Samstag, 30. Juli 2011

Evernight, Hüterin des Zwielichts - Claudia Gray

„Ich war gezwungen gewesen, mich für eine Seite zu entscheiden, und ich hatte das Leben und das Menschsein gewählt – und Lucas ... Ich hatte Lucas, der mich liebte, egal, was auch geschah. Und das war alles, was ich brauchte."

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Die junge Vampirin Bianca lebt für ihre Liebe zu Lucas, einem Menschen und blüht völlig auf in dieser Beziehung. Mit dem eigenen Stamm möchte sie nichts zu tun haben, weswegen sie ihre wahre vampirische Natur verleugnet. Niemals möchte sie einen Menschen verletzten oder ihn gar töten, nur um den eigenen Durst zu stillen. So lange sie dies nicht getan hat, ist sie noch nicht endgültig zum Vampir geworden. Anders als Lucas weiß niemand von Biancas Freunden, wer sie wirklich ist. Falls jemand die Wahrheit herausfinden sollte, schwebt Bianca in höchster Gefahr, denn sie hat sich nicht nur für ein Leben fern ab von allen Vampiren entschieden, sondern ist vielmehr ganz bewusst der gegnerischen Seite beigetreten, den Jägern des Schwarzen Kreuzes. Als Mitglied dieser Organisation genießt sie eine strenge Ausbildung und muss sich verschiedenen Regeln beugen. Dazu zählen beispielsweise feste Rituale oder gar eine Überwachung zu fast jeder Tages-und Nachtzeit. Es wird für sie immer schwieriger, Zeit für Lucas zu finden und unbemerkt an Blutkonserven oder Tiere zu gelangen. Auch ganz alltägliche Dinge wie Tageslicht oder Kirchen machen ihr immer mehr zu schaffen. Obwohl sich Bianca größte Mühe gibt, dringt ihre vampirische Natur immer mehr zum Vorschein, der Drang nach frischem Blut wird stärker. Noch ahnt sie nicht, in welcher Gefahr sie sich wirklich befindet und wie ihre wahre Bestimmung aussieht, die sich mit ihrem 18. Geburtstag offenbaren wird. Es bleibt spannend ...

Wird sie sich ihrem Schicksal stellen? Hat ihre Liebe zu Lucas eine reale Chance auf eine gemeinsame Zukunft?

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Während der Lektüre stellen sich dem Leser viele solcher Fragen. Der Autorin ist es gelungen, einen Spannungsbogen zu schaffen, der die Leser fesselt und es fast schon unmöglich macht, das Buch kurz zur Seite zu legen. Auf eindrucksvolle Weise schildert sie das Leben der jungen Vampirin Bianca aus der Sicht der Protagonistin selbst und liefert somit interessante Einblicke in die fiktive Persönlichkeit und deren Umgebung. Zusätzlich bleibt festzuhalten, dass hier trotz der Fülle an vergleichbarer Literatur dennoch eine unterhaltsame Geschichte entstanden ist, die man durchaus weiter empfehlen kann. Eine Vampir-Saga mit Kultstatus.

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Fazit: Abwechslungsreich und aufregend! Die richtige Mischung aus Romantik, Herzschmerz, Abenteuer und Gefahr. Lesen lohnt sich in jedem Fall.


5 Sterne!


Überraschungspost von Coppenrath

Meine erste Überraschungspost!

Ganz herzlich möchte ich mich beim Coppenrath Verlag bedanken,
der mir heute eine riesige Freude bereitet hat.


Neben diesem wunderschönen Zitat habe ich in meinem Überraschungspäckchen leckere Herz-Pralinen gefunden sowie ein kunstvoll gestaltetes Notizheft.

Es gibt doch nichts Schöneres, als eine liebevolle Überraschung in der Post zu finden!

EIN GROßES DANKESCHÖN!










