Dr. Mirriam Prieß beschreibt in ihrem neuesten Ratgeber eine unzureichende Ausbildung eigener Identität als Ursache solcher Gefühle. Und schon schnell merkt der Leser, dass sie mit ihren Ausführungen überaus richtig liegt. Sie schafft es, den wichtigsten Grund so zahlreicher Burnout Erkrankungen auf den Punkt zu bringen. Denn immer dann, wenn wir uns in unserem Leben am falschen Ort fühlen oder in einer Beziehung nicht zu Hause, sind wir häufig äußeren Einflüssen ausgesetzt, die unserem Wesen zutiefst zuwiderlaufen.
Um aber dennoch zu glücken, gilt es, sich in solchen Situationen anzupassen, „Ja!“ zu dem zu sagen, was man eigentlich verneinen möchte. Auf Dauer führt dies zwangsläufig in den Zusammenbruch, in ein automatisiertes, unglückliches Leben.
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Die Autorin stellt ihrer Leserschaft Wege vor, wie es gelingen kann, wieder wirklich zu leben, statt zu funktionieren. Sehr einfühlsam und ehrlich schildert Prieß, warum es so bedeutend ist, Identität im Inneren UND Äußeren zu finden, sich aus dem Gefängnis innerer Realitäten und Prägungen zu befreien, um so eine fälschliche Identifikation mit der Umwelt zu vermeiden. Konkrete Erklärungen belegen eindrücklich, welche Negativentwicklungen hieraus entstehen können. Zu jedem Themenkomplex bietet sie ein graphisch hervorgehobenes Kästchen mit Reflexionsfragen, die dabei helfen, die je eigene Situationen kritisch zu beleuchten und sich dessen bewusst zu werden. Überaus wertvolle Ratschläge gibt sie in dem vielfach problematischen Bereich der Beziehung und Partnerschaft, in dem die eigene Identität häufig nicht gelebt, oder im schlimmsten Fall unterdrückt wird. Die Leser erhalten hier großartige Hilfen!
Aber auch im Bereich des Glaubens, der Gesundheit und des Berufs, innerhalb sozialer Kontakte, Interessen oder Hobbys geht Prieß der Frage nach, warum oft an etwas festgehalten oder ein Leben geführt wird, das dem eigenen Wesen widerspricht und wie diese Haltung am Besten vermieden werden kann.
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Fazit: Dieser Ratgeber ist einer der besten zurzeit erhältlichen, der verständlich und vor allem authentisch schildert, worauf es ankommt, wenn man eine dauerhafte Besserung seines Lebens hin zu Glück und dem Gefühl, angekommen zu sein, sich zu Hause zu fühlen, anstrebt. Er ist gleichsam eine unterstützende Aufforderung, die eigene Identität als eine Wahrheit anzuerkennen und den Weg zu sich selbst mutig zu gehen. Denn nur so kann das eigene Leben letztlich gelingen. Eine wertvolle, wärmstens zu empfehlende Lektüre! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Südwest! 

Freitag, 2. Mai 2014

Wie wär's mit uns Beiden? - Susanne Wendel/ Frank-Thomas Heidrich

Lob der Vernunftehe 
Muss man verliebt sein, um eine Beziehung haben zu können?“
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Susanne Wendel und Frank-Thomas Heidrich beantworten diese Frage mit einem entschiedenen „Nein!“ Die Ernährungswissenschaftlerin und der Bauingenieur leben damit ein Konzept vor, dass zunächst allen Vorstellungen des modernen Menschen widerspricht. Zu Beginn ihrer Beziehung stehen keine Gefühle großer Verliebtheit, kein hormonell-gepushter Glücksrausch, keine Euphorie, sondern eine rational gefasste Entscheidung, sich auf dieses Wagnis einzulassen.
Das Fundament ihrer Partnerschaft bildet somit nicht gegenseitig empfundene Liebe, sondern eine Liste zahlreicher Übereinstimmungen in Interessen, Hobbys und Lebensvorstellungen.
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Überraschend offen und ehrlich beschreiben beide Partner die Entwicklung ihres außergewöhnlichen Experiments, das innerhalb kürzester Zeit das Leben des Paares auf eine Weise verändert, wie sie es sich nicht hätten vorstellen können. Sie gelangen an einen Punkt in ihrem Leben, der sie glücklich werden, angekommen fühlen lässt. Und schon nach zweieinhalb Jahren wurde aus den zwei frustrierten Singles ein zufriedenes Paar, Eheleute und Eltern!
Was für den Leser bei der Lektüre des Buchrückens anfangs unglaublich klingt, stellt sich als ein überzeugendes Konzept heraus, zum Ziel einer erfüllten Partnerschaft zu gelangen. Und in der Tat gibt es zwischen den Beiden keine sinnlosen Streitereien, keine Diskussionen, kein Anpassen-müssen und keine Kompromisse! Sie dürfen das sein, was sie sind und werden genauso angenommen.
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Für all diejenigen, die an dieser Stelle neidisch werden und sich fragen, wie genau das tatsächlich funktionieren kann, sprechen die Autoren sehr ausführlich über diesen Entwicklungsprozess und stehen dabei auch zu so manchen Anfangsschwierigkeiten, man denke etwa an die Entwicklung körperlicher Nähe. Tagebuchauszüge lassen den Leser an den Gedanken des Paares teilhaben und die abwechselnde Perspektive macht den Text für beide Geschlechter interessant. Darüber hinaus werden Thesen formuliert, wie eine gelingende Beziehung im 21. Jahrhundert funktionieren kann. Die Lektüre lädt dazu ein, einige Impulse und Handlungsoptionen bei der eigenen Partnersuche zu nutzen und eröffnet - gerade und vor allem auch Skeptikern - eine positive Sicht auf die lange Zeit verhasste Institution der Vernunftehe.


Fazit: „Liebe entwickelt sich aus der Entscheidung füreinander und aus den Gemeinsamkeiten.“ 

5 Sterne! 

Weitere Informationen bei Horizon!