Dienstag, 28. Januar 2014

Wie man das Eis bricht - Leil Lowndes

„Ihr Körper brüllt, bevor Ihre Lippen sprechen.“

„Kann es angesichts der unzähligen subtilen Signale, die zwischen zwei Menschen hin und her gehen, konkrete Techniken geben, wie wir unsere gesamte Kommunikation klar, selbstbewusst, glaubwürdig und charismatisch gestalten können?“
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Leil Lowndes, Kommunikationsexpertin und gefragte Rednerin auf diesem Gebiet, beantwortet solche und ähnliche Fragen eindeutig mit ja. In ihrem neuesten Ratgeberband lässt sie die Leserschaft an zahlreichen Tipps und Tricks teilhaben, gibt einfache aber wirkungsvolle Ratschläge und macht auf die kleinen, in der Alltagskommunikation kaum mehr wahrgenommenen Gesten aufmerksam, auf die es so sehr ankommt.
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Der Text gliedert sich in neun Kapitel mit je einem thematischen Schwerpunkt, zu dem jeweils eigene, kurze Unterthemen zusammengefasst sind. Kurze, knackige Überschriften bündeln den Kern der einzelnen Fragestellung. So geht es etwa darum, wie man bei seinem Gegenüber Faszination wecken kann, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Woher man weiß, wie man einen Small-Talk fortführen oder gar erst aufbauen kann. Oder welche Möglichkeiten es gibt, richtig mit Komplimenten umzugehen.
Dank der übersichtlichen Organisation der Fragen ist es sehr leicht, spezifisch nach seinen individuellen Bedürfnissen zu lesen und sich dementsprechend so zu schulen, wie es der eigenen Kommunikationskompetenz entspricht. Natürlich ist es aber auch denkbar, die Lektüre im Ganzen durchzugehen, um optimal von den Ratschlägen profitieren zu können. Und gerade das lohnt sich hier so sehr. Denn die Autorin verzichtet auf allzu ausuferndes, schmückendes Beiwerk, sondern erläutert vielmehr genau das, was auch wirklich gefragt ist. Sie gibt dabei ganz praktische Tipps, die sich leicht in die Tat umsetzen lassen, ermutigt durch private oder selbst erfahrene Erfolge und fasst die wesentlichen Punkte am Ende eines jeden Unterkapitels mithilfe eines Merkkästchens zusammen.
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Am Ende der Lektüre wird sicherlich jeder sinnvolle Impulse mitnehmen und vielfältige neue Informationen erhalten haben, wie beispielsweise die Vorzüge eines flutenden Lächelns, das Geheimnis einer glaubwürdigen Wirkung, Möglichkeiten, Menschen zu lesen oder auf alle Gesprächspartner sympathisch zu wirken. Der Nutzen des Buches liegt bei viel mehr als etwa nur dem Geheimnis des ersten Eindrucks. Für viele der behandelten Themen mitsamt ihrer Ratschläge wird man sehr dankbar sein. Gerade für all diejenigen, die beruflich auf einen überzeugenden Auftritt angewiesen sind, ist dieser Ratgeber überaus hilfreich und gewinnbringend. Letztlich sind alle Erläuterungen aber auch im Privaten von Vorteil.
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Fazit: Eine interessante, hilfreiche und gerade in der heutigen Welt sehr sinnvolle Lektüre, die Wissen vermittelt und dennoch nicht auf Humor verzichtet. Es macht Spaß, den Text der Autorin zu lesen und dabei zu merken, dass man tatsächlich von ihren vielfältigen Erkenntnissen rund um die Analyse von Körpersprache, Gesichtsausdrücken und Kommunikationstechniken profitieren darf. Sehr zu empfehlen!  

5 Sterne! 

Weitere Infos bei mvg! 

