Dienstag, 29. November 2011

Emily the Strange - Finstere Zeiten


Mom war gerade da, um mir zu sagen, dass ich vielleicht ins Jahr 1790 zurückgehen und die Welt verändern kann, aber trotzdem meine Hausaufgaben fertig machen muss, wenn ich das laufende Schuljahr angerechnet bekommen möchte.“

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Wie die meisten Schüler hat auch Emily manchmal keine Lust auf Schule und schon gar nicht auf die zu erledigenden Hausaufgaben. Der Unterricht ist trocken und langweilig, die Hausaufgaben nerven. Viel schöner wäre es doch, wenn man interessante, spannende Dinge einfach zu Hause lernen könnte. Oder besser noch hautnah: Live!

Bei Emily ist alles anders und darum hat das erfinderische Mädchen auch kein Problem, diese Idee in die Tat umzusetzen. Mit Hilfe der Auszeitmaschine begibt sie sich zusammen mit ihren vier Katzen auf eine spannende Reise in die eigene Vergangenheit, zurück ins Jahr 1790. Dort möchte sie herausfinden, was wirklich dran ist an den Geschichten, die Emily von ihrer Mutter so oft hört. Neben geheimnisvollen Wesen, dunklen Elixieren und vorgetäuschten Todesszenen trifft sie in der Vergangenheit auf so manche Familienmitglieder und erlebt mit ihnen einzigartige Abenteuer. Aber auch mit den Kuriositäten des Alltags muss sie sich nun herumplagen, wie etwa den furchtbaren Modeerscheinungen der damaligen Zeit. Für den Leser ist es interessant, mit der Protagonistin die Reise in vergangene Zeiten anzutreten und gemeinsam mit ihr so manche wissenswerte Details herauszufinden. Man erfährt beispielsweise warum es besser ist, im Jahr 1790 nicht krank zu werden oder warum man bei Zeitreisen immer ein Betäubungsblasrohr dabei haben sollte. Nach vielen Turbulenzen und Zwischenfällen ist der Höhepunkt der Zeitreise die Hochzeitsfeier ihres eigenen Großvaters.

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Finstere Zeiten, so lautet der Titel dieses neuen Abenteuers der Emily Strange. In einer Art Tagebuch werden die Erlebnisse dem Leser präsentiert. Die Autorin Jessica Gruner verbindet Fließtext, Dialogformen und einzelne Memo-Stücke in geschickter Weise zu einem überzeugenden Gesamtbild. Somit ist ein fantasievolles Abenteuer entstanden, das sicherlich nicht nur die Strange-Fans überzeugen wird. Zusammen mit Rob Regners kunstvollen Zeichnungen wird der Leser bzw. Betrachter regelrecht in die Handlung hineingezogen. Durch den Kontext der Vergangenheit ergibt sich ein außerdem ein didaktischer Gewinn für den einzelnen Leser. Viele interessante Zusammenhänge dieser Zeiten werden anhand der Hauptfigur erfahrbar. Zudem lohnt es sich, auch Besonderheiten im Emily-the Strange-Kosmos zu entdecken. Emily ist eine sympathische Figur, mit der wir hoffentlich noch viele solcher Abenteuer erleben dürfen.

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Fazit: Ein Titel, der durch seine außergewöhnliche Heldin in Kombination mit fantasievollen Zeichnungen überzeugt, deren Betrachtung großen Spaß macht. Somit ein perfektes Geschenk.

5 Sterne!

Samstag, 26. November 2011

Traumsplitter - Tanja Heitmann


Wenn man den Traum von jemandem kannte, kannte man auch ihn ...meist besser, als er sich selbst.“

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Ellas Eltern sind vor einigen Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert. Sie selbst hat die Zeit dort sehr genossen, sehnt sich allerdings zurück in ihre Heimat , das Hafenstädtchen Sandfern. Aus diesem Grund fasst Ella nun mit 20 Jahren einen mutigen Entschluss: sie möchte alleine nach Deutschland zurückkehren, um sich dort ein eigenes Leben aufzubauen. Voll schillernder Erinnerungen an die unbeschwerten Tage ihrer Kindheit trifft die Protagonistin am Beginn der Geschichte in Sandfern ein. In der prächtigen Jugendstilvilla ihrer Tante möchte sie künftig leben und als selbständige Fotografin ihren Lebensunterhalt verdienen. Doch schon sehr bald stellt sich heraus, dass sich diese Träume der jungen Frau nur sehr schwer verwirklichen lassen. Denn die einst glanzvolle Villa ist in einem erbärmlichen Zustand und muss erst komplett renoviert werden. Ebenfalls stellt es sich als Problem heraus, gute Aufträge als Fotografin zu erhalten. Bald schon merkt Ella, dass sich sowohl Sandfern als auch die dort ansässigen Personen stark verändert haben. Nichts ist mehr so, wie es damals war. Und die Dinge, die die junge Frau in vergangenen Tagen so sehr liebte, sind nicht mehr existent. Selbst ihr Neffe Konstantin hat sich durch die anfangende Pubertät derart extrem verändert, dass sie Kimi, wie er nun genannt werden möchte, kaum mehr wiedererkennt. Trotz all dem hält Ella an ihrem Entschluss fest und macht sich an die Arbeit.

