_
Knacks...
mittenrein in die düsteren Gefühle der Jungen und deren
rätselhafter Umgebung zieht einen die Stimme des Sprechers gleich
schon innerhalb der ersten Minuten des Zuhörens. „Méto – Das
Haus“ ist die Geschichte einer Gruppe von Jungen, die unmittelbar
nach ihrer Geburt in das mysteriöse Haus als Erziehungsanstalt
gebracht wurden. Ihrem Alter entsprechend sind sie nach Farben
eingeteilt. So existieren die Gruppen Himmelblau, Dunkelblau, Violett
und Rot, wobei Rot die Kennzeichnung für die Ältesten unter ihnen
ist – die irgendwann spurlos verschwinden.
_
Vieles
erscheint äußerst merkwürdig, so z.B. ein riesiger Regelkatalog,
an den sich die Kinder unbedingt zu halten haben. Ansonsten drohen
harte Strafen, die sogar in einem Aufenthalt im Kühlhaus münden
können. Die Erzieher, Cäsaren genannt, setzen sich unbarmherzig
durch.
In
einer unglaublichen Spannung erfährt der Zuhörer schon in den
ersten Minuten vieles in Bezug auf die zahlreichen Regeln des
Zusammenlebens. Unweigerlich stellt man sich eine Reihe von Fragen:
_
Wieso
bekommen die Jungen spezielle Spritzen, um nicht zu schnell zu
wachsen?
Wohin
verschwinden die Ältesten unter ihnen?
Und
auf welches Leben außerhalb des Hauses werden sie vorbereitet?
_
Méto,
der Protagonist des Stücks, gehört mit seinen 14 Jahren zu der
Gruppe in Rot, den Gefährdeten, deren Zukunft gänzlich im Dunkeln
liegt. Im Laufe der Handlung beginnt er die Rituale der Cäsaren zu
hinterfragen. Schließlich weiß er noch nicht einmal, woher er
eigentlich kommt. Dir Frage seines Ursprungs ist ebenso ungeklärt.
Und niemand vermag es, all die in ihm aufkeimenden Fragen zu
beantworten. Denn Fragen stellen ist verboten und wird hart bestraft.
Aus diesem Grunde wissen die Jungen noch nicht einmal, wie
menschliche Weibchen aussehen. Für Méto stellt sich immer mehr das
Sinnlose seiner Existenz heraus. Sie werden ausgebildet, aber wofür?
_
Zusammen
mit einigen Verbündeten wagt er das Gefährlichste: er stellt Fragen
und läutet somit den Aufstand ein: gegen die Cäsaren und somit
gegen seine Welt, das Haus!
_
Fazit: Dies
ist der Auftakt einer spannenden Kinder-und Jugendbuch-Trilogie, die
sich mit ganz existentiellen Fragen menschlichen Lebens befasst und
zur eigenständigen Reflexion anleitet. Gerade durch das Hörbuch ist
man wesentlich von den rätselhaften Szenarien betroffen. Rainer
Strecker hat eine angenehme und dennoch eindringliche Stimme. Er
variiert und betont sehr gut, sehr gekonnt. Als Zuhörer kann man
sich in seiner Stimme verlieren und ganz in die Geschichte einlassen.
Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch! - 231 Minuten pure Spannung auf 3 CDs.
Weitere Infos bei DAV!
5 Sterne!
Ich will Meto unbedingt mal lesen! Tollen Blog hast du :)
AntwortenLöschenWow. Sowas geht normalerweise komplett unter meinem Radar durch, aber das setz ich mal auf meine Wunschliste. Danke für die sehr interessante, "anfixende" Besprechung.
AntwortenLöschenHerzlichen Dank ihr Lieben! :)
AntwortenLöschen