Montag, 27. Januar 2014

Das wars noch lange nicht - André Sedlaczek


„Vor gar nicht allzu langer Zeit (1977), in einer weit, weit entfernten Galaxie (jedenfalls wenn man zu Fuß unterwegs ist): George Lucas lässt Star Wars auf sein Publikum los. [...]“  
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Mit seinem neuesten Werk bietet André Sedlaczek ein wunderbares Schmankerl für alle Star Wars Fans. Wieder einmal ist es ihm dabei gelungen, Kreativität und Witz auf eine ebenso unterhaltsame wie interessante Weise zu verbinden, wenn er etwa dazu einlädt, einen unzensierten Blick hinter die Kulissen einer etwas anderen, schrecklich netten Familie zu werfen. Was bewegt Luke oder Darth Vader jenseits des Todessterns? Wie sah ihre Kindheit aus? Ihre Erziehung? Ihr Leben zuvor?, …
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Einzelne „Episoden“ führen den Leser in unterschiedliche Bereiche der “Sternenkrieger privat“. Wunderbar amüsant sind dabei natürlich all jene Illustrationen, die mitunter Yodas Spracheigenheiten parodieren („Mit echten Lichtschwertern wir üben heute.“). Natürlich erhalten auch Figuren wie Jabba the Hutt oder Darth More bis hin zu “Chewie“ die ihnen völlig zurecht zustehende Aufmerksamkeit. Es macht Spaß, die Helden der Saga von einer ganz anderen Seite kennenzulernen, sie in lustigen, peinlichen oder aber auch unfreiwillig ernsten Situationen zu beobachten. Ironie, Satire und schwarzer Humor vom Feinsten!
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Fazit: Ein tolles Buch, unterhaltsam und witzig. Für jeden Star Wars- und Comic Fan ein Muss. Auch als Geschenk sehr zu empfehlen!  

 5 Sterne! 

Weitere Infos bei Lappan! 

Freitag, 24. Januar 2014

Housewives Tarot - Moses Verlag

Bringt neuen Schwung in den Alltag

„Gibt es einen noch besseren Weg, das Haus aprilfrisch zu halten? Wird Ihr Ehemann seine Beförderung bekommen? Sollten Sie lieber Kartoffelsalat oder Frikadellen mit zur Party bringen?“
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Das bisschen Haushalt macht sich zwar nicht von alleine, aber mit diesem kreativen Tarot gleich umso mehr Spaß. Seien es aktuelle Probleme oder Schwierigkeiten mit den organisatorischen Dingen rund um Haus und Familie oder aber auch die eigene Partnerschaft oder Freundschaften betreffend, die humorvoll illustrierten Tarotkarten im Stil der 50er/60er Jahre mit einer Mischung aus magisch-okkultistischen Symbolen liefern für jede denkbare Situation den passenden Handlungsimpuls. Es bereitet große Freude zu entdecken, welche Antworten die Drei der Zauberstäbe, Magier, Stern und Co. jeweils geben.
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Die Tarotkarten befinden sich in einer ebenso optisch wie qualitativ hochwertigen Box. Enthalten ist neben dem Set der kleinen und großen Arkana ein Rezept zu Madame Marlenas mystischem Martini, der sicher jede Tarot-Runde wunderbar auflockern wird. Ein zusätzlich enthaltenes Büchlein bietet interessante Informationen über die sagenhafte Geschichte der Herkunft des Housewive Tarot und die „Geheimnisvolle Madame Marlena“. Natürlich enthält der Band auch eine Anleitung, die verschiedene Möglichkeiten des Kartenlegens beschreibt (sehr witzig z.B. die Wäscheleine-Methode) und eine Erklärung der jeweiligen Bedeutung einer Karte angibt.
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Fazit: Die Tarot-Sammlung überzeugt durch ihr kreatives und witziges Design. Sie ist ein wunderbarer Begleiter für jeden Frauenabend, ein tolles Geschenk für die beste Freundin und ein ebenso abwechslungsreiches Mitbringsel. Sehr zu empfehlen!  

5 Sterne! 

Weitere Infos beim Moses Verlag! 