Freitag, 29. Juli 2011

Ein Kuss ist ein ferner Stern - Alexander Rösler


"Mich interessiert die Frage, was korrekt ist und was nicht. Regeln sind hilfreich. Sie organisieren die Welt. Sie beruhigen mich."
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Strukturen und Regeln verleihen der Welt des jungen August einen Sinn. Alles lässt sich seiner Meinung nach planen, organisieren und präzise berechnen. Für jedes Alltagsproblem gibt es eine Formel, mit deren Hilfe die Lösung ermittelt werden kann. Doch als August eines Tages von Freya am Strand geküsst wird, gerät seine Welt aus den Fugen. Ständig muss er ohne Grund an die zufällige Begegnung mit dem Mädchen denken und entwickelt Gedanken, die er bisher nicht kannte.
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August ist anders als alle anderen Jugendlichen. Als Autist ist er zwar in der Lage, ohne längere Überlegungen den genauen Wochentag des 8. Juni 2016 zu nennen oder umfangreiche Gleichungen innerhalb weniger Sekunden zu lösen, aber sobald er mit seinen Mitmenschen kommunizieren und deren Verhalten angemessen deuten soll, helfen ihm seine Zahlen nicht mehr weiter. Die einfachsten Regeln einer zwischenmenschlichen Beziehung sind ihm fremd. Umso schwieriger wird es, als er nicht nur Freya kennenlernt, sondern auch in dem Germanistikstudenten Rudi einen Freund findet. Gemeinsam schaffen sie es, mit Freya Kontakt herzustellen. Rudi setzt sich zum Ziel, August in Sachen Liebe tatkräftig zu unterstützen. Er bringt ihm bei, seine täglichen Erlebnisse aufzuschreiben. Dadurch entsteht schließlich auch die Dokumentation dieser außergewöhnlichen Erfahrung des Verliebtseins aus der Sicht eines Autisten.
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Dem Autor Alexander Rösler ist es gelungen, einzigartige Einblicke in das sonst so verschlossene, ja geradezu geheimnisvolle Seelenleben eines autistischen Jugendlichen zu geben. Erfahrene Leser werden schnell merken, dass sein medizinisches Wissen im Bereich der Neurologie in dieser Geschichte von enormem Nutzen war. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene erhalten durch die Lektüre Einblicke, die zur Reflektion des eigenen Selbst anleiten und Bereiche thematisieren, die zum Erwachsenwerden dazu gehören, fern ab von den eher typischen Meinungsverschiedenheiten mit den Eltern oder Streitigkeiten mit Gleichaltrigen oder Geschwistern. Der Text ist tagebuchartig gegliedert und daher besonders persönlich und ausdrucksstark.
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Fazit: Eine gelungene Mischung aus witzig-spritzigen Elementen in Kombination mit ehrlich-offenen Einblicken.

4 Sterne!

Auf der Suche nach meinem Partner-Blog




Hallo ihr Lieben,

vor ein paar Tagen habe ich Solange du schläfst erhalten. Das Buch des Coppenrath Verlags ist wunderschön und einzigartig gestaltet. Noch nie zuvor habe ich ein solch kunstvolles Cover gesehen wie dieses feste, florale Kunstwerk, das ein Herz umrandet. In dessen Mitte habe ich allerdings nicht den Titel lesen können, sondern folgendes Zitat aus dem Text:





Wenn einer von Euch den gleichen Text in seinem Herz gefunden hat, bitte melden! :)

Bleep oder wie man Spiritualität mit 3 Whisky-Cola verbindet - Udo Grube


„Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als über die Finsternis zu klagen.“

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Bei der Betrachtung des Titels stellt sich der Leser unweigerlich die Frage, was Whisky-Cola mit Spiritualität zu tun hat. Schließlich handelt es sich dabei auf der einen Seite um den Bereich des Transzendenten und andererseits um recht weltliche Genüsse. Eine Verbindung von Beidem scheint hier fast nicht möglich. Oder etwa doch?

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Der Autor Udo Grube hat sich ganz bewusst für diesen ungewöhnlichen Titel entschieden. So versucht er seinen Lesern darauf aufmerksam machen, dass Spiritualität ganz konkret im Alltag erlebt und erfahren wird und nichts mit fernen Theorien zu tun hat. Er widmet sein Werk all denjenigen, die auf dem Weg sind, sich dem Leben zu nähern, das sie führen wollen. Letztlich sind wir also alle angesprochen und werden dazu eingeladen, zu einem sinnerfüllten leben zu findet.

Inspiriert von dem erfolgreichen Film „What the Bleep Do We Know?“ bietet er seinen Lesern eine Hilfe, sich zu entwickeln und zum eigenen Ich zu finden. Die Lektüre leitet dazu an, Begriffe wie etwa Realität, Geist, Karma, Materie kritisch zu hinterfragen.

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Im Zentrum des Films sowie der Lektüre steht die Erkenntnis, dass es keine universale Wahrheit gibt. Vielmehr ist jeder Einzelne dazu aufgefordert, die je eigene, persönliche Realität sowie individuelle Wahrheiten zu erfahren.

