Donnerstag, 24. Mai 2012

Krebszellen lieben Zucker - Patienten brauchen Fett


Energie, aber nicht für den Tumor
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„Es geht darum, den Ernährungszustand des Patienten effektiver zu beeinflussen, als dies mit konventionellen Programmen gelingt, und dabei zugleich das neoplastische Wachstum möglichst wenig zu fördern oder gar zu hemmen.“
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Was der Titel des Buches bereits auf den Punkt bringt, ist der bedeutende Aussagegehalt des Textes. Denn entgegen früherer Vermutungen, eine an Kohlenhydraten reiche Ernährung diene dem Wohl des Krebspatienten, konnte nun festgestellt werden, dass sich gerade eine Reduktion bis hin zum völligen Verzicht in den den meisten Fällen positiv auswirkt. Statt der Kohlenhydrate sollen insbesondere Fette und Eiweiße konsumiert werden, denn diese dienen nicht der Vermehrung von Tumorzellen. Oberste Priorität ist die Unterstützung des Körpers im Kampf gegen die Krankheit mit Hilfe der entsprechenden Ernährung.
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Wie dies gelingen kann, zeigen die Autoren des Bandes anhand der Vorstellung einer ketogenen Ernährungsweise. Doch durch den Verzicht auf Nudeln, Kartoffeln oder Brot kommt es allerdings zu einer erheblichen Umstellung bisheriger Essensgewohnheiten. Positiv zu bewerten ist, dass der Leser an dieser Stelle nicht alleine gelassen wird. Vielmehr präsentieren die Autoren konkrete Handlungsweisen, die eine Umstellung erleichtern, sowie ausführliche Ernährungspläne mit verschiedenen Nahrungsvarianten, die sogar Abwechslung ermöglichen. Übersichtliche Tabellen am Ende des Buches bieten weitere Informationen zu den einzelnen Nahrungsmitteln. Angegeben wird jeweils die empfohlene Höchstmenge und nähere Hintergründe zu dem Produkt. Eine farbliche Kennzeichnung nach dem Ampelsystem erleichtert eine schnelle Orientierung innerhalb der Tabellen.
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Basierend auf neuester Forschung werden empirische Ergebnisse vorgestellt und näher erläutert. Viele Patienten können sich damit sicherlich gut identifizieren. Neben dem praxisorientierten Teil stellt der Band aber auch theoretische Hintergründe vor, die erklären, wo genau die Vorteile einer ketogenen Ernährung liegen und wie Zellvorgänge in unserem Körper ablaufen. Auch hier dienen entsprechende Grafiken dazu, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen. Dadurch wird schnell klar, wie positiv sich eine ketogene Ernährung letztlich auswirken kann.
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Fazit: Eine gelungene Verknüpfung neuester Erkenntnisse aus den Bereichen Biologie, Medizin und Ernährungswissenschaft. Die darin enthaltenen Empfehlungen können Patienten in ihrem Heilungsprozess unterstützen, Möglichkeiten zur Stärkung der Abwehrkräfte aufzeigen und zu einer Erweiterung des persönlichen Wissens beitragen.  

5 Sterne! 

Nähere Informationen zum Titel bei Systemed! 

Kommentare:

  1. Fand grade die Rezi so interessant, dass ich ein wenig gegoogelt habe und es scheint jeder Wissenschaftler anders zu sehen. Die einen meinen Zucker würde Krebszellen auslöschen, die anderen haben eine ähnliche Meinung wie in diesem Buch. Andere wiederum behaupten dass Sowohl Aminosäuren (also auch Fleisch!) und Zucker schlecht seien...

    ich denke bei solchen populistischen Titeln muss man echt skeptisch bleiben und vielleicht auch schauen wer die Studien finanziert ...

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  2. Ja, liebe Zeilenreisende! Da gebe ich dir völlig Recht. Jede Statistik lässt sich fälschen und so auslegen, dass genau das ausgedrückt werden soll, was im Interesse der Auftraggeber ist.
    Allerdings scheinen mir die wissenschaftlich-theoretischen Erklärungen zu diesem Titel stichhaltig.

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  3. Interessant post and blog!!!
    Take a look on my blog and if you like we can follow each other?
    Besos, desde España, Marcela♥

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  4. Thank you so much for your visit!!! I follow you now!

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