Dienstag, 18. Juni 2013

Sternenseelen - Kerstin Pflieger

"... ich fürchte um mein Leben und das, was aus mir werden könnte."
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Neuer Ort – neue Schule – neues Leben!?
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Wenigstens Lillys Mutter scheint größeres Glück mit den Männern zu haben – aktuell zumindest. Denn während ihr eigener Freund gerade die gemeinsame Beziehung beendete, intensiviert sich die ihrer Mutter. Sie möchte umziehen, ein radikaler Entschluss. Und so tauschen die beiden die Großstadt gegen ein provinzialisches Örtchen. Lilly kann die Langeweile schon förmlich riechen.
Doch zum Glück gibt es Samuel, ihren neuen Stiefbruder, der ihr von Anfang an sympathisch ist. In der neuen Schule trifft Lilly auf den geheimnisvollen Raphael, der sein Wesen völlig ändert, sobald es Nacht wird. Unsere Protagonistin fühlt sich auf unerklärliche Weise magisch zu ihm hingezogen. Es scheint, als würde sich alles zum Positiven wenden. Eine neue Umgebung, eine neue Familie, neue Freunde …
Doch dann wird Samuel in einen Autounfall verwickelt - alles ändert sich. Rätselhafte Dinge geschehen und Lilly lüftet ein tief gehütetes Geheimnis.
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Was für Fantasyfreunde und Kenner des Genres schon beim Inhalt alt bekannt – ja fast schon klassisch klingt, ist es auch. Es ist das typische Setting, das sich dem Leser von Beginn an präsentiert und das leider wenig neu ausgebaut wird. Gefühle scheinen vorhersehbar, teilweise der ganze Handlungsablauf. Den Figuren, so sympathisch sie beschrieben sind, mangelt es an Tiefe. Sie bleiben so, wie sie auf der Oberfläche erscheinen und erfüllen ihre Rollen: Das junge, naive Mädchen in der Außenseiterrolle, der mysteriöse gutaussehende Fremde, …
Der Schreibstil ist für einen Jugend-/Fantasyroman meines Erachtens nach zu gehoben, sodass kaum ein Lesefluss entsteht. Auch hier bewegt man sich als Rezipient zu sehr an der Oberfläche – taucht nicht richtig in die Handlung ein.
Möglicherweise resultiert dieses Empfinden aus der Tatsache, selbst schon eine Vielzahl vergleichbarer Lektüren gelesen zu haben. Vielleicht eignet sich die Geschichte für „Einsteiger“ ins Fantasygenre. Wirklichen Fans bietet der Text sicher nichts Neues.
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Fazit: Die Hoffnung auf Teil 2 bleibt bestehen.  

3 Sterne! - Weitere Infos bei Goldmann.

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