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Ob es ein Zufall ist, dass Ella seit ihrer Ankunft in Deutschland jede Nacht die merkwürdigsten Träume erlebt? Denn in ihrer eigenen nächtlichen Realität verwandelt sich die Villa vor ihren Augen in das prächtige Bauchwerk von früher mitsamt einer wundervollen Gartenanlage. Die Träume verstärken sich und werden zunehmend mysteriöser, als plötzlich Gabriel auftaucht. Der junge, gutaussehende Mann hat einen gewissen Zauber inne und wirkt auf Ella von Anfang an faszinierend und anziehend. Es raubt Ella fast den Atem, als er plötzlich in ihren Träumen auftaucht... Hinter diesem Mann stecken dunkle Geheimnisse. Das wird ihr spätestens dann klar, als Elemente ihrer Träume plötzlich vor ihren Augen Wirklichkeit werden. Dennoch versucht Ella, diese Rätsel zu entschlüsseln und Gabriel näher zu kommen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine einzigartige Beziehung, die vielen Gefahren überwinden muss.

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Tanja Heitmann ist eine außergewöhnliche Geschichte gelungen. Sie zeichnet ihre Charaktere mit viel Charme und Herzblut, sodass sich die Leser sofort mit ihnen identifizieren können. Neben der grauen Realität eröffnet sich bald schon die schillernde, bunte Welt der Träume mitsamt aller Gefahren und Abenteuer. Traum, Liebe, Emotionen und Spannung fügen sich zu einem überzeugenden Gesamtbild. Der mitreißende und fesselnde Text vermag es, vor dem geistigen Auge des Lesers Wirklichkeit zu werden und ihn mitzunehmen in die fantasievolle Welt rund um Ellas Träume in der romantischen Jugendstilvilla.

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Fazit: Eine emotionsgeladene, fantasievolle Geschichte um die rätselhafte Macht der Träume und die Kraft der Liebe.

4 Sterne!



Weitere Infos zur sympathischen Autorin: http://www.tanja-heitmann.de/

Dienstag, 22. November 2011

Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft - Marco Löw



„Keines Menschen Gedächtnis ist so gut, dass er ständig erfolgreich lügen könnte.“ (Abraham Lincoln).

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Lügen und Täuschungsversuche sind dennoch ein Teil unserer privaten und vor allem auch beruflichen Realität. Besonders im Bereich der Wirtschaft werden Menschen immer wieder hintergangen, was zu folgenschweren Konsequenzen führen und im schlimmsten Fall das wirtschaftliche Aus bedeuten kann. Eine Verbesserung der Situation ist nur durch ein gezieltes Aufdecken dieser Täuschungen möglich. Wie dies gelingen kann, verrät Marco Löws Werk „Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft“ - Band 1, in dem die Grundlagen vorgestellt werden.
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Der Autor selbst war vor der Gründung seiner Firma Löw & Partner, deren Arbeit als Präventionsangebot für Unternehmen ausgerichtet ist, u.a. als kriminalpolizeilicher Betrugsermittler und Ausbildungsleiter im Bereich der Vernehmungslehre tätig. Seine vielfältigen Erfahrungen möchte er den Lesern dieses Buches mithilfe des forensischen Präventionsmanagement nutzbar machen. Dolose Handlungen, die mittlerweile für viele Firmen ein ernstzunehmendes Problem geworden sind, gilt es aufzuklären und bestenfalls zu verhindern. Fundierte Strategien zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Gesprächspartnern, die in diesem Band vorgestellt werden, können dies leisten.
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Der Text arbeitet in erster Linie mit Erkenntnissen aus dem Bereich der Forensik. Ziel ist die Klärung und Analyse von Sachverhalten sowie deren beweiserhebliche Dokumentation. Darüber hinaus wird ein solides Grundwissen im Hinblick auf Befragungsstrategien und Techniken der Gesprächsführung vermittelt. Leser erhalten zudem umfassende Hinweise zur Problematik der Wahrnehmung, Glaubwürdigkeit und Manipulation. Die Bedeutung verbaler und nonverbaler Anteile im Kommunikationsprozess wird ebenfalls in den Blick genommen. Schließlich wusste schon Watzlawick, dass nicht nicht kommuniziert werden kann. Dargestellt werden außerdem die Methoden des Kreuzverhörs oder der taktischen Zeugenbefragung, gängige Manipulationstechniken sowie Hinweise auf Warnindiktoren, zu denen u.a. Deteilarmut, Interaktionsarmut und Teilwiderlegungen zählen. Techniken einer gelungenen Gesprächsführung werden Schritt für Schritt erklärt und nachvollziehbar gemacht.
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Dem Autor ist es in besonderer Weise gelungen, komplexe Methoden auf einfache, verständliche Art zu vermitteln. Er gibt viele hilfreiche Impulse, die auch im Alltag sinnvoll genutzt werden können, wie etwa die Kenntnis der sechs Verhaltenstypen Dominator, Devote, Herausforderer, Kritiker, Introvertiert/Kühl, Kumpeltyp, oder aber die Erläuterungen zu möglichen Fragearten, z.b. Verhaltensprovokationsfragen. Sprichworte, Zitate und Illustrationen lockern den Text als Ganzes auf und geben zusätzlich interessante Impulse. Die bewusst gewählte große Schrift in Verbindung mit einer geordneten Gliederung machen den Text angenehm lesbar. Erwähnenswert sind außerdem die Auszüge aus dem StGB und Hinweise zu Weiterbildungsmöglichkeiten im Anhang des Buches.
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Fazit: Lieber vorher schlau ... als nachher! Die Lektüre setzt genau dieses Ziel für ihre Leser in die Tat um. Ein gewinnbringendes, lohnenswertes Buch!