Grube plädiert für die Kraft der Gedanken und möchte seinen Lesern zeigen, wie wichtig es ist, sich so anzunehmen, wie man ist. Es geht vor allem um die Überwindung der Trägheit als erster Schritt zur Erleuchtung und darüber hinaus um die Beachtung eigener Vorlieben, die Freude und Spaß versprechen. Jeder Einzelne soll nichts Abstraktes lernen, sondern zu sich selbst finden, seine Ziele verfolgen und Entscheidungen treffen, die ihn weiterbringen.

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Zusammen mit dem Bild eines Whisky-Cola Glases werden dem Leser die einzelnen Kapitel präsentiert. Der Text ist ansprechend gegliedert und leicht verständlich, Sinnzusammenhänge können gut nachvollzogen werden und es macht Spaß, sich auf diese Weise mit Spiritualität auseinander zusetzen.

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Fazit: Spiritualität ganz einfach entdecken, es lohnt sich!

5 Sterne!

Das Ayurveda-Glücksbuch - Balvinder Sidhu


'Eines der wichtigsten ayurvedischen Prinzipien lautet: Alles, was Sie für Gesundheit, Glück und Erfolg brauchen, ist bereits vorhanden.'
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Die Autorin Balvinder Sidhu beschenkt ihre Leser mit dem Ayurveda Glücksbuch mit einem wahren Schatz der Ratgeberliteratur. Schon die farbenfrohe Gestaltung des Covers, die sich durch das gesamte Buch hindurch zieht, macht das Lesen zu einem Genuss. Farbige Illustrationen, Fragebögen und farblich hervorgehobene Sätze Schritt für Schritt erfährt der Leser, wie er auf seine Herzenswünsche achten und diese konkret umsetzen kann, um ein dauerhaft glückliches und sinnerfülltes Leben zu führen. Der Autorin ist es gelungen, zur aktiven Gestaltung des individuellen Lebenswegs zu motivieren.
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In einem ersten Schritt geht es darum, seine eigenen Talente und Stärken zu erkennen. Dadurch kann das Potential, welches in jedem von uns steckt, optimal genutzt werden. Wichtig ist außerdem, sich von äußeren Einflüssen zu lösen, um fernab von Fremdbestimmung und Manipulation das eigene Leben selbst zu gestalten. Wie dies gelingen kann, wird im Buch beispielhaft erläutert. Als nächstes sollen Ängste und Zweifel überwunden werden, z.B. durch das Erstellen einer Liste bisheriger Erfolge, bezogen sowohl auf die private als auch auf die beruflicher Ebene. Um dauerhaft Willen und Energie zu mobilisieren, ist es nützlich, konkrete Ziele zu visualisieren. Auch hierfür finden sich im Buch spezielle Tabellen und Fragebögen, die sich schnell ausfüllen lassen und eine sinnvolle Hilfe auf dem Weg der Umsetzung persönlicher Vorhaben sein können. Besonders interessant ist außerdem die Bestimmung der Lebensenergie-Typen mit Hilfe eines Fragebogens, der den vorherrschenden Dosha-Typ ermittelt. Anschließend werden gezielt Gesundheits- und Ernährungstipps gegeben, die auf den jeweiligen Typ zugeschnitten sind. Dazu zählen ebenfalls ausgewählte Rezepte, den jeweiligen Stoffwechselsystemen angepasst sind.
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Fazit:
Anders als viele Bücher dieses Genres verzichtet der Text auf fromme Wünsche und Belehrungen. Vielmehr stehen hier umsetzbare, sinnvolle und gewinnbringende Ratschläge und Handlungsanweisungen im Mittelpunkt, die sich sehr gut in die Tat umsetzen lassen und somit eine echte Hilfe sind. Ein wahres Geschenk!

5 Sterne!

Inhuman Resources - Michael Stanford




„Ist der Kollege gegenüber womöglich ein Psychopath, der Ihnen bei nächster Gelegenheit das sprichwörtliche Messer in den Rücken rammt? Oder Ihr Vorgesetzter ein ängstliches Muttersöhnchen?“

