Mittwoch, 10. Oktober 2012

Langenscheidts Handbuch zum Glück - Florian Langenscheidt


Auf den Spuren des Glücks
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Wir sind Täter, nicht Opfer. Wir haben unser Leben – zum größten Teil – in der Hand. Wir sollten für unser Glück oder Unglück nicht andere verantwortlich machen, sondern uns selbst.“
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In diesem Sinne lädt Florian Langenscheidt seine Leser dazu ein, aktiv am eigenen Glück zu arbeiten. Sein Handbuch zum Glück ist gerade darum viel mehr als ein bloßer Abriss über verschiedene Charakteristika oder eine bloße Sammlung definitorischer Beschreibungen. Es bietet Einblicke in die unterschiedlichen Spektren des Glücks und macht auf die kleinen Glücksmomente des Alltags aufmerksam. Der Text fordert dazu auf, diese Momente neu wahrnehmen zu lernen und genau hinzusehen. Denn nur so ist es möglich, vorhandenes Glück überhaupt zu erkennen.
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Vor Beginn der eigentlichen Lektüre empfiehlt sich ein Test zur eigenen Lebenszufriedenheit im Anhang des Buches, der anhand eines von der Weltgesundheitsorganisation entwickelten Programms erstellt wurde. Dieser sogenannte Glückstest berücksichtigt dabei die Bereiche Physis, Psyche, Unabhängigkeit, soziale Beziehungen, Umwelt, Spiritualität sowie Lebensqualität und eröffnet schließlich eine detaillierte Zusammenschau der gegenwärtigen Situation des Lesers.
Die einzelnen Kapitel des Buches widmen sich einer Vielzahl unterschiedlichster Facetten des Glücks. Besonderer Raum wird den Themenkomplexen Sehnsüchte und Projekte, Begeisterung, Freunde, Arbeitswelten, Kinder, Beziehungen und natürlich der Liebe eingeräumt. Auch die dunkle Seite des Glücks, zu der etwa Neid oder Ungerechtigkeiten gehören, wird näher beleuchtet. Hochinteressant sind konkrete Fallbeispiele von Personen, denen viel Unglück im Leben widerfahren ist und die dennoch oder trotzdem ihr persönliches Lebensglück nicht verloren haben. Sie machen dem Leser Mut, in manch einer schwierigen und aussichtslosen Lage nicht zu verzweifeln. Darüber hinaus finden sich im Text zahlreiche Anekdoten aus dem Leben des Autors, die sehr persönlich gehalten sind. Insgesamt regt das Handbuch zum Glück Reflexionsprozesse von Seiten der Leser an, die sich um Voraussetzungen des Glücks, Bestandteile des Glücks oder allgemein um das Streben nach Glück drehen.
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Deutlich spürbar wird mit jeder Zeile, dass Langenscheidt hier über sein Spezialgebiet schreibt. Er veröffentlichte bereits mehrere Bände zu diesem Thema und gründete während seines Studiums das „Institut für angewandte Glücksforschung.“ Viele Ergebnisse präsentiert er nun in diesem Handbuch. Das Glück scheint seine Lebensaufgabe zu sein. Machen auch wir es uns zum Lebensziel und -inhalt!
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Fazit: Ein Buch, das sprichwörtlich glücklich macht. Sehr lohnenswert! 

5 Sterne! 

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