Samstag, 18. Januar 2014

Beste Bilder 4 - Wolfgang Kleinert

Humorvolle Rückschau auf das Jahr 2013
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„Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich, dass ich … äh …. dass ich …? Scheiß Alter.“
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Vom neuen NSA-Skandal der Kinderüberwachung über immer noch nicht fertiggestellte Bauprojekte bis hin zu Bundestagswahl-Leihstimmen von Ernie und Bert …
“Beste Bilder 4“ präsentiert auch in diesem Band einen ebenso kreativen wie herrlich humorvollen Jahresrückblick der etwas anderen Art.
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Seien es die Bereiche Politik und Gesellschaft, Religion und Umwelt, Bildung oder Bahn. Die hier vertretenen 75 Cartoonisten und Karikaturisten sorgen dank ihres ganz eigenen, individuellen künstlerischen Stils für beste Unterhaltung und jede Menge Abwechslung. So kommen Liebhaber dieser Buchreihe wieder einmal voll auf ihre Kosten und dürfen sich neben Steffen Butz' witziger Bärenfamilie auch über die typischen Figurendarstellungen eines Miguel Fernandez, Phil Hubbe, Martin Perscheid oder Freimut Wössner freuen. Allgemein satirisch nehmen beispielsweise Barbara Henniger oder Lilli Bravo unsere Gesellschaft unter die Lupe. Natürlich werden dem Leser darüber hinaus die Werke vieler weiterer großartiger Künstler geboten, die es zu genießen gilt.
Ihr schonungsloser und gerade deswegen so wunderbar amüsanter Blick auf aktuelle Geschehnisse des Jahres bietet einen hohen Unterhaltungswert. Es macht großen Spaß, sich auf die Betrachtung der Illustrationen einzulassen.
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Fazit: Wieder einmal eine gelungene Sammlung der besten Bilder des Jahres. Diese Mischung aus Ironie, Satire und schwarzem Humor vom feinsten sei zur Lektüre wärmstens empfohlen.

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Lappan! 

Donnerstag, 9. Januar 2014

Jesusmariaundjosef! - Ralf Günther

Aus Jesus wird Jessie 

„Ohne Reisetabletten ist die Wüstenroute kein Zuckerschlecken.“
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Herodes, Pontius Pilatus, Johannes der Täufer und natürlich Jesus, Maria und Josef. Sie alle sind mit dabei in Ralf Günthers humorvoller Version der Kindheit Jesu, die doch etwas anders verläuft, als man sie aus der biblischen Vorlage kennt. Drei große Leseabschnitte, Sternenkind, Lehrjahre und Wanderjahre berichten rund um die Ereignisse des wundersamen Kindes und dessen Entwicklung. Dabei wird der biblisch versierte Leser so manche Anspielung erkennen, etwa bei den Seligpreisungen, den Wundern oder der Versuchung in der Wüste.
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Inhaltlich geht es um das große Vorhaben der heiligen drei Könige, die hier das Kind in der Krippe nicht nur willkommen heißen möchten. Sie verfolgen ganz eigene Pläne: Jesus soll der Anführer ihrer Reformreligion „Wir sind Gott“ werden und wird dazu kurzerhand entführt. Doch der Plan der drei Weisen scheint nicht aufzugehen, schließlich verfolgt Jesus, fortan Jessie genannt, ganz eigene Ziele. Er möchte Kapitän werden …
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Die außergewöhnliche Idee zur Geschichte ist es, die hier voll und ganz überzeugt. Kreative Handlungsstränge und ein ganz neuer Blick auf die Heilige Schrift laden zu einer kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Allerdings scheint mir die Umsetzung nicht immer gelungen. Mischungen aus biblischer Sprache, jugend- und vulgärsprachlichen Elementen, die unseren modernen Sprachgebrauch spiegeln sollen, stehen unverbunden nebeneinander und reduzieren die Glaubwürdigkeit der Charaktere. Auch die Verbindung der Handlung mit Aspekten moderner Gesellschaften (z.B. GPS-Systeme) wirken zu gezwungen. Die Vielzahl humorvoller Aufarbeitungen biblischer Szenen erscheint an vielen Stellen leider etwas übertrieben, sodass man über die dadurch bezweckten Witze kaum noch lachen kann. Der leicht-lockere Schreibstil trägt jedoch dazu bei, dass sich ein Lesefluss ergibt. Schnell ist man mitten in der Geschichte und darf die Handlung rund um den kleinen Jessie mitverfolgen.
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Fazit: Leichte Lektüre für Zwischendurch – Humor jedoch teilweise zu gezwungen.  