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Auf 162 Seiten bietet Michael Stanfords Werk „Inhuman Resources“ eine präzise Zusammenstellung der unterschiedlichen Bürotypen und vergleicht sie, wie der Titel schon andeutet, mit unmenschlichen bis barbarischen Ressourcen.
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Nach einer Kurzbeschreibung des jeweiligen Arbeitstyps folgt eine nähere Betrachtung wesentlicher Charaktermerkmale sowie einzelner Beispiele, wie sich diese nun im Büroalltag äußern. Zusätzlich liefert der Autor eine Beschreibung, wie die Kindheit der betroffenen Bürokollegen ausgesehen haben muss, um sie zu dem zu machen, wie sie heute im Arbeitsalltag auftreten. Interessant sind hierbei außerdem die Zukunftsvisionen, die den jeweiligen Typ im Rentenalter in den Blick nehmen und dabei mögliche Verhaltensweisen in der Zeit beschreiben, die sich vermutlich äußern werden.
Die einzelnen Kapitel sind je einem Bürotyp gewidmet, wozu etwa der „Es geht nichts über ein gesundes Büroklima“-, der „Reden ist Gold“- oder der „Mir ist etwas Wichtigeres dazwishengekommen“- Typ gehören. Als Leser entdeckt man an so mancher Stelle bekannte Charaktere und belustigende Beschreibungen eben dieser. Wichtig ist, die Erläuterungen nicht allzu ernst zu nehmen, sondern als Witz zu verstehen. Sonst könnte einiges in diesem Werk die Grenzen des guten Humors sprengen.
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Der Text verbindet alle bekannten Elemente des Humors, wie beispielsweise Ironie und Sarkasmus auf kunstvolle Weise. Es ist ein Buch entstanden, das sich leicht-locker lesen lässt und jede Menge Spaß verspricht. Auch die farbliche Gestaltung mit dem knalligen Gelb und Schwarz passt zu dem ungewöhnlichen, modernen Format. Es springt sofort ins Auge und erregt Aufmerksamkeit beim Betrachter.

Fazit: Ein kurzweiliges, lustiges Buch für mutige Büro-Mitarbeiter, die sich den Höhen und Tiefen des schwarzen Humors stellen wollen. Das Buch wäre ein geeignetes Mitbringsel für den lieben Kollegen als Spaßgarant oder Spiegel nervenden Verhaltens, das erkannt und bestenfalls geändert werden soll. Bestens geeignet für Hard-Core Fans des schwarzen Humors!

3 Sterne!

Ich bedanke mich herzlich bei Blogg dein Buch und dem Lappan Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Samstag, 16. Juli 2011

Einfach.Alles.Merken. - Ulrich Bien

„Keiner quält sich gerne. Aber von Lernenden wird das immer noch verlangt ...“

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Der Prozess des Lernens ist, so schwer es uns auch fällt, dies einzusehen, mit dem Ende der Schule und dem Abschluss in der Tasche noch lange nicht abgeschlossen. Vielmehr das Gegenteil ist der Fall. Ständig werden wir gefordert, Daten, Fakten, Telefonnummern, Personen und Ähnliches zu verinnerlichen, sei es zur beruflichen Weiterbildung oder aber auch im privaten Umfeld. Wer dabei über ein gutes Gedächtnis verfügt, scheint klar im Vorteil, während sich die meisten doch sehr darum bemühen müssen, sich kleinste Mengen an Informationen zu merken. Doch damit ist jetzt Schluss! Erfolgreiches Lernen muss keine Quälerei sein. Alles was man braucht, sind die richtigen Merkstrategien.

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Der Autor Ulrich Bien ist als Gedächtnistrainer und Lehrbeauftragter an der Universität Eichstätt im Bereich der Erwachsenenbildung tätig. Somit zählt er zu den Experten effektiven Lernens und gibt dieses Wissen in Seminaren, Kursen und zum Glück auch in diesem Buch weiter. Die Leser erhalten wertvolle Informationen zu den unterschiedlichsten Merktechniken wie etwa Visualisieren, Symbolisieren oder aber auch das Prinzip Kettensäge-Zerlegen. Anhand konkreter Beispiele werden diese Techniken verdeutlicht, sodass sie leicht selbst erprobt werden können. Man wird dazu angeleitet, sich die persönlichen Favoriten auszuwählen und von eben diesen zu profitieren. Bei der Durchführung der verschiedenen Übungen gelangt man schließlich schon zu erstaunlichen Erkenntnissen und darf sich an so mancher Stelle über sich selbst und die eigenen Fähigkeiten im Bereich Konzentration und Verinnerlichen wundern. Schnell stellen sich Fortschritte ein und der Autor schafft es auf einzigartige Weise, die Merktechniken interessant und spannend zu vermitteln. An keiner Stelle des Textes entsteht Langeweile. Sowohl beim theoretischen Teil des Lesens als auch bei der konkreten aktiven Umsetzung der Techniken bleibt die Motivation erhalten. Die selbstständige Förderung der eigenen Kompetenzen könnte nicht angenehmer sein.

