Dienstag, 28. Dezember 2010

Götter, Engel und Propheten - Kurt Allgeier


Kurt Allgeier, Leiter des Münchener Astroinstituts, präsentiert in diesem Buch seine Thesen zu den sogenannten morphischen Feldern.
"Alles, was wir denken, bleibt als geistiges Feld erhalten. Diese Felder können zu eigenen Persönlichkeiten werden, zu Göttern, Engeln, Geistwesen, aber auch zu politischen, sozialen oder religiösen Kraftzentren."
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Es ist ihm gelungen, die Kraft der Gedanken relativ anschaulich darzustellen. Demnach wirken sich sowohl positive als auch negative mentale Gebilde nicht nur auf Einzelpersonen aus. Vielmehr werden alle Menschen unmittelbar durch existierende Gedanken beeinflusst, ob zum Guten oder zum Schlechten. Wenn diese Argumentation nun weiter gedacht wird, zeigt sich was dies für die gesamte Menschheit bedeutet. Wir alle sind miteinander verbunden als eine große Einheit. Daher sind kriegerische Auseinandersetzungen und Streitereien überflüssig.
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Morphische Felder sind zusätzlich der Beweis für eine übergeordnete, transzendente Energie, die vom Menschen genutzt werden kann. Neben den Gedanken nehmen Engel und auch das Göttliche eine wichtige Position im menschlichen Leben ein.
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Die These der morphischen Felder scheint interessant, dennoch versäumt es der Autor, genau zu erläutern, was denn nun eigentlich gemeint ist. Die enge Verbundenheit allen Lebens greift meiner Meinung nach als Definition zu kurz. Darüber hinaus werden in dem Werk gefühlte tausend Kapitel eröffnet, die jeweils nur aus wenigen kleinen Absätzen bestehen. Vieles wird angerissen, aber nicht zu Ende gedacht. Als studierter Theologe und Philosoph scheint mir Allgeier zu sehr in den Bereich der Pseudowissenschaft und Esoterik gerutscht zu sein.
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Wie die Menschen die morphischen Felder nutzen können, soll hier geklärt werden. Ich habe allerdings keinen Ratschlag finden können. Auch die Zukunftsvision eines umfassend gebildeten Menschen, der nichts mehr für seine Bildung tun muss, weil sich eben alles selbst erschließt, ist wohl eher ein Hirngespinst als eine ernst zu nehmende Vision.
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Fazit: Für mich leider ein negatives Beispiel der Konsequenzen eines Montage-, Collage- und Bastelversuchs aus den Bereichen Religion, Spiritualität und Esoterik: ein verwirrendes, in sich nicht stimmiges Sammelsurium aberwitziger Ideen.

2 Sterne und ein Dankeschön an vorablesen.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Wer bist du, Gott? - Anselm Grün, Wunibald Müller


Anselm Grün und Wunibald Müller, die beide nicht nur bekannte Theologen sind, sondern sich vielmehr auch mit Bereichen der Lebensberatung und Seelsorge befassen, setzen sich in einer dialogischen Begegnung mit der Frage nach Gott auseinander. Beide Autoren kommen jeweils abwechselnd zu Wort, sodass sich interessante Übereinstimmungen zeigen, aber durchaus auch Unterschiede ergeben. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Offenheit, wenn es etwa um persönliche Momente des Zweifels oder aber auch Momente der Gottesnähe in ihrem Leben geht.
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Wie der Titel des Buches schon andeutet, bleiben sie in der christlichen Tradition und sehen in Gott ein personales Gegenüber, das mit DU angesprochen werden kann.
Beide möchten kein neues oder eigenes Gottesbild konzipieren. Es geht in erster Linie um ganz persönliche Erfahrungen, aber auch theologisch begründbare Aussagen.
In 6 übergeordneten Kapiteln werden, neben einleitenden Überlegungen, wer denn Gott überhaupt ist und wie der Mennsch das Undenkbare erfassen kann, Zusammenhänge zwischen Gott und der Kirche, Gott und den Dogmen, Gott und dem Leid, Gott und Jesus oder Gott und die Liebe geklärt.
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Als Leser tritt man bei diesem Buch in den Dialog der Autoren als dritte Stimme hinzu. Eigene Gedanken können durch die besondere Textform sehr gut reflektiert, korrigiert oder bekräftigt werden. Die Gedichte, Gebete und kleinen Textausschnitte zu Beginn der jeweiligen Kapitel liefern ebenfalls Anreize für weitere Überlegungen.
Interessant sind auch einzelne Kritikpunkte, etwa die Kritik an dem System Religion, die dazu neigt, Gott aus dem Alltag zu entfernen und ihn zu einem Rand- bzw. Sonderbereich werden zu lassen, vgl. Paul Tillich:
"Wenn ich gefragt werde, was der Beweis für den Sündenfall der Welt ist, pflege ich zu antworten: die Religion selber, nämlich eine religiöse Kultur neben einer Welt dieser Kulturen - ein Tempel neben einem Rathaus, das Abendmahl des Herren neben einem täglichen Abendessen, ..."
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Fazit: Ein interessantes Buch, das das eigene Nachdenken über Gott anregt. Verständlich geschrieben, gut lesbar, für Jeden geeignet.

