Sonntag, 1. Mai 2011

Mr. Pink Floyd - Michele Mari


„Syd geht, Dave kommt, Roger verstößt Rick, macht sich daraufhin selbst auf und davon, dann holt Dave Rick zurück, ein einziges Kommen und gehen vor den Augen des armen Nick ...“
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... so beschreibt Nick Mason völlig selbstironisch den Zustand der ständigen Veränderung innerhalb der Gruppe und sieht sich dabei selbst als „der Einzige mit Beständigkeit und Kontinuität“. In diesem Zusammenhang nennt er die Situation einer Pressekonferenz, welche er ebenfalls alleine meistern musste, natürlich ohne Probleme.
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Das Buch ist eine Sammlung der Erinnerungen an Syd Barrett, Mr. Pink Floyd wie er im Titel genannt wird. Denn als Gründungsmitglied und kreatives Genie ist vor allem der Sänger und Gitarrist für die erste Welle des Erfolges verantwortlich und prägte eine ganze Ära. Aber wie lässt sich ein solch schillerndes Leben in Worte fassen? Ein Leben voller Musik und außergewöhnlichen Erlebnissen zwischen Realität und Rausch.
Michele Mari, der zurecht zu den bedeutendsten italienischen Gegenwartsautoren zählt, lässt in seinem Werk verschiedene Zeitzeugen zu Wort kommen und bietet dem Leser eine bunte Vielfalt an Erinnerungen, die ebenso facettenreich sind wie die Musik selbst. Vielleicht waren es gerade die unterschiedlichsten Einflüsse aus Rock, Blues, Jazz und klassischer Musik, die die Band so bekannt werden ließen.
Neben einzelnen Bandmitgliedern, die über die gemeinsame Zeit, Studioaufnahmen der Songs oder den Erfolg einzelner Alben philosophieren, schildern auch andere berühmte Persönlichkeiten ihre Erlebnisse mit Syd oder der Band. Dazu zählen etwa Julian Lennon mit seiner Geschichte zu Lucy in the Sky, Robert Wyatt, Schlagzeuger von Soft Machine, Alan Parker, Regisseur des Films The Wall oder Paul Breen, der als Syds Schwager eher private Details verrät.
Syd Barrett, der mit Songs wie „See Emily Play“ den Psychedelic Pop prägte, blieb nicht nur für den weiteren Musikstil Pink Floyds unvergessen. Nach seinem Verschwinden 1968 widmete man ihm „Shine On You Crazy Diamond“ und trug ihn all die Jahre über im Herzen.
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Fazit: Die enge Verbundenheit Pink Floyds mit Syd Barrett beweist dieses Buch. Die Erinnerungen sind dabei ebenso schillernd wie die legendären Lightshows.

5 Sterne!

Herzliches Dankeschön an C. Bertelsmann!

1 Kommentar:

  1. Dieses Buch hab ich auch auf dem SUB. Im Mai mach ich mich mal dran es zu lesen - scheint sich ja zu lohnen ;) LG, Katarina :)

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