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Ebenso leicht verständlich wie der Text ist der im Buch enthaltene DVD-Inhalt. Hier erlebt der Zuschauer ein Seminar mit Vorträgen Ulrich Biens und angeleiteten Übungen. Zusammen mit der DVD ist dieses Werk eine wahre Bereicherung. Gerade Schüler, Studenten oder Lehrkräfte sollten sich diese Lektüre nicht entgehen lassen. Aber auch für alle Anderen ist der Titel eine lohnende Anschaffung! Durchweg empfehlenswert!

5 Sterne!

Freitag, 15. Juli 2011

Die vier Ziele des Lebens - Dan Millman

„Das Leben bietet uns Chancen und Wahlmöglichkeiten, aber wir machen sie uns nur in dem Maße zunutze, wie wir sie verdient zu haben glauben oder uns ihrer würdig fühlen.“

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Von frühester Kindheit an sind wir geprägt von unterschiedlichsten Zielen. Doch diese Ziele können nicht nur ermutigen, sondern sich ebenfalls negativ als Stressfaktor auf den eigenen Lebensweg auswirken. Worauf kommt es aber wirklich an im Leben? Wie lassen sich die wesentlichen Ziele erkennen und vor allem auch verwirklichen?

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Der ehemalige Kunstturner Dan Millman, dessen Werke über die Lebenshaltung des „friedvollen Kriegers“ zum Bestseller wurden, liefert nun einen hilfreichen Ratgeber zur Umsetzung eines zielgerichteten Lebens. In einem einleitenden Kapitel erklärt er, warum die Bereitschaft immer wieder Neues zu lernen, so wichtig ist. Als nächstes geht der Autor auf die Unterschiede zwischen Beruf und Berufung ein, um die enorme Antriebskraft der persönlichen Leidenschaften zu verdeutlichen. Wenn wir etwas mit Begeisterung tun, neigen diese Vorhaben dazu, Erfolge zu erzielen. Hierzu nennt Millman einige Geschichten von Menschen, die mutig ihrer Berufung gefolgt sind. Um selbst Erfolg zu haben, leitet er an zur kritischen Selbstreflektion der eigenen Begabungen, Interessen und Werte. Schließlich sind es die Wertvorstellungen eines Menschen, die sein Alltagsleben maßgeblich beeinflussen. Interessant ist außerdem die Ermittlung und Bedeutung der Geburtszahl. In einer Welt des zunehmenden Wandels wird Achtsamkeit sowie die bewusste Wahrnehmung des Lebens immer wichtiger.

Millmans Werk ist optisch ansprechend gestaltet und durch die Unterteilung in vier Kapitel, die sich jeweils einem Lebensziel-Bereich widmen, angenehm lesbar. In den Schreibstil kann man sich als Leser leicht einfinden, zusätzliche spirituelle Zitate runden den Text ab, unterstreichen die Bedeutung des zuvor Gesagten und eröffnen neue Sichtweisen.

Fazit: Ein gelungenes Buch und ein hilfreicher Wegweise auf der Suche nach einem erfüllenden Leben.

4 Sterne!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Zukunft 2050 - Ulrich Eberl

„Die Gebäude und die Städte werden elektronische Nervensysteme und eine eigene Intelligenz bekommen.“

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Diese und weitere spannende Prognosen unserer Zukunft im Jahre 2050 liefert Ulrich Eberl in seinem neuesten Werk. Fernab von utopischen Illusionen im Bereich Science-Fiction oder Fantasy wird hier ganz konkret gezeigt, wie wir uns die Welt im Jahre 2050 vorstellen dürfen. Eberl verfügt über ein breites Spektrum an fundiertem Wissen über mögliche Zukunftstechnologien, woran er seine Leser teilhaben lässt. Nach seinem Studium der Physik an der TU München schrieb er als freier Wissenschaftsjournalist unter anderem zu Themen wie Nanotechnik oder Weltraumforschung. Seit 1996 ist er Leiter der weltweiten Innovationskommunikation bei Siemens.

