Samstag, 30. November 2013

Suppen, die glücklich machen - Cornelia Schinharls

Cornelia Schinharls Suppen-Kochbuch überzeugt durch einen wunderbaren thematischen Aufbau in Kombination mit ebenso ideenreichen wie außergewöhnlichen Suppenrezepten, dank deren Hilfe sich leckere Gerichte zaubern lassen.
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Am Beginn des Bandes stehen einleitende Informationen, worauf es bei der Zubereitung von Suppen ankommt, welche wesentlichen Faktoren beachtet werden müssen, etwa beim Anbraten von Zwiebeln oder beim Herstellen einer guten Gemüse- oder klaren Fleischbrühe. Praktische Haushaltstipps, z.B. zur Aufbewahrung, runden das Kapitel ab.
Es folgen die Suppenrezepte, die nach Jahreszeiten geordnet sind. Damit lassen sie sich perfekt auf frische, saisonale Produkte abstimmen und die jeweiligen Bedürfnisse, die man selbst mit der jeweiligen Jahreszeit verbindet: Frisches, Leichtes im Frühling – Deftiges, Wärmendes im Winter.
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Die Rezepte sind anschaulich aufgebaut und bestehen neben der Zutatenliste jeweils aus einer leicht verständlichen und übersichtlichen Handlungsanweisung. Qualitativ hochwertige Farbfotografien machen direkt Lust, das Rezept auch auszuprobieren. Vielfach finden sich unterschiedliche Variationsmöglichkeiten oder gleich mehrere Rezepte, z.B. zur Kartoffelsuppe. Die Auswahl kann daher je nach Belieben und eigenem Geschmack erfolgen. Häufig finden sich Hintergrundinformationen zu den einzelnen Zutaten, etwa zum Vitamingehalt des Spargels.
Einziger Nachteil besteht meines Erachtens darin, dass die Rezepte keine Informationen darüber enthalten, für wie viele Personen die Gerichte geeignet sind, während die Zubereitungszeit jeweils angegeben ist. Der Geschmack macht diese Lücke allerdings wieder wett.
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Deutlicher Vorteil dieses Bandes ist das bunte Repertoire der Suppenvielfalt, über die sich der Leser freuen darf. Vom Seelentröster bis hin zum Muntermacher ist feurig Scharfes, wohlig Würziges mit dabei und natürlich auch die sanft-aromatische Cremesuppe.
Zu meinen absoluten Favoriten gehören Kürbiscreme-, Rhabarber- und die Steckrübensuppe mit Räucherlachs, wobei ich lange noch nicht alles ausprobiert habe. Sicherlich finden sich noch die ein oder anderen Suppen-Schätze im weiteren Gebrauch des Buches.

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Fazit: Suppen-Schätze zum Nachkochen! Übersichtlich, anschaulich, verständlich. Sehr zu empfehlen!   

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Kosmos! 

Freitag, 29. November 2013

Alles Mythos! 24 populäre Irrtümer über Weihnachten - Claudia Weingartner


Die frühen Christen im antiken Rom hätten angesichts der Karriere des Festes wahrscheinlich ungläubig den Kopf geschüttelt.“
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Weihnachten, das Fest der Familie, der Liebe oder doch der Geburt Jesu?

In Zeiten, in denen die eigentliche Funktion der Adventszeit längst abhanden gekommen und sie zu einer Phase des Naschens, Schlemmens und Backens – nicht zuletzt auch des Konsums geworden ist, in der wir uns tagtäglich von bunten Lichtern blenden lassen, mag es verständlich sein, dass sich der ein oder andere diese Frage ganz neu stellt. Worum handelt es sich eigentlich bei diesem wichtigen Fest? Was hat es mit Christkind, Weihnachtsmann, Nikolaus und Co. auf sich? Und am bedeutendsten: Wer hat's erfunden?
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Claudia Weingartner, Kommunikationswissenschaftlerin und Journalistin, geht diesen Fragen sehr detailliert nach. In 24 Einzelkapiteln bespricht sie die größten und häufigsten Irrtümer rund um das Weihnachtsfest. Damit liefert sie ihrer Leserschaft zugleich einen ebenso informativen wie interessanten Adventskalender der etwas anderen Art.

