Freitag, 11. März 2011

Die verborgene Sprache der Blumen - Vanessa Diffenbaugh


Eine wunderbar tiefsinnige, ergreifende Geschichte über die Komplexität der eigenen Gefühle.
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Amaryllis - Stolz
Basilikum - Hass
Efeu - Treue
Holunder - Mitleid
Sonnenblume - Trügerische Reichtümer
Schleierkraut - Immerwährende Liebe
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Victoria Jones, die niemals Beständigkeit erfahren hat und von einer Pflegefamilie in die nächste geschoben wurde, kennt nur eine verlässliche Größe in ihrem Leben: die Sprache der Blumen. Nur sie können das Mädchen nicht enttäuschen und vermitteln eine eindeutige Botschaft. Jede Blume ist wichtig und hat ihre Bedeutung.
Die Geschichte beginnt mit Victiorias Volljährigkeit. Nun ist sie auf sich alleine gestellt hat noch nicht einmal mehr Meredith, ihre Sozialarbeiterin. Als das Geld knapp wird, bemüht sie sich um eine Stelle bei einer Floristin. Dort verliebt sie sich in Grant, den sie bereits aus Kindheitstagen kennt. Victoria leidet sehr unter ihrer Beziehungsangst und einem Mangel an Vertrauen. Wird es ihr dennoch gelingen, mit Grant eine normale Partnerschaft zu führen? Die spätere Schwangerschaft der jungen Frau wird diese Frage beantworten.
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Hochinteressant ist der Schreibstil der jungen Autorin. Der Text besteht aus einem regelmäßigen Wechsel von Kapiteln, die die aktuelle Situation beschreiben und solchen, die rückblickend Victorias Vergangenheit schildern und in kleinen Schritten das Geheimnis lüften, dass sie so sehr belastet. Auch der Grund für die schlimmste Enttäuschung ihres Lebens durch Elizabeth, die Pflegemutter, die sich am längsten um sie gekümmert hat, kommt ans Licht. Als Leser wird man mit vielerlei Themen konfrontiert, wie beispielsweise die Mutter-Tocher-Beziehung, die enorme Wichtigkeit von Bezugspersonen im kindlichen Leben, die tiefsten Ängste der Protagonistin und mögliche Bewältigungsstrategien, sowie die Rolle der wahren Liebe, die scheinbar alles möglich machen kann.
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Auch San Francisco, der Ort der Handlung, passt wunderbar zur Geschichte. Eine Stadt, die so vielseitig und faszinierend ist, gleichzeitig aber auch geheimnisvoll und unberechenbar wie Victoria selbst. Man denke beispielsweise an die Nebel, die sich jeden Morgen sanft um die atemberaubenden Bauwerke der Stadt legen, Sonnenuntergänge am Pazifik und unvergleichliche Pflanzenarten. All das passt perfekt zur Lektüre!
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Fazit: Ein traumhaftes Buch, jede Seite ist wertvoll. Wieder einmal wünsche ich mir eine Verfilmung und bitte weitere grandiose Werke von Vanessa Diffenbaugh!

5 Sterne!

Überaus dankbar, für diese Testleseraktion von Droemer Knaur ausgewählt worden zu sein!

Kommentare:

  1. Wirklich schöne Rezension, die mir all das bestätitigt, was ich bereits von einer guten Freundin zu dem Buch gehört habe. Es scheint sich ja wirklich zu lohnen.
    Hab nur eine kleine Frage: In dem Rezensionsexemplar der genannten Freundin steht ganz vorn, dass sie die Rezension erst am 14.03. online stellen darf.
    Unterscheidet sich das von Person zu Person? Also gibt es da irgendwelche Vorschriften?

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  2. Liebe Cherry,
    das Lesen lohnt sich auf jeden Fall, jede einzelne Seite!
    Es kann durchaus sein, dass das Rezensionsexemplar deiner Freundin diese Eintragung enthält, das ist öfter so und daran sollte man sich dann auch halten. Oder sie hat die Ausgabe des Buches als eigens angefertigtes Leseexemplar bekommen, auch das ist denkbar.
    Mein Buch ist die normale Ausgabe, ohne Eintragungen oder Fristvorgaben. Darum habe ich die Rezension jetzt schon veröffentlichen können. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
    Liebe Grüße,

    Sophia

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  3. @Sophia: Vielen Dank für die Erklärung, jetzt bin ich schlauer :)

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