3 Sterne! 

Weitere Infos bei rororo!

Dienstag, 7. Januar 2014

Deutsche Grammatik verstehen und unterrichten - Matthias Granzow-Emden


„Die Grammatik sollte aber im Deutschunterricht keine zusätzliche Belastung sein, sondern die Modelle bereitstellen, die das Leben in einer Schriftkultur erleichtern.“
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Viele verbinden mit der deutschen Grammatik komplex anmutende Termini und vielfältige Regeln mit zahlreichen Ausnahmen, die nur intuitiv beherrscht werden. Beim Übergang vom Schüler bzw. Studenten zum Referendar und Lehrer ist es jedoch unbedingt erforderlich, sich auf vertiefende Weise mit der Grammatik auseinanderzusetzen. Denn nur so ist es möglich, sie nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst vermitteln zu können.
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Matthias Granzow-Emden präsentiert mit diesem Band ein verständliches Kompendium der deutschen Grammatik, das alle Anforderungen und Inhalten des Lehrplans umfasst und Lösungswege aufzeigt, ebendiese als Unterrichtsgegenstand aufzuarbeiten.
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In 14 Kapiteln, die je ein eigenes, übersichtliches Inhaltsverzeichnis sowie ein Definitionskästchen mit grundlegenden Kenntnissen zum Thema enthalten, fängt der Autor das breite Spektrum vielfältiger Grammatikbereiche ein und bietet dabei viel mehr als reines Basiswissen. Immer wieder gelingt es ihm, auch komplexe Regelungen anschaulich und leicht verständlich zu erklären. Tabellarische Zusammenstellungen und graphische Aufbereitungen tragen dazu bei, dass auch vergleichsweise schwierige Themen schnell verstanden werden. Zahlreiche Übungen laden dazu ein, neues Wissen direkt anzuwenden und somit zu vertiefen.
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Jedes Kapitel enthält eine Liste verwendeter und weiterführender Literatur, zugeschnitten auf das jeweilige Thema. Dadurch eignet sich der Band auch hervorragend zum Selbststudium oder als Hilfestellung, sich universitärer Anforderungen zu stellen. Graphisch und farblich hervorgehobene Informationsabschnitte bündeln relevante Informationen und ermöglichen eine sehr angenehme Lektüre. Neben all dem theoretischen Wissen liefert der Text auch eine Vielzahl praktischer Hinweise zur Normenvermittlung in der Schule.
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Nach einer ersten Einführung, die den Unterschied der expliziten und impliziten Grammatik und die Entwicklung der Standardsprache in den Blick nimmt, folgt eine Betrachtung der Funktionen der Sprache auch unter Rücksicht kultureller Gegebenheiten. Ausgehend von einem syntaktischen Wortartenbegriff, der immer den Zusammenhang mit dem Satz sieht, plädiert der Autor für eine
verbesserte Schulgrammatik und zeigt auf, welche Aspekte dazu berücksichtigt werden sollten.
Darüber hinaus geht es um die klassischen Themen der Grammatik, etwa starke und schwache Verben, die Unterscheidung verschiedener Verbarten, die Arbeit mit Deklinationstabellen oder
die verschiedenen Zugänge zum Kasus.
Sehr aufschlussreich sind zudem die Erläuterungen zur Feldgliederung des Satzes und deren didaktische Bedeutung oder zur Problematik der klassischen Satzartenlehre.
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Fazit: Eine gewinnbringende Lektüre für jede Lehrkraft, die keines der im Unterricht relevanten Themen auslässt. Durch ebenso leicht verständliche wie anschauliche Erläuterungen sorgt sie dafür, der Grammatik mit weniger Abneigung zu begegnen.

Ob zur Auffrischung einen Wissens oder zur gewinnbringenden Erleichterung bei der Unterrichtsvorbereitung, Granzow-Emdens Band ist in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung und kann nur wärmstens empfohlen werden!  

5 Sterne! 

Weitere Informationen inklusive Leseprobe bei narr!