Die Autorin deckt spannende Hintergründe auf, erklärt die Entstehung heutiger Bräuche und bietet zahlreiche wissenschaftlich fundierte Fakten, aufbereitet in kleine, leicht verdauliche Häppchen innerhalb der jeweiligen Kapitel. Es macht Spaß, etwa die eigentliche Wortbedeutung der „Weihnacht“ herauszufinden, sich mit dem Mythos rund um Coca Cola auseinanderzusetzen und sich nebenbei noch einmal zu verdeutlichen, worin eigentlich der Unterschied besteht, zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann. So betrachtet handelt es sich hierbei um eine regelrechte Aufklärungsarbeit, die darüber hinaus ebenso zur kritischen Reflexion unseres heutigen Umgangs mit Weihnachten einlädt. Dabei kann man beispielsweise an die zahlreichen, sinnentleerten Weihnachtslieder denken oder aber auch an den alljährlichen Lichterketten-Wahn. Denn der eigentliche Sinn hinter dem Fest ist ein ganz anderer.
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Fazit: Ein wunderbares Buch, informativ und spannend zugleich, das sich wunderbar als Mitbringsel im Advent oder auch als Adventskalender eignet. Für andere oder für sich selbst. Sehr zu empfehlen! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Theiss! 

Sonntag, 24. November 2013

Die letzte Reise - Clemens Menne

Der Prunk der Begräbnisse dient mehr der Eitelkeit der Lebenden als der Ehre der Toten.“ - François VI. Herzog von La Rochefoucauld
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Der Friedhof als Endstation irdischen Lebens und zugleich Zeuge gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Wandlungsprozesse ist seit jeher ein Ort voller Faszination. In erster Linie steht er für die schwerste aller Aufgaben, nämlich jene, nach dem Tod geliebter Personen Abschied nehmen zu müssen; eine Herausforderung, mit der vermutlich die meisten Menschen innerhalb ihres Lebens konfrontiert werden. Doch neben den Stimmungen des Abschieds, der Trauer und des Schmerzes begegnen an diesen Orten vielfältige Formen der Grabästhetik.
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Clemens Menne, der als freier Künstler und Fotograf in Berlin lebt, fängt die unterschiedlichsten Ausprägungen dieser Sepulkralkultur erstmals auf eindrucksvolle Weise ein. Er präsentiert in diesem Bildband eine Dokumentation der besonderen Art, indem er seine Leserschaft einlädt, ihn auf der Reise zu den verschiedensten Friedhöfen Deutschlands zu begleiten. Dabei besucht er eine Vielzahl an Orten, zu denen etwa Kassel, Rostock, Hamburg, Berlin, München, Köln, Aachen oder Dresden zählen, um nur einige Beispiele zu nennen.
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Qualitativ hochwertige Fotografien zeigen interessante Momentaufnahmen der Trauerstätten, mal in Farbe, mal in Schwarz-Weiß oder als Großbildaufnahme eines besonderen Eindrucks. Begleitet von Zitaten berühmter Persönlichkeiten oder auch lyrischen Textpassagen ist somit ein ebenso einfühlsamer wie informativer Bildband entstanden, der alle möglichen Facetten des Abschieds bildhaft vor Augen führt.
Als Leser wird man zugleich Zeuge von Wandlungsprozessen. Sie werden darauf aufmerksam gemacht, wie verschieden einzelne Friedhöfe sein können, aber auch auf wesentliche Gemeinsamkeiten. Im Schlussteil des Buches werden alle Daten zu den einzelnen Fotos ausführlich vorgestellt.
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Fazit: Ein überaus gelungener Bildband, den man nur weiterempfehlen kann, insbesondere auch all denjenigen, die sich mit Trauer und Trauerbewältigung, Tod und Abschied befassen.

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Systemed! 