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Anders als fiktionale, künstlerische Produkte, die die Zukunft beschreiben, beruft sich der Autor nun auf heutige Technologien und leitet daraus ein realistisches und dennoch nicht minder interessantes Bild unserer künftigen Welt ab. Dabei werden alle Bereiche des täglichen Lebens in den Blick genommen, seien es Medizin und Älterwerden, Arbeitswelt und Freizeit oder Entwicklungen der digitalen Medien. Zusätzlich werden dem Leser Wege der Zukunftsforschung präsentiert und spezielle Bereiche detaillierter beschrieben, wie etwa die sogenannte grüne Revolution oder drohende klimatische Veränderungen im Zuge des Temperaturwandels.

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Besonders interessant ist die Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologie. Demnach wird es allgegenwärtige Sensoren und Kommunikationselemente geben, die sogar Maschinen oder gar Räume zu intelligenten Apparaturen werden lassen. Der Lichteinstrom eines Fensters ist somit regulierbar und das eigene zu Hause denkt mit. Schwere Arbeiten werden von Robotern übernommen und vielleicht verfügt bald schon jeder über einen persönlichen Butler. Virtuelle Museumsbesuche, multimediale Vorlesungen oder 3D-Aufenthalte in Spielwelten gehören zum Alltagsrepertoire. Eberls Reise in die Zukunft ist bunt und vielfältig. Sie hält viele Überraschungen und neue Erkenntnisse für den Leser bereit. Zusätzlich wird darauf aufmerksam gemacht, welche Chancen und Möglichkeiten in unserer heutigen Technologie stecken. Der Text ist ansprechend gestaltet und enthält neben Illustrationen auch graphische Hervorhebungen, sodass ein optimaler Lesegenuss entsteht.

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Fazit: Völlig zurecht wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie vom Umwelt-Bundesamt unterstützt. Es ist gerade für Jugendliche und junge Erwachsene eine Bereicherung und liefert gewinnbringende Erkenntnisse. Schließlich profitiert jeder Leser von den Denkanstößen zur Zukunft, die uns alle betrifft.


5 Sterne!

Sonntag, 10. Juli 2011

Das Leuchten - Kat Falls


„Ich spähte in den Tiefseegraben, in der Hoffnung, die Spitze eines versunkenen Wolkenkratzers oder vielleicht sogar die Freiheitsstatue zu entdecken. Aber ich sah nichts, nur den finsteren Abgrund.“

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Mit diesen erschütternden Worten beginnt Kat Falls Geschichte. Sie nimmt ihre Leser gleich zu Beginn mit in die finstere Unterwasserwelt, in der sich einige Menschen Siedlungen errichtet haben. Nachdem eine Umweltkatastrophe den Zustand der Welt, wie wir sie kannten, völlig verändert hat, sind mehrere Städte durch steigende Meeresspiegel im Wasser versunken. Zum Glück ist es Wissenschaftlern gelungen, die Tiefen des Meeres auch für Menschen bewohnbar zu machen. Doch dies bleibt nicht ohne weitere Konsequenzen, denn in der unbekannten Umgebung lauern Gefahren ungeahnten Ausmaßes.

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Ty ist der erste Junge, der unter Wasser geboren wurde und somit etwas Besonderes. Als einziger Teenager freut es ihn, als er eines Tages auf Gemma trifft, ein Mädchen von oben. Sie lebt wie viele andere an Land und hat eine eher negative Einstellung zu den Unterwassermenschen, die doch so anderes sind als die Topsider, die Menschen von oben. Schließlich leben sie nicht nur unter Wasser, sondern zusätzlich leuchtet ihre Haut in einem silbernen Schimmer. Gemma überwindet schließlich ihre Vorurteile und findet in Ty einen Freund, der ihr vielleicht bei der Suche nach ihrem Bruder helfen kann. Viel zu schnell müssen die Beiden merken, dass ihnen ganz andere Probleme bevorstehen. Denn niemand anderes als die Regierung der Topsider versucht mit allen Mitteln, die Unterwassermenschen zu unterdrücken. Die Probleme drohen zu eskalieren, als auch noch eine gefährliche Gang die Sauerstoffvorräte im Meer plündert.

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Die Autorin Kat Falls schuf eine Zukunftsvision, die in vielfacher Weise zur Reflektion anregt. Bereiche wie Unterdrückung durch Regierungssysteme, drohende Umwelt- und Klimakatastrophen, die Zukunft des menschlichen Lebens oder etwa die Bedeutung von Freundschaft und Vertrauen in einer komplexen Welt werden thematisiert. Vor allem durch den Erzählstil aus der Ich-Perspektive entsteht beim Leser eine ungeheure Spannung, da er die Rätsel nach und nach mit Ty lösen und sich somit mit ihm in das Abenteuer wagen muss.