5 Sterne!

Weitere Informationen: www.loew-partner.de

5 Tage Liebe - Adriana Popescu


Mein Name ist Jonas Fuchs. Ich bin 29 Jahre alt. Und dies ist meine ganz persönliche Liebesgeschichte. Vielleicht ist sie nicht ganz so pompös wie die mancher großer Schriftsteller vergangener Epochen, aber dafür ist sie ehrlich. Sie ist schmutzig, süß, bitter und echt.“

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Mit diesen Worten präsentiert Jonas die Besonderheit seiner Geschichte bereits im Prolog des Textes. Es ist die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe, die, wie viele andere Beziehungen, die beiden Partner vor eine Vielzahl von Problemen stellt. In diesem Fall sind es allerdings Probleme, mit denen man normalerweise eher selten konfrontiert wird. Denn Jonas' Auserwählte Maya ist nicht nur Stripperin, sondern auch Prostituierte, die er auf der Junggesellenparty seines besten Freundes kennen lernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Maya übt nicht nur einen besonderen Job aus, sondern ist so ziemlich das Gegenteil zu dem eher ruhigeren, introvertierten Jonas. Sie ist laut, schrill und mutig. Trotz all der Unterschiede kommen sich die beiden immer näher und entgegen Mayas Bedenken wünscht sich Jonas nichts sehnlicher als eine Beziehung zu dieser Frau. Sie vertritt allerdings die Meinung, dass alle ihre Beziehungen maximal 5 Tage dauern, nicht länger. Es ist nun die Pflicht von Jonas, ihre Meinung zu revidieren. Die Frage ist allerdings, ob ihm dieser Versuch gelingen und er mit Maya glücklich werden wird.

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Adriana Popescu greift die Pretty-Woman-Story wieder auf und überträgt sie in die heutige Zeit. Schonungslos berichtet die junge Autorin dabei von allen Hindernissen, denen sich eine junge Liebe in einer solchen Situation stellen muss. Es ist interessant zu sehen, wie der Protagonist diese Schwierigkeiten aus seiner Sicht schildert und wie er als Mann damit umgeht, seine Partnerin mit anderen teilen zu müssen. Als Leser wird man durch die Lektüre zusätzlich angeregt, über den eigentlichen Wert von Liebe im Gegensatz zu reiner Sexualität nachzudenken. Wie weit geht man für die große Liebe? Und ab wann gerät eine Anpassung an ihre Grenzen? Das Buch vermittelt in dieser Hinsicht weit mehr über die bloße Handlung hinaus.

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Fazit: Eine interessante Geschichte, vor allem für Liebhaber der Pretty-Woman- Thematik. Interessant, spannend, dramatisch!

4 Sterne!

Weitere Informationen zum Titel: http://www.5-tage-liebe.de/

Montag, 21. November 2011

Kartoffeln al dente - Angelo Colagrossi




„„Helau, Helau“, schreit die Menge auf der Straße, und nicht „Helle Sau, helle Sau“, wie ich bisher gedacht habe.“
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Für den jungen Italiener Andrea bedeutet seine Familie alles. Darum ist es selbstverständlich, dass er den Wunsch seiner aus Deutschland stammenden Oma Margarete respektiert und nach Krefeld fährt, ihrem Heimatort. Sie war es auch, die ihren Enkel für die Koch-Talentshow DSD5SK angemeldet hat. Andrea soll neue Erfahrungen sammeln, zum Superkoch gekürt werden und ganz nebenbei in einem Sprachkurs seine Deutschkenntnisse auffrischen. Kein Problem! Frohen Mutes tritt er also seine Reise an, voller Vorfreude auf die unbekannte Umgebung. Doch in Deutschland erwarten ihn so einige Überraschungen, mit denen er nicht im Geringsten rechnen konnte. Angefangen von der Tatsache, dass hier allen Ernstes ein 5 Sterne Koch gesucht wird, obwohl im Bereich des Kochens doch eigentlich nur 3 Sterne erreicht werden können – über die merkwürdigen Vorlieben seiner Deutsch als Fremdsprache-Lehrerin – bis hin zu den Problemen, die sein Name mit sich bringt, sodass er kurzum zu Andreas umbenannt wird. Leider kommt er zu allem Übel an einem 11. November inmitten einer bunten, scheinbar verrückt gewordenen lauten Menschenmasse an, die ihn in merkwürdiger Kleidung schnell an den Rand des Erträglichen bringt. Ob er es unter diesen Umständen länger in Krefeld aushält, ist fraglich.

