Donnerstag, 6. Dezember 2012

Der Pinguin - Walter Moers


Dieses Buch enthält Bilder und Inhalte zu den Themen Sex, Gewalt und Drogen, die einen gefestigten Charakter und Humor voraussetzen!!!“
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Zum Start der neuen Comic-Reihe „Moers Classics“ dürfen sich begeisterte Moers Fans über die Neuauflage seines Lieblingscomics freuen, der 1997 erstmals erschienen ist – damals noch in Schwarz-Weiß.
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Was geschieht, wenn der Pinguin zweimal klopft, wird nun in Moers eigenen Worten durch Farbe „viel drastischer und konsequenter“ vor Augen geführt.
Inmitten der Arktis liegt das einsame Iglu eines verliebten Pärchens, die ihre traute Zweisamkeit gemütlich an einer Feuerstelle genießen möchten. Doch die Zeit des Friedens und der Harmonie wird durch das Erscheinen des Pinguins brutal gestört. Eigentlich wurde er nur aus Mitleid herein gelassen, um sich an der Feuerstelle wärmen zu können. Doch dann führt sein unmögliches Verhalten – er raucht, kifft und trinkt – letztlich zum Löschen des Feuers. Um nicht zu erfrieren ist es nun die Aufgabe des Mannes, einen Baum zu fällen, der schließlich für neues Feuer sorgt. Also macht er sich auf den Weg hinaus in die Kälte und stellt sich mutig allen Gefahren (Eisbär, Schneestrum, etc.). Seine Frau lässt er alleine mit dem Pinguin zurück. Was ihn draußen erwartet ist jedoch kein Vergleich zu den Geschehnissen, die sich derweil im Iglu abspielen.
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Moers zeichnet das Bild eines psychopathischen Pinguins, der vor nichts zurückschreckt. Schonungslos und blutrünstig sind die Szenen, die er seinen Lesern präsentiert. Der Warnhinweis auf dem Cover des Buches muss also durchaus ernst genommen werden.
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Fazit: Die Szenen sind auch in ihrer humorvollen Pointe sehr extrem und werden sicherlich nicht von allen Lesern gemocht. Wer allerdings ein Freund des schwarzen Humors ist, wird mit diesem Band sicher Freude haben. 

4 Sterne!


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