Freitag, 22. November 2013

Rauhnächte - Elfie Courtenay


Es sind die Nächte der Besinnung auf die Vergangenheit, der Verankerung in der Gegenwart und der Ausrichtung auf die Zukunft, und wir sind eingeladen, in diesen Nächten unser Schicksal auf schöpferische Weise ganz neu in die Hand zu nehmen.“
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Die Rauhnächte bezeichnen die 12 aufeinanderfolgenden Nächte zwischen den Jahren, beginnend mit dem 25. Dezember bis zum 5. Januar. Diese magischen Nächte, so heißt es, spenden neue Energien, bieten die Möglichkeit der Rückschau auf Vergangenes oder gewähren sogar visionäre Ausblicke auf die Zukunft.
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Elfie Courtenay, die neben ihrer Tätigkeit als freie Autorin meditative Wanderungen und Wildkräuterexkursionen anbietet, lädt ihre Leser ein, die geheimnisvolle Kraft der Rauhnächte zur eigenen, spirituellen Regeneration zu nutzen. Der vorliegende Band verfolgt als idealer Begleiter genau dieses Ziel.
Nach ersten Hintergrundinformationen zu Ursprung und Entfaltung der Tradition der Rauhnächte, wie etwa zur Besonderheit der Zahl 12, werden vielfältige Impulse der kreativen Gestaltung dieser Zeit vorgestellt. Dabei geht es vor allem um ehemals im Volksglauben fest verwurzelte Traditionen, die mittlerweile leider in Vergessenheit geraten sind oder kaum noch aktiv praktiziert werden, beispielsweise der Brauch zum Barbaratag.
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Darüber hinaus bietet die Autorin allgemeine Informationen zu Wintersonnenwende, Orakeln, Räucherritualen, guten und bösen Omen oder der Funktion einzelner Kräuter. Sie stellt die Durchführung verschiedener Meditationsübungen vor und präsentiert neben dem alt bekannten Bleigießen zahlreiche weitere Methoden, um innerhalb der Rauhnächte hinter die Geheimnisse der Zukunft blicken zu können. Sehr interessant sind außerdem ihre Ausführungen zur Bedeutung des Brotes, wobei sie ebenfalls ein Rezept an die Hand gibt. Auch das Rezept zum Silversterpunsch von anno dazumal scheint sehr vielversprechend.
Gegen Ende des Bandes finden die Leser einen konkreten Zeitplan für die 12 magischen Nächte, an den sie sich halten, den sie aber auch nach eigenen Wünschen modifizieren können.
Für einen besonderen Lesegenuss sorgen die meditativ anmutenden Farbfotos, die mehrfach im Buch auftauchen.
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Fazit: Nicht nur der Zauber der sog. Rauhnächte wird in diesem Buch vorgestellt. Die Leser erhalten gleichsam eine Art Kompendium alter und in Vergessenheit geratener Bräuche und Traditionen (man denke etwa an Bauernregeln). Gerade darum handelt es sich um eine ebenso interessante wie lohnenswerte Lektüre! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Heyne! 