Angelo Colagrossi schildert auf humorvolle Weise die Eindrücke, die ein Italiener von Deutschland haben kann, indem er vor allem die extremen Positionen der typisch deutschen Lebensweise mit der italienischen in Verbindung bringt. Dabei kommt es fast unaufhörlich zu einer Vielzahl heiterer Kollisionen der jeweiligen Eigenheiten. Als deutscher Leser wird man zudem auf heitere Weise darauf hingewiesen, wie befremdlich wir auf Außenstehende wirken können. Durch die italienischen Sätze, Ausdrücke oder die Vokabellisten, die an so mancher Stelle in den Text eingefügt sind, um etwa die Gedanken des Italieners Andrea in seiner Muttersprache originalgetreu wiedergeben, wird dieser Sprache einen besonderen Reiz verliehen. Die Lektüre dieses Buches kann als eine gelungene Motivation gesehen werden, diese Sprache selbst zu lernen. Einblicke in die italienische Kockkunst wecken ebenfalls die Lust,sich mit den jeweiligen kulinarischen Künsten genauer zu befassen. Eine Sammlung einzelner Rezepte am Ende des Buches macht dies möglich.




Fazit: Kochen, Fremdsprachenkurse und kulturell-nationale Eigenheiten werden hier in einer Weise mit Humor, Ironie und Sarkasmus vom Feinsten verbunden, dass der Leser ein Lachen beim besten Willen nicht mehr unterdrücken kann. Ein Buch, das Spaß macht!!!


5 Sterne!

Samstag, 19. November 2011

Die Kunst engagierter Gelassenheit - Lukas Niederberger


Bei den meisten Menschen ist Ruhe nichts als Erstarrung und die Bewegung nichts als Raserei. (Epikur)“.

An diesem Zitat wird schon ersichtlich, dass das Ziel die goldene Mitte sein muss, eben der Zustand zwischen Erstarrung und Raserei. Der Begriff der engagierten Gelassenheit strebt genau diese innere Haltung an und steht bezeichnenderweise für die Kunst, einer gewissen Sache vollste Aufmerksamkeit zu schenken und dennoch nicht dem zerstörerischen, krank machenden Stress zu verfallen. Es geht darum wie man brennt, ohne auszubrennen.

Der Philosoph und Theologe Lukas Niederberger hat mit dem Titel „Die Kunst engagierter Gelassenheit“ ein Buch geschaffen, das seinen Lesern umfassende Ratschläge gibt, wie genau dies gelingen kann.

Wichtig scheint ihm zu sein, Gelassenheit nicht einfach vorschreiben zu wollen, sondern vielmehr im Hinblick auf die jeweilige individuelle Persönlichkeit anzuwenden. Jeder Einzelne ist angesprochen in der konkreten ihn umgebenen Situation. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Schicksal des Sisyphus, der in seiner ausweglosen Situation ein neues Ziel findet, nämlich das auf dem Weg zu sein und somit den Zustand der heiteren Gelassenheit erreicht. Doch genau das im Einzelfall anzuwenden, ist sicherlich nicht immer leicht.

Daher wird in dem ersten Teil des Textes der Begriff der Gelassenheit näher betrachtet. Ein facettenreicher Ausdruck, der für verschiedene Dimensionen steht, wie bei den alten Griechen etwa für Besonnenheit, Seelenruhe, Gleichmut oder Leidenschaftslosigkeit. Auch im Lateinischen kann das Wort unterschiedlich interpretiert werden. Die Betrachtung der verschiedenen Sprachdimensionen kombiniert mit der geschichtlichen Entwicklung ist hochinteressant und aufschlussreich. Am Ende eines jeden Kapitels richten sich einzelne Fragen an den Leser, die ihn zu einer weiterführenden Reflektion anregen sollen. Die Fragestellungen zu diesem Abschnitt lauten beispielsweise:

Wie definiere ich Gelassenheit?“

Wann, wo und wie erlebe ich Gelassenheit im Alltag – in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz, mit Freunden, in der Freizeit oder auf dem persönlichen spirituellen Weg?“

Ebenfalls finden sich in jedem Kapitel eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen zu dem jeweiligen Thema von Menschen, die gezielt dazu befragt wurden. Hier erweitert sich die eigene Sichtweise, man kann vielem zustimmen oder andere Positionen für sich selbst ausschließen.