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Fazit: Eine lohnenswerte, abenteuerliche Geschichte rund um das Leben in ferner Zukunft!


4 Sterne!

Samstag, 9. Juli 2011

100 Situationen, in denen Sie klopfen sollten - Rainer und Regina Franke


„Menschen fühlen sich wohl, wenn die Energie in ihren Meridianen frei fließen kann. Dagegen kommt es zu emotionalen und körperlichen Beschwerden, wenn der Energiefluss blockiert bzw. Unterbrochen wird. Dann entstehen Angst, Ärger, Trauer, Kummer und andere negative Gefühle.“

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Diese und weitere negative Emotionen gilt es zu beseitigen. Wie das gelingen kann, beschreiben Rainer und Regina Franke in ihrem Ratgeber zur MET-Klopftherapie, indem sie leicht und verständlich in die Technik des Meridian-energetischen Beklopfens einführen. Mit Hilfe einer Illustration werden die sechs zentralen Klopfpunkte des Körpers vorgestellt sowie die genaue Abfolge des Klopfens. Die Leser dürfen von dem umfassenden Wissen des Diplom Psychologen und seiner Frau, die als Heilpraktikerin tätig ist, profitieren und erhalten mit diesem Buch einen sinnvollen Ratgeber zur Selbsthilfe. Besonders interessant sind wissenswerte Zusatzinformationen über die Meridiane, jene Energiekanäle, die unseren Körper durchziehen.

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Nach einer ersten theoretischen Einleitungen folgen ganz konkret 100 Situationen, die einem jeden von uns das Leben schwer machen. Durch gezieltes Klopfen soll ihnen ihre negative Kraft genommen werden. Für jede Situation werden eine Reihe unterschiedlicher Klopfsätze vorgeschlagen, die genutzt werden können. Zur Situation „Übermäßiges Verlangen nach Essen“ lautet ein möglicher Satz etwa „Mein Verlangen, immer mehr zu essen, als mir gut tut.“

Wichtig ist es, direkt in der konkreten Situation gegen diese Gefühle anzugehen, also wenn man so fühlt wie beschrieben. Natürlich dürfen auch eigene Sätze formuliert werden, doch die Vorschläge im Buch sind so umfangreich, dass dies nicht mehr unbedingt nötig ist.

Die Situationen umfassen alle Bereiche des Lebens:

- Akute körperliche Symptome

- Ärger

- Berufswelt

- Bürokratie

- Ängste

- Entscheidungen

- Gesundheitspflege

- Körper und Sexualität

- Lampenfieber/Sprechangst

- Partnerschaft

- Prüfungen

- Notsituationen ... u.v.m.

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Meine anfängliche Skepsis hat sich mittlerweile völlig gelegt. In schwierigen Situationen wie beispielsweise Mobbing oder Problemen am Arbeitsplatz kann der Ursprung zwar nicht beseitigt werden, aber man erhält dennoch eine Hilfe, um diese Situationen und die dadurch entstehenden Gefühle besser bewältigen zu können. Eine sinnvolle, gewinnbringende Lektüre, die uns in der heutigen schnelllebigen Zeit die Kraft der eigenen Gefühle vor Augen führt.

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Fazit: Anleitung zur Beseitigung schädigender Emotionen und zum Aufleben lassen der positiven. Hochinteressant und empfehlenswert!


5 Sterne!



Donnerstag, 7. Juli 2011

Am Abgrund ist die Aussicht schöner - Heike Wulf


„Sie war schwer gefallen, kein Prinz hatte sie aufgefangen, niemand den Sturz gedämpft.“

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Diese und ähnliche negative Erfahrungen erleben Heike Wulfs Protagonistinnen. Das besondere Anliegen der Autorin, die als Redakteurin und Dozentin tätig ist, scheint die gezielte Unterstützung von Frauen, die in ihrem Leben ebenso wie die fiktiven Figuren am Rande des Abgrunds stehen und Fürchterliches erleben mussten. Daher macht sie am Ende ihres Werkes auf die Initiative Bloody Marys aufmerksam, in deren Kontext viele Geschichte Inspiration fanden.

