Dienstag, 12. November 2013

Denken wie ein Buddha - Rick Hanson

Positive Erfahrungen sind die wichtigste Quelle für innere Stärke, wie sie durch empfundenes Glück oder Widerstandskraft zum Ausdruck kommt. Doch solange wir sie nicht aufmerksam und nachhaltig in uns aufnehmen, fließen sie durch unser Gehirn wie Wasser durch ein Sieb – eine flüchtige Annehmlichkeit, die keinen bleibenden Wert für uns hat, weil sie unsere neuronalen Strukturen nicht verändert. [...]“
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Manchmal ist das Leben voll negativer Erfahrungen und alles Schlechte kommt scheinbar auf einmal. Manchmal fühlen wir uns aber auch nur schlecht, obwohl objektiv betrachtet alles gut sein müsste. Die Gemeinsamkeit von beiden: Das Schlechte bleibt!
Negative Gedanken verfestigen sich in unserem Gehirn wesentlich schneller als positive, so Dr. Rick Hanson, Neuropsychologe und erfolgreicher Leiter von Seminaren und Weiterbildungskursen. In seinem Ratgeberband verbindet er auf eindrucksvolle Weise die Bereiche Achtsamkeit, Psychologie und Hirnforschung. Dabei geht es weniger um einen Einsteigerkurs für buddhistische Lehren, sondern vielmehr um das Erlernen, positive Gedanken dauerhaft in seinem Gehirn zu verfestigen. In diesem Sinne handelt es sich um ein intensives Trainings- und Wohlfühlprogramm.
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Wie können wir unser Gehirn nach dem Guten ausrichten – und zwar nicht nur auf spiritueller Ebene, sondern im Bereich des Neuronalen?
Dieser Frage geht der Autor ausführlich nach. In einem ersten Teil spricht Hanson über die allgemeine Funktionsweise des Gehirns, über die Bedeutung des Vermeidungs-, Belohnungs-, und Bindungssystems, über das menschliche Bewusstsein und den Wert individueller Bedürfnisse. Danach zeigt er ganz konkret Wege auf, wie es gelingen kann, neuronale Strukturen zu verändern, sprich aufnahmefähiger für das Gute zu werden. Auch persönliche Qualitäten, Sehnsüchte und Handlungsgewohnheiten werden dabei in den Blick genommen.
Dr. Rick Hanson präsentiert wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, ansprechend und leicht verständlich aufgearbeitet, zusammen mit sinnvollen Strategien, eigene Denkansätze zu verändern, von schlechten Gewohnheiten abzulassen und so die eigene Lebensqualität zu verbessern.
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Fazit: Zurück bleibt die wichtigste Erkenntnis der Neuroplastizität: „Ob wir gereizt oder unbeschwert sind, frustriert oder fröhlich, uns einsam oder geliebt fühlen, hängt von unserem neuronalen Netzwerk ab.“ Höchste Zeit also, es zu optimieren! 

5 Sterne! 

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