In einem nächsten Schritt werden die Gelassenheitshemmer thematisiert, zu denen etwa Aussehen, eigene und fremde Erwartungen, Vergleiche mit anderen, Beziehungskonflikte, Ängste oder ein mangelndes Selbstwertgefühl zählen. Auch hier ist es interessant, fremde Sichtweisen kennenzulernen. Zusätzlich werden Erkenntnisse der sogenannten Worrying-Forschung angesprochen sowie Strategien, zum Loslassen der Hemmnisse. Mögliche Strategien wären Weinen, Klagen, Trauern, Pausen, Filme, Literatur, Gespräche, Gebet, Bewegung in der Natur uvm. Auch ein Blick auf das besondere Nutzen dieser Methoden ist empfehlenswert.

Wie eine engagiert gelassene Lebensweise glücken kann, verdeutlichen etwa auch die Regeln von Papst Johannes XXIII. oder auf humorvolle Weise die 11 Artikel des Kölner Grundgesetzes und deren Übersetzung ins Hochdeutsche. Das Zusammenspiel von Fließtext, Zitaten, Befragungsergebnissen von Einzelpersonen, Reflektionsfragen und Beispielen macht das Lesen zu einer gewinnbringenden Erfahrung und Erweiterung des eigenen Horizonts auf angenehme Weise.

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Fazit: Ein wichtiges, ein wertvolles Buch und Wegbegleiter zu neuer Gelassenheit und somit neuer Lebensqualität. Ich würde es jederzeit wieder lesen und meinen Liebsten schenken.

5 Sterne!


Montag, 14. November 2011

Leseblüten - Zwischen Zeilen 2011


Zeit zu gehen.

An einem lauen Abend im Frühsommer stelltest Du mir die Frage, was eigentlich aus unserer Beziehung geworden sei. Und ob wir nicht endlich mal heiraten sollten.“

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Trauer, Wut, Angst, Verzweiflung, Einsamkeit, Hoffnung, Freude, Dankbarkeit, Glück, Liebe ...

nichts ist spannender und facettenreicher als menschliche Emotionen. Doch wodurch sind sie entstanden? Was hat einen Menschen dazu veranlasst, in einer bestimmten Situation genauso zu empfinden? Was bedeuten Gefühle für das eigene Leben? Für das aktuelle Dasein, im Rückblick auf die Vergangenheit, aber auch im Hinblick auf die Zukunft?

Emotionen bewegen, begeistern, faszinieren. An den unterschiedlichen Dimensionen der Gefühle in Verbindung mit den unterschiedlichsten Lebenswegen einzelner Menschen lässt diese Anthologie ihre Leser teilhaben.

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Entstanden ist eine Sammlung von Briefen und Briefgeschichten, die tiefe Einblicke in das Seelenleben ihrer Protagonisten offenbart und an Sehnsüchten, Leidenschaften aber auch Kummer und Sorgen der einzelnen Figuren partizipieren lässt. Der Brief einer Mutter beispielsweise, die sich vom Leben und von ihrer Tochter verabschiedet, da sie wegen ihrer unheilbaren Krankheit sterben muss und ihrem Kind künftig nicht mehr zur Seite stehen kann. Abschiedsbriefe, die den unbeschreiblichen Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen in Worte zu fassen versuchen. Briefe, die rückblickend ein ganzes Leben in all seinen Höhen und Tiefen erzählen und etwa vor dem bevorstehenden Gedächtnisverlust durch eine Alzheimererkrankung vor allem die positiven Seiten des Lebens in Erinnerung rufen wollen. Briefe an die große Liebe gewidmet. Briefe von Kindern, Briefe an Kinder und ganz persönliche Tagebucheinträge machen genau das spürbar, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Den 35 Autoren aus Deutschland, Italien und der Schweiz ist es wunderbar gelungen, mit „Zwischen Zeilen 2011“ eine Anthologie entstehen zu lassen, die wie keine andere die Gefühle der Leser anspricht und es vermag, jeden einzelnen in seinem Herzen zu bewegen. Es darf mitgeweint, mitgelacht und mitgefiebert werden.

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Fazit: Den Leser erwartet die geballte Ladung Gefühl! Der perfekte Text, gerade für kalte Wintertage. Eingekuschelt vor dem Kamin mit den Figuren träumen und ganz persönliche und emotionale Beiträge eindecken. Ein Buch, dessen Texte man durch und durch genießt.