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Unbeschreibliche Geschehnisse werden in den einzelnen Texten für die Leser greifbar gemacht und kunstvoll in Worte gefasst. Dazu zählen Themen wie beispielsweise Zwangsprostitution, Mord, Eifersucht und Rache, Ehebruch und unglückliche Beziehungen, Lügen und Einsamkeit, die episodenhaft beschrieben werden. Hier zeichnet sich das Vermögen der Autorin ab, ausdrucksvolle Worte für Situationen zu finden, die am Rande des Alltäglichen stehen. Als Leser wird man zum Nachdenken angeregt, wie z.B. über die Problematik unterschiedlicher Kulturen im Zusammenhang mit Geschlechterverhältnissen. Es darf sich die Frage gestellt werden, wieso es ausgerechnet Frauen sind, die so vieles durchleiden müssen.

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Vor allem die einzelnen Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Geschichten ist hochinteressant, da es nicht von Anfang an klar ist, worum es eigentlich geht. Vielmehr ist es die Leistung des Lesers, das zentrale Thema beim Prozess des Lesens zu entschlüsseln. Das Buch ist nicht nur angenehm lesbar, sondern schafft eine unvergleichliche Spannung und regt noch weit über das Lesen hinaus zur eigenständigen Reflektion an.

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Fazit: Einblicke in die Abgründe menschlicher Seelenzustände.

4 Sterne!

Dienstag, 5. Juli 2011

Das katholische Abenteuer - Matthias Matussek


Menschen in Extremsituationen – Die Religion in Extremsituationen

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Matusseks katholisches Abenteuer ist ein mutiges, ein ehrliches Buch, mit dessen Hilfe der Autor seinen Glauben neu bezeugt und das gerade in Zeiten, in denen das Schiff des Katholizismus vielen Stürmen ausgesetzt ist. Es hagelt Kritik von allen Seiten, doch nichts desto trotz ist Matussek stolz auf seinen Glauben. Er hält geradezu unerschütterlich daran fest.

In diesem Werk lässt er seine Leser daran teilhaben, warum er auch heute immer noch ein leidenschaftlicher Katholik ist. Dabei werden nicht nur Einblicke in seine persönliche Biographie offen gelegt, sondern vielmehr auch zum Nachdenken über provokante Thesen angeregt, die die Lehre der katholischen Kirche selbst betreffen.

Die Kapitel sind als kleinere Essays in folgende Kategorien gegliedert:

> Ausgangslagen

> Glaubensschlachten

> Meine Kirche

> Gott und die Welt

> Endspiele

Hochinteressant sind die Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten, wie beispielsweise Gregor Gysi und vielen weiteren, die detailliert beschrieben werden. Berichte über Favela-Priester in Rio de Janeiro oder orthodoxe Juden der USA liefern zusätzlich neue Erkenntnisse und weiten den Blick auf internationale Vergleiche. Die im Untertitel angekündigte Provokation richtet sich in erster Linie nicht an Mitchristen, sondern an den eher atheistisch geprägten Teil der Gesellschaft. Mit knallharten Argumenten begegnet er diesen Gruppen in einer Weise, die schon fast keinerlei Zweifel mehr zulässt.

Matthias Matussek ist ein begnadeter Journalist, der den kunstvollen Umgang mit Worten bestens beherrscht. Hier wird schon der Prozess des Lesens zu einem Abenteuer. Fotos verschiedenster Reisen sowie seiner Kindheit ermöglichen außergewöhnliche Einblicke und ziehen den Leser regelrecht in das jeweilige Themenfeld hinein. Einzelne Karikaturen sind eine willkommene Abrundung des zuvor Beschriebenen und dürfen genossen werden. Mit ironisch-sarkastischen Passagen ist ein Text entstanden, den man so schnell nicht wieder aus der Hand legen will. Er überzeugt! Auf diese Weise sollte schließlich auch der Glaube überzeugen.

Apropos genießen. Zum Abschluss ein Zitat zum Thema würdiges Leben:

Es ist eine schöne Pointe, dass es unserem gottesfürchtigem Umgang mit menschlichem Leben zu verdanken ist, dass es Stephen Hawking, den großen Gotteszweifler, überhaupt gibt – seine Krankheit wäre womöglich in einer pränatalen Diagnostik erkannt und der ganze Stephen Hawking schon früh aussortiert worden.“

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Fazit: Mut zur Provokation auch und gerade dann, wenn es um das katholische Abenteuer eines jeden Einzelnen geht.

5 Sterne!

Freitag, 1. Juli 2011

Gewinnspiele

Ein aktuelles Gewinnspiel in der Welt der Blogger findet ihr auf bei Zeitsprung.

Dort gibt es gleich 2 Bücher und ein Hörbuch zu gewinnen!