Sonntag, 17. November 2013

Viel Glück. Das kleine Überlebensbuch - Dr. med. Claudia Cross-Müller



Glück und Optimismus sind nicht käuflich, aber trainierbar.“
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Was wäre, wenn es mit einem kurzen Fingerschnippen möglich wäre, glücklicher zu sein, Problemen mit einer neuen Leichtigkeit zu begegnen und insgesamt zu einer positiveren Grundhaltung zu gelangen?
Wer dabei an langjährige Seminare oder eine Fülle an Ratgeberliteratur denkt, liegt falsch. Denn bereits mit einfachsten Mitteln kann es gelingen, den Alltag mit einer optimistischen Einstellung zu meistern, statt in Schwarzsehen oder Selbstzweifeln zu versinken.
Dr. med. Claudia Croos-Müller, Fachärztin für Neurologie, Psychotherapie und Nervenheilkunde zeigt in diesem kleinen Überlebensbuch Strategien auf, die zu einer sofortigen emotionalen Stabilisierung führen und nebenbei das Gehirn darauf trainieren, offener für das Gute im Leben zu werden.
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Neben Oscar, dem Gute-Laune-Schaf und Emily, der Expertin für Mut und Selbstvertrauen, treffen die Leser nun auf das schwarze Schaf Willy, deren stets zuversichtlicher neuer Freund. Zusammen mit den Dreien werden dem Leser 12 ½ Übungen präsentiert, die sich ohne zusätzliche Materialien oder längere Vorbereitungszeiten direkt in die Tat umsetzen lassen – ganz egal, wo man sich gerade befindet. Zu meinen persönlichen Favoriten gehört die Übung „Kopf hoch“ und „Winken“. Die Idee, Schönheit zu sammeln oder kreative Impulse, um positive Erfahrungen festzuhalten, bereiten ebenfalls große Freude.
Am besten jedoch ist die Erkenntnis, durch die eigene Freude auch andere anstecken zu können, das Glück regelrecht weiterzugeben, wie etwa beim Winken.
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Der kleine Band ist das perfekte Geschenkbuch, entweder für sich selbst oder für andere Lieben. Er macht neuen Mut, sich auf das Positive im Leben einzulassen. Zahlreiche der liebevollen Illustrationen beweisen, wie einfach es ist, etwas an seiner Lebenshaltung zu ändern oder sich zumindest den Versuch zu wagen.
Wissenschaftlich erwiesene Fakten werden in eingängiger Weise vorgestellt und leicht verständlich erläutert.
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Fazit: Ein wunderbares Büchlein, das einen Beitrag zu leistet, Glück zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen. Sehr zu empfehlen. 

5 Sterne! 

Weitere Informationen bei Kösel! 

Dienstag, 12. November 2013

Denken wie ein Buddha - Rick Hanson

Positive Erfahrungen sind die wichtigste Quelle für innere Stärke, wie sie durch empfundenes Glück oder Widerstandskraft zum Ausdruck kommt. Doch solange wir sie nicht aufmerksam und nachhaltig in uns aufnehmen, fließen sie durch unser Gehirn wie Wasser durch ein Sieb – eine flüchtige Annehmlichkeit, die keinen bleibenden Wert für uns hat, weil sie unsere neuronalen Strukturen nicht verändert. [...]“
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Manchmal ist das Leben voll negativer Erfahrungen und alles Schlechte kommt scheinbar auf einmal. Manchmal fühlen wir uns aber auch nur schlecht, obwohl objektiv betrachtet alles gut sein müsste. Die Gemeinsamkeit von beiden: Das Schlechte bleibt!
Negative Gedanken verfestigen sich in unserem Gehirn wesentlich schneller als positive, so Dr. Rick Hanson, Neuropsychologe und erfolgreicher Leiter von Seminaren und Weiterbildungskursen. In seinem Ratgeberband verbindet er auf eindrucksvolle Weise die Bereiche Achtsamkeit, Psychologie und Hirnforschung. Dabei geht es weniger um einen Einsteigerkurs für buddhistische Lehren, sondern vielmehr um das Erlernen, positive Gedanken dauerhaft in seinem Gehirn zu verfestigen. In diesem Sinne handelt es sich um ein intensives Trainings- und Wohlfühlprogramm.
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Wie können wir unser Gehirn nach dem Guten ausrichten – und zwar nicht nur auf spiritueller Ebene, sondern im Bereich des Neuronalen?
Dieser Frage geht der Autor ausführlich nach. In einem ersten Teil spricht Hanson über die allgemeine Funktionsweise des Gehirns, über die Bedeutung des Vermeidungs-, Belohnungs-, und Bindungssystems, über das menschliche Bewusstsein und den Wert individueller Bedürfnisse. Danach zeigt er ganz konkret Wege auf, wie es gelingen kann, neuronale Strukturen zu verändern, sprich aufnahmefähiger für das Gute zu werden. Auch persönliche Qualitäten, Sehnsüchte und Handlungsgewohnheiten werden dabei in den Blick genommen.
Dr. Rick Hanson präsentiert wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, ansprechend und leicht verständlich aufgearbeitet, zusammen mit sinnvollen Strategien, eigene Denkansätze zu verändern, von schlechten Gewohnheiten abzulassen und so die eigene Lebensqualität zu verbessern.
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Fazit: Zurück bleibt die wichtigste Erkenntnis der Neuroplastizität: „Ob wir gereizt oder unbeschwert sind, frustriert oder fröhlich, uns einsam oder geliebt fühlen, hängt von unserem neuronalen Netzwerk ab.“ Höchste Zeit also, es zu optimieren! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Irisiana! 