5 Sterne!

Weitere Informationen zum Titel: www.piepmatz-verlag.de

Sonntag, 13. November 2011

Food Crash - Felix zu Löwenstein


Ich finde es wichtig, zu verstehen, welche Ursachen hierfür verantwortlich sind, dass jeder sechste Einwohner unseres Planeten Hunger leidet, dass er heute Abend mit den Schmerzen eines leeren Magens schlafen geht. [...] Wir müssen das nicht hinnehmen! Es gibt Lösungen. Wir können und müssen zuvor aber ein paar Bedingungen schaffen, damit Lösungen möglich werden. Wie das geht – und wie es nicht geht -, davon handelt dieses Buch: davon, wie wir einen Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems verhindern können.“

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Die Ernährung der Weltbevölkerung zählt seit jeher zu einem der größten Probleme, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Damit reiht sich die Thematik ein in eine ganze Verkettung von Schwierigkeiten, wie etwa Umwelt, Gentechnik oder Sicherheitspolitik, aus der sich ein gewaltiger Teufelskreis ergeben kann. Gerade im Hinblick auf die Ernährungsdebatte fällt auf, dass der Umgang mit Nahrungsmitteln vor allem in westlichen Industrienationen extrem pervertiert ist. Allein die Existenz unzähliger „All-You-Can-Eat“- Veranstaltungen oder Essenswettkämpfen ist der beste Beweis hierfür. Oder aber auch die Tatsache, dass Großkonzerne Überschüsse einfach wegwerfen. Einerseits wird der Wert von Nahrungsmitteln nicht mehr erkannt während andererseits hungernde Menschen um ihr Überleben bangen. Eine gerechte Verteilung scheint geradezu ein Ding der Unmöglichkeit geworden zu sein.

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Der Autor des Textes, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, führt seinen Lesern die aktuellen Missstände vor Augen und macht somit klar, dass es endlich Zeit ist zu handeln. Vor einer solchen Entwicklung, die ausschließlich ins Negative zu wachsen scheint, kann kaum jemand die Augen verschließen.

Und doch erfordert es Mut, sich der bitteren Wahrheit zu stellen. Korrupte Regierungen wie beispielsweise in Ruanda oder im Kongo, haben es sich dem Anschein nach zur Aufgabe erklärt, dass bekannte Matthäus-Prinzip umzukehren. Denn dort heißt es: „Wer nichts hat, dem wird genommen.“ und die Lage der Ärmsten der Armen verschlechtert sich zusehends. Reichere Nationen pflegen es, Ackerflächen in anderen Ländern zu erwerben, deren Ertrag exportiert wird und nicht der dort ansässigen Bevölkerung dient. Eine weitere erschreckende Bilanz: Jedes Jahr gehen durch Degradationsprozesse fruchtbare Böden im Umfang von zehn Millionen Hektar verloren. Statistiken, graphische Darstellungen und Tabellen, z.b. zum Getreideverbrauch, verdeutlichen die geschilderten Prozesse des Autors. Es besteht dringender Änderungsbedarf dieser Situation. Daher präsentiert dieses Werk nicht nur die unglückliche Lage, sondern vielmehr auch Lösungsvorschläge, zu denen der Kauf von Biolebensmitteln gehört, eine regionale oder saisonale Selektion, der hohe Wert von Selbsterzeugnissen oder etwa der Vorschlag, weniger Fleisch zu essen. Ausführliche Erläuterungen versuchen den Sinn dahinter verständlich zu machen.

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Fazit: Ein hochinteressanter Text, der bisher ungeahnte Kreisläufe ersichtlich macht und für die Problematik der Ernährungssituation sensibilisiert.

(Vielleicht auch ein Anstoß, um über die Massenproduktion von Lebensmitteln und den damit einhergehenden Anstieg von Lebensmittelunverträglichkeiten nachzudenken.)

5 Sterne!


Samstag, 12. November 2011

Achtung: GEWINNSPIEL !


He is called Horny and comes directly to you from down under.“

Für alle, die über dieses Zitat ebenso herzlich lachen wollen, wie ich es bei der Lektüre getan habe, gibt es jetzt die Chance: Verlost werden 2 Exemplare des „HimbeerToni“!

Aber nicht irgendwelche. Sondern von Joachim Seidel höchstpersönlich signierte, inklusive Grußbotschaft.

Alles was ihr dafür tun müsst:

Hinterlasst mir passend zur Jahreszeit einen besinnlichen, poetischen, spannenden oder humorvollen Kommentar, der die Worte „Weihnachten“ und „Himbeer(Toni)“ enthält. Es darf gerne auch ein Gedicht sein oder aber auch ein kurzer knackiger Satz.


Los geht’s! - Fröhliches Posten!

Mitmachen könnt ihr hier oder bei Facebook (und zwar Jedermann, ob Leser oder nicht).


Einsendeschluss ist der 11. Dezember 2011.

Die beiden Gewinner werden am 12. Dezember bekannt gegeben und um ihre Adressen gebeten.


Ein großes Dankeschön für das Sponsoring gilt Joachim Seidel!!!

