„Die
Popularkultur wird zur Tradentin theologischer Inhalte und im Sinne
vom Medium zur Vermittlerin jüdisch-christlicher Symbole.“
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Diese
bei näherer Betrachtung leicht nachvollziehbare Behauptung Dr. Uwe
Böhms, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule in
Ludwigsburg, wird in seinem Band „Religion im Alltag wahrnehmen und
deuten“ anhand konkreter Beispiele vielfach belegt. Angesichts der
umfassenden Aufnahme religiöser Elemente in Film, Fernsehen, Musik,
Sport und dem Bereich wirtschaftlichen Werbens wäre es nahezu fatal,
diese Themen aus dem Forschungsfeld der Religionspädagogik
auszuklammern. Denn durch ein Reduzieren der Theologie auf die rein
kognitive Dimension ergibt sich ein zu eindimensionales Bild. Ist es
nicht vielmehr so, dass gerade das, was Glauben und Religion
ausmacht, sinnlich wahrnehmbar und erfassbar ist? Da Theologie immer
auch anthropologische Interessen verfolgt und die konkrete Lebenswelt
der Menschen nicht außer Acht lassen darf, lohnt sich ein Blick auf
Böhms symboldidaktische Bausteine aktueller gesellschaftlicher
Erscheinungen religiösen Inhalts.
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Bevor
einzelne Modelle religiöser Elemente in der Popkultur genauer
erläutert werden, geht es in einem ersten Schritt um eine
theologisch-philosophische Auseinandersetzung mit diesem Phänomen,
die ebenfalls Erkenntnisse aus der Soziologie, Psychologie und
Semiotik aufgreift.
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Welches
Menschenbild vermitteln unsere digitalen Medien?
Von
welchem Symbolverständnis ist auszugehen?
Welches
Grundverständnis von Religion ist den Ausführungen zu Grunde zu
legen?
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Neben
theoretischen Erläuterungen und Standpunkten namhafter Forscher wie
etwa Ernst Cassirer, Carl Gustav Jung und Jean Piaget oder Theologen
wie Paul Tillich, bietet der Text konkrete Vorschläge zur Anwendung
von Unterrichtsmodellen, die sich beispielsweise mit der
biblisch-christliche Dimension in Filmen wie Matrix und Der Herr der
Ringe beschäftigen. Vorformulierte Aufgabenstellungen und
Anleitungen sind als Material im Band enthalten und eigenen sich
bestens dazu, direkt im Unterricht zum Einsatz zu kommen. Ein ebenso
interessanter Entwurf ist die Analyse des Musiktitels „Where is the
Love“ oder aber auch Handreichungen zur genaueren Betrachtung
religiöser Erscheinungen im Sport. Ein Kapitel widmet sich zudem der
Werbung, die die Sehnsucht nach Mehr und somit letztlich nach
Transzendenz und Religion zum Ausdruck bringt. Religiöse Motive
finden sich im Bereich der Werbung teils unterschwellig, teils
deutlich sichtbar. Hier werden wissenschaftliche Erkenntnisse
zusammengefasst, Vor- und Nachteile erörtert sowie beliebte
religiöse Motive untersucht. Beispiele wären etwa das Exodus-Motiv
und das auffällig häufige Erscheinen von Engeln in
Werbebotschaften.
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Zu
jedem Thema liefert der Autor eine ausführliche Literaturliste, die
eine nähere Beschäftigung mit dem jeweiligen Bereich vereinfacht.
Die übersichtliche Gestaltung der einzelnen Themen ermöglicht eine
schnelle Orientierung innerhalb des Textes. Dank der Materialfülle
sind zahlreiche didaktische Ideen direkt umsetzbar oder lassen sich
leicht durch eigene Konzepte ergänzen.
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Fazit:
Insgesamt sensibilisiert Böhms Text für die vielfältigen
Erscheinungen des Religiösen in unserem Alltag. Er ist sinnvoller
Denkanstoß und Orientierungshilfe zugleich, der es vermag, den
Horizont der Leser zu weiten und neue Ideen anzuregen. Letztlich
bleibt das hohe Potenzial des Bandes zum Einsatz in Unterricht,
Gemeinde- und Jugendarbeit herauszustellen.
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Unbedingt
empfehlenswert!
5 Sterne!
Weitere Infos beim Waxmann-Verlag!

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