Samstag, 9. November 2013

Heilung des Herzens - Eva Sameena

Fühlst du dich verstanden, gehört, gesehen, (an-) erkannt?“
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Fehlende Leidenschaft, gestörte Kommunikationsmechanismen, unterschiedliche Vorstellungen, die eigenen Bedürfnisse oder aber auch die Zukunftsperspektiven betreffend, Enttäuschungen, Koabhängigkeit, …

Die Gründe für das Scheitern einer Beziehung sind vielfältig. In den meisten Fällen fühlt sich einer der beiden Partner nicht mehr verstanden, nicht wahrgenommen, missachtet. Möglicherweise wird er sogar in der Entfaltung der menschlichen Grundbedürfnisse, wie sie schon Maslows Pyramide anzeigen, gestört. Das Zusammenspiel körperlicher Ansprüche, das Streben nach Schutz und Sicherheit, die Gruppenzugehörigkeit sowie Anerkennung und Selbstverwirklichung gerät aus dem Gleichgewicht. Zurück bleibt ein Gefühl des Unwohlseins, der Verunsicherung oder im schlimmsten Fall ein gebrochenes Herz.

Doch wann ist es an der Zeit zu gehen? Altes hinter sich zu lassen? Einen Schlussstrich zu ziehen? Und wie kann die anschließende Verlorenheit, Einsamkeit und der alles überwältigende Schmerz überwunden werden?
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Eva Sameena, die u.a. als Leiterin einer Praxis für ganzheitliche Lebensberatung tätig ist, nimmt genau diese Fragestellungen in den Blick. Beginnend mit ersten Zweifeln an sich und an der Beziehung, berichtet sie von eigenen Erfahrungen, von Gesprächen mit Klienten und Handlungsimpulsen, die sie während ihrer Zeit in Indien kennenlernen durfte. Sie hilft ihrer Leserschaft, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden, zu spüren woran es mangelt und aktiv etwas gegen das Unwohlsein zu tun.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Phase unmittelbar nach einer Trennung, wenn sich Betroffene vielfach vornehmen, nie wieder einen anderen Menschen so nach an sich heranzulassen, sich nie wieder derart für einen anderen zu öffnen, nie wieder die eigenen Gefühle zu verschwenden.
Doch solche Schutzmechanismen blockieren wesentliche Heilungsprozesse, lassen blind werden für die eigene Emotionalität und verhindern ein erfolgreiches Loslassen der beendeten Partnerschaft. Obwohl der Weg der bewussten Verarbeitung, der Bewältigung einer gescheiterten Beziehung, kein einfacher ist, fordert die Autorin genau dazu auf, macht Mut, sich der besonderen Aufgabe zu stellen und nimmt die Leser dabei an die Hand. Schritt für Schritt werden sie auf ihrem Weg begleitet. Verschiedene Übungen, die man selbst problemlos durchführen kann, sollen den Reflexionsprozess unterstützen, Gesprächsausschnitte mit Betroffenen führen ähnliche Problem- und Gefühlssituationen vor Augen und eigene Erfahrungen der Autorin bieten hilfreiche Ansatzpunkte, die manchmal ganz neue, bisher ungeahnte Perspektiven eröffnen.
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Fazit:

Ein sinnvoller Ratgeber für eine der schwierigsten Lebensphasen. Gerade in dieser schweren Zeit tut es gut, zu wissen, nicht allein sein zu müssen und kompetente Hilfe erfahren zu dürfen.

5 Sterne! 

Weitere Informationen bei Integral!