Freitag, 11. November 2011

Du kannst es - Andreas Ahnfeldt

Der Einzige, der Sie verändern kann, sind Sie selbst. Das Werkzeug dazu ist Hypnose.“

Die menschliche Psyche, nichts ist rätselhafter. Gerade die Dinge, die unserem Bewusstsein verschlossen bleiben und in den Tiefen des Unbewussten schlummern, üben seit jeher eine enorme Faszination aus. Dabei handelt es sich nicht nur um verdrängte, schmerzliche Inhalte, sondern vielmehr um positive Energien, die es nur zu wecken gilt. Hypnose ist ein Mittel, diese innere Kraft frei zusetzen. Als ein Heilverfahren wird sie genutzt, um Hemmungen und innere Barrieren zu durchbrechen, um Schlaf-und Essstörungen zu beseitigen, schlechte Gewohnheiten abzulegen, Schmerzen auszuschalten oder einfach nur, um das Immunsystem zu stärken.

Andreas Ahnfeldt alias Aaron, erfolgreicher Show-Hypnotiseur, der u.a. als Psychologischer Berater tätig ist, bietet seinen Lesern eine umfassende Einführung in die Welt der Hypnose. Als erstes räumt er mit gängigen Vorurteilen auf, wie etwa der Glaube, Hypnose versetze in einen Zustand, der mit dem Schlaf vergleichbar ist. Zwar stammt der Begriff aus dem Griechischen und erinnert an Hypnos, den Gott des Schlafes, doch der Ausdruck steht im Gegensatz zum Schlaf für ein Bewusstseinsstadium der gesteigerten Aufmerksamkeit. Denn nur so können letztlich verborgene mentale Kräfte freigesetzt und positiv genutzt werden.

Der Text gliedert sich in drei Abschnitte. In einem ersten Schritt geht es um den Begriff und einen interessanten geschichtlichen Rückblick. Im Folgenden wird der Blick des Lesers auf die eigenen Fähigkeiten gelenkt. Dieser Teil des Buches erinnert sehr an die Beratung nach dem lösungs-/ ressourcenorientierten Ansatz. Demnach entsteht ein Problem aus einer Diskrepanz zwischen aktuellen Ist- und gewünschtem Soll-Zustand, die es zu überwinden gilt. Dies lässt sich durch Fragetechniken lenken sowie durch die im Buch beschriebene Hypnose- und Selbsthypnosetechniken. Denn jedes Problem enthält bereits eine Lösung bzw. auf den Menschen übertragen: Jedem Menschen stehen natürliche Ressourcen zur Problemlösung zur Verfügung. Die Kunst ist es, diese zu entdecken. Methoden wie die Suggestion arbeiten mit bereits erfolgreich bewältigten Problemen der jeweiligen Person. Die Parallele zwischen Beratung und Hypnose war hier für mich besonders interessant. Der dritte Teil des Buches stellt schließlich konkrete Übungen vor, die dabei helfen, sich selbst in einen hypnotischen Zustand zu versetzen und von dieser ganz neuen Art der Bewusstseinserfahrung zu profitieren. Ein Beispiel wäre etwa die Visualisierungsübung im Umgang mit Kopfschmerzen.

Auf leichte, verständliche und unterhaltsame Weise versteht es Andreas Ahnfeldt, seine Begeisterung für die Hypnose spürbar zu machen. Das Buch ist eine empfehlenswerte Einführung in die Thematik, die Lust macht auf mehr und zusätzlich neue Erkenntnisse über die eigene Psyche liefert. Sehr empfehlenswert!

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5 Sterne!

