Donnerstag, 5. Januar 2012

Das Labyrinth der Träumenden Bücher - Walter Moers

Denn, wie bereits von Mythenmetz verheißen: Die wirkliche Geschichte fängt hier in der Tat erst an. Alles Bisherige war nur Ouvertüre.“

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Zamonien-Buchhaim. Durch einen Brief erinnert, begibt sich Mythenmetz, der mittlerweile zu einem bekannten Schriftsteller geworden ist und den Erfolg seines Titels „Die Stadt der Träumenden Bücher“ gebührend feierte, nun 200 Jahre später erneut auf den Weg in die wieder aufgebaute Stadt. Buchhaim wurde, wie die meisten Mythenmetz-Fans sicher wissen, bei einem Brand zerstört. Doch der neu errichtete Ort hat nichts von seinem Charme verloren, im Gegenteil. Die Stadt erscheint in neuem Glanz und zusammen mit dem Protagonisten begegnet man alten Freunden und macht zudem neue Bekanntschaften. Bibliotekten, Biblioklepten und Biblionekromaten, sie alle trifft man hier wieder. Letztlich sind es die Biblios, die für jede Menge Spannung, Witz, phantasievolle Begebenheiten und Kuriositäten sorgen. Mythenmetz besucht bald schon das unsichtbare Puppentheater, in dem er plötzlich in seinem eigenen Stück sitzt und die Ereignisse der vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren lässt. Besonders interessant sind zudem die Erkenntnisse bezüglich des sogenannten Puppetismus, der in diesem Theater eine zentrale Rolle einnimmt. Mythenmetz möchte den Verfasser jenes Briefes ausfindig machen, der ihn zurück nach Buchhaim führte. Dabei muss er sich so manchen Gefahren stellen. Schließlich wird er in die mysteriöse Welt seiner eigenen Träume geführt und somit seinen innersten, verborgenen Ängsten und Gedanken ausgesetzt. Letztlich kommt es zur Konfrontation mit dem „Labyrinth der Träumenden Bücher“.

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Zamonische Wesen, geheimnisvolle Zusammenhänge und ein phantastischer Ort. Moers' Fans dürfen sich auf eine Reise zurück in die typische Welt des Mythenmetz freuen. Dank der zahlreichen Illustrationen beginnt die Geschichte nach und nach vor dem geistigen Auge des Lesers Gestalt anzunehmen. Die Sprache des Autors ist interessant und vor allem plastisch. Alle beschriebenen Ereignisse zeugen von einer einzigartigen kreativen Gabe des Autors, der zusätzlich in der Lage ist, seine Kreativität kunstvoll in Worte zu fassen. Es macht Spaß daran teilzuhaben und die Geschichte rund um Hildegunst von Mythenmetz zu verfolgen. In der alt bekannten Zamonienwelt werden sich sowohl alte als auch neue Leser sehr wohl fühlen. Und zum Glück ist dieses Buch im übertragenen Sinne nur eine Vorbereitung auf etwas Größeres! Denn viele Fragen blieben nach der Lektüre ungeklärt: Was hat Corodiaks Botschaft zu bedeuten? Welche Rolle spielt das unsichtbare Theater? Und was haben die geheimnisvollen Visionen zu bedeuten?

Walter Moers lässt seine Geschichte am Höhepunkt der eigentlichen Handlung enden. Durch dieses abrupte Ende wird das Interesse der Leser auf die angekündigte Fortsetzung gelenkt. Es bleibt also spannend!

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Fazit: „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ führt seine Leser ein in eine bunte Kulisse, einen Schauplatz, der eine umso abenteuerlichere Fortsetzungsgeschichte verspricht. Moers in gewohnter Stärke, Preisträger des Lovelybooks Leserpreises 2011!

4 Sterne!

Weitere Infos zum Titel bei Knaus.

Kommentare:

  1. Hi,
    wenn ich ja wüsste was ich nicht weiß. Mal lese ich eine richtig gute Rezi und dann wieder eine, die das Buch total zerreist. Vom Inhalt her ist es eigentlich genau meins. Nach Deiner tollen Rezi tendiere ich jetzt wieder mehr zu "haben wollen" :)). Muss man eigentlich das Vorgängerbuch gelesen haben?
    LG Isabel

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  2. geht mir genauso... da hilft es wohl nur, sich ein eigenes bild zu machen ;)

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  3. man sollte es lesen. habe es schon bestellt :)
    alles liebe
    maren anita
    <3


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  4. Hab grad erst eine Rezi zum ersten Teil auf meinem Blogg stehen und bin schon gespannt auf den zweiten...da dachte ich, ich schau mal bei dir was du so schreibst darüber ;-)

    Schönen Blogg hast du...

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  5. Danke ihr Lieben für eure Kommentare! Ich freue mich immer sehr darüber.

    @bellexr: Man muss den ersten Teil nicht gelesen haben. Ich konnte dem Ganzen auch so folgen ;)

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