Ausgetickt - Lothar Seiwert


"Selbstbewusstsein folgt aus der Gewissheit, der richtige Mensch am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein."
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In einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft genügt es längst nicht mehr, über Techniken des effektiven Zeitmanagements zu verfügen. Neue Techniken wie etwa das zu beeindruckender Beliebtheit gewordene iPhone machen die ständige Erreichbarkeit möglich. Hilfsmittel, die eigentlich zu einer Optimierung der eigenen Lebensweise führen und eine Planung ebendieser erleichtern sollten, sind nicht selten der Grund allen Übels. Wir fühlen uns überfordert, unter Druck gesetzt und nicht zuletzt auch Burn-Out gefährdet. Trotz verschiedener Zeitmanagement-Methoden verbessert sich die Lage dennoch nicht. Für Viele ist es höchste Zeit, ihren einengenden Lifestyle zu ändern. Es ist buchstäblich fünf vor zwölf, wie auf dem Cover bereits angedeutet.
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Doch was lässt sich tun, um nicht Opfer der gefühlt immer schneller dahin rinnenden Zeit zu werden? Wie lässt sich dem Alltagsstress, Beziehungsstress, beruflich bedingten Stress und dem Stress, der durch unsere eigenen Erwartungen entsteht, entgegenwirken?
Prof. Dr. Lothar Seiwert sieht die Lösung des Problems ganz klar in einer Verbesserung des eigenen Umgangs mit sich selbst. Entscheidender Faktor sind nicht die äußeren Einflüsse, die auf uns einströmen. Vielmehr ist es unsere innere Haltung, die uns entweder dem Stress verfallen lässt oder uns vor eben diesem bewahrt. Wir müssen also neu lernen, nicht nur die Zeit, sondern auch unser Leben in den Griff zu bekommen. Wie wichtig es ist, eigene Prioritäten zu setzen und die Fremdbestimmung hinter sich zu lassen, wird durch die Lektüre dieses Buches ersichtlich.
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Die vom Autor festgelegte Figur des 'Zeit-Weisen' begleitet die Leser Schritt für Schritt bei dieser Reise zu mehr Selbstbestimmung. Er führt durch die einzelnen Kapitel, die sich in erster Linie auf die zentralen Begriffe Bürde und Würde beziehen. Hochinteressant sind persönliche Erfahrungen des Autors, an denen er seine Leser teilhaben lässt. Präsentiert wird ein facettenreiches Repertoire an Themen, die zum Nachdenken anregen und eine Hilfe sein sollen, nicht nur die Zeit, sondern auch das Leben und den Umgang mit sich selbst bewusst und stressfrei zu gestalten. Als ein gewisses Vorbild spricht Seiwert über das Leben des berühmten Psychiaters Victor Frankl, der trotz den fürchterlichen Schrecken des NS-Regimes in Kombination mit grausamen persönlichen Schicksalsschlägen, den Sinn im Leben nie aufgegeben und sogar andere Menschen vor dem Suizid bewahrt hat. Dieses Buch ist ein hochinteressanter Ratgeber, der auf die Gefahr der Steuerung durch fremde Instanzen aufmerksam macht und Hinweise gibt, wie sich genau das vermeiden lässt.
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Der Text liefert ein leicht einprägsames Fazit: Gegen Stress hilft Sinn!
Überaus lesenswert!

5 Sterne!

Dienstag, 1. November 2011

The Social Netlove - Jenna Strack


Ich starrte ein wenig perplex auf den Bildschirm. Hatte Jamie Baker mir soeben tatsächlich geschrieben, ... “

Liebe. Jeder von uns sehnt sich nach ihr. Doch ist es möglich, sie ausgerechnet im Internet zu finden? Ein Ort, an dem sich tausende, ja sogar Millionen potentieller Traumprinzen tummeln und von denen man noch nicht einmal sagen kann, dass sich hinter dem Glanz ihres Profils auch wirklich der prächtige Prinz verbirgt, der dort beworben wird? Genau das ist Marie passiert.

Die 28-jährige Protagonistin dieser Geschichte führt ein Leben, das sie eher frustriert als glücklich macht. Einst träumte sie davon, als erfolgreiche Modedesignerin Karriere zu machen. Doch nun muss die junge Frau ihre Zeit in einem langweiligen Büro verbringen, sich dort ständig ärgern und untätige Kollegen ertragen, während ihre beste Freundin Isa längst verheiratet ist und allmählich zur Super-Ehefrau mutiert. Einziger Halt in ihrem Leben scheint zur Zeit Kollege Thomas zu sein. Auch in der Liebe läuft alles schief. Ihren ganz persönlichen Mr. Right hat sie noch nicht gefunden. Umso unglaublicher ist es für Marie, als sie allen Ernstes eine Nachricht von niemand geringerem als Jamie Baker bekommt, Mitglied der Band B.Touched. Schon in ihren Teenagerjahren war sie in den gut aussehenden Mädchenschwarm bis über beide Ohren verliebt. Als sie sein Profil bei Facebook entdeckt, beschließt sie kurzum Kontakt zu ihm aufzunehmen. Natürlich ohne die Hoffnung auf eine Antwort. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ein Spruch, der zum weiteren Verlauf der Handlung wunderbar passt. Denn Marie muss sich noch auf so manche Überraschung gefasst machen.

Die junge Nachwuchsautorin präsentiert ihren Lesern eine herzerwärmende Geschichte voller Liebe und Spannung. Besonders interessant ist es, dass man die Mailkontakte zwischen Marie und Jamie mitverfolgen, sich dadurch in die weiblichen Hauptfigur hinein versetzen und ihre Gefühle nachvollziehen kann. Was wird Jamie als nächstes schreiben? Wann kommt seine nächste Mail? Maries Traumprinz ist dabei so sympathisch, dass gerade Leserinnen fast schon neidisch werden. Eine empfehlenswerte Geschichte, die gerade in der bevorstehenden kalten Jahreszeit genossen werden darf.

Fazit: Jenna Stracks romantische Geschichte lässt Märchenträume aus Kindheitstagen Wirklichkeit werden. Ein zauberhafter Text, der Mut macht, den Glauben an den einen individuell perfekten Prinzen nicht aufzugeben.

4 Sterne!

Weitere Infos: www.liebe-ist-niemals-offline.de