5 Sterne!

Ich bedanke mich bei Kösel!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Männer kochen anders - Frank Buchholz


„Oberstes Gebot: Keine Experimente, wenn das Haus voller Gäste ist.“
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Männer haben die Küche als Lebensraum längst schon entdeckt. Für Frank Buchholz, Gründer der Kochschule „Geschmackswerkstatt“ und Autor dieses Werkes ist das völlig klar. Nun liefert er ein anschauliches Kochbuch, damit Mann sich in seinem neuen Lebensraum optimal entfalten kann. Denn eins ist sicher: Männer verhalten sich in der Küche eindeutig anders als Frauen, sie wollen experimentieren und tüfteln. Je technischer, desto besser. Männer kochen schließlich anders!
Und mit den Rezepten dieses Buches werden sie ihren neuen Lebensbereich nicht mehr missen wollen!
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Die Rezepte sind verständlich formuliert und leicht umsetzbar. Am jeweils linken Rand befindet sich die Liste der Zutaten. Auf der rechten Seite sind Bilder der Gerichte zu finden, die so gut aussehen, dass einem beim bloßen Anblick bereits das Wasser im Munde zusammen läuft und man die Gerichte am liebsten sofort ausprobieren, also kochen möchte.
Am Ende des Buches befindet sich ein Register mit einem Verzeichnis aller Rezepte und Zutaten, sowie einer Einführung in einige Grundrezepte wie beispielsweise Kalbsfond oder Nudelteig. Besonders für Anfänger ein durchaus positiver Zusatz.
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Auffallend sind einzelne Hinweise des Autors, bei denen sich Interessantes und Wissenswertes vermischt, z.B. die kleinen aber feinen Sätze unter den Illustrationen der Gerichte oder Zusatztipps wie etwa dieser:
„Der größte Irrtum beim Pfeffer ist: Je schärfer, desto besser. Hochwertiger Pfeffer schmeckt zwar ausgesprochen würzig und aromatisch, muss aber nicht brennen wie die Hölle. Wenn' s dagegen richtig scharf sein soll, ist Chili die richtige Wahl – auch Cayennepfeffer genannt, obwohl das botanisch gar kein Pfeffer ist.“
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Fazit: Verschenken! Oder für sich selbst kaufen! Denn jede Frau sollte einen Mann zu Hause haben, der für sie solche leckeren Speisen kocht. Dann heißt es verwöhnen lassen und genießen.


5 Sterne und ein herzliches Dankeschön an vgs!

Montag, 20. Dezember 2010

Buchempfehlung: Den Tagen mehr Leben geben - Dörte Schipper

Liebe Leser,
ich möchte euch heute ein ganz besonderes Buch vorstellen, das sich wirklich zu lesen lohnt:


Die Journalistin und Autorin Dörte Schipper beschreibt in diesem Buch Ihre Erlebnisse und Eindrücke, die Sie während des Aufenthalts im Hamburger Hospiz „Leuchtfeuer“ sammeln durfte. Die daraus entstandene ARD-Reportage „Der Luxuskoch vom Hospiz“ fand durchweg positive Resonanz und wurde bereits mit dem Erich Klabunde-Preis gekürt.

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“
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Ein guter Vorsatz! Doch wie kann es gelingen, gerade den Menschen, die nicht mehr gerettet werden können und auf den eigenen Tod warten, Frieden zu schenken in den letzten Tagen ihres Lebens? Wie kann man ihnen in einer solchen Situation überhaupt noch eine Freude bereiten?
Für Ruprecht Schmidt, ehemaliger Küchenchef eines Nobelrestaurants ist eines völlig klar:
„Essen heißt, ich lebe noch!“

Hier sieht er einen wichtigen Ansatz, wie auch Sterbende das Leben noch genießen können. Seine Arbeit im Hospiz erfüllt ihn. Endlich kann das Bedürfnis gestillt werden, auf zwischenmenschlicher Ebene mit seinen Gästen in Kontakt zu treten.
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Besonders interessant ist, dass der Koch unterschiedliche Lebensgeschichten kennen lernt und sich auch mit verschiedenen Bewältigungsstrategien seiner Gäste auseinandersetzen muss. Denn schließlich geht jeder von ihnen mit dem bevorstehenden Sterben anders um. Doch eine Gemeinsamkeit bleibt: Alle freuen sich tagtäglich auf die besonderen Gerichte, die sie dank Schmidt genießen dürfen.
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Fazit: Ein Buch, dessen Inhalt zu Herzen geht. Es beschäftigt sich mit einer Frage, die uns alle betrifft. Gerade zur Weihnachts- und Adventszeit sollte man sich damit auseinandersetzen, was wirklich wichtig ist im Leben und wie man jeden Tag sinnvoll verbringen kann.

Ebenfalls empfehlen kann ich die ARD-Reportage!

Ich wünsche euch allen frohe Festtage,
erholsame Zeit mit euren Liebsten,
gemeinsame, erfüllte Stunden
und gutes Gelingen dabei,
den Tagen mehr Leben zu geben.

Samstag, 18. Dezember 2010

Ich - einzigartich - John Ortberg


"...wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! (2.Korinther 5,17)."
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John Ortberg, Pastor einer Presbyterian-Gemeinde in Kalifornien, vermittelt auf eindrucksvolle Weise seine Botschaft. Er möchte, dass sich die Leser dieses Buches zu Gottes bester Vision Ihrer Selbst entwickeln. Der Text dient als Hilfe und Unterstützung auf dem Weg der Entwicklung.
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Nach Ortberg geben uns gerade die Momente, in denen wir uns selbst überraschen und in unseren Handlungen über uns hinaus wachsen einen Eindruck von dem, wozu wir geschaffen wurden. Dieses Potential sollte genutzt werden, damit solche Momente immer häufiger werden und wir uns in unserer Einzigartigkeit, die Werk Gottes ist, optimal entfalten können.

Der Text gliedert sich in folgende Kapitel:
> Meine Identität finden
> Mit dem Geist fließen
> Mein Denken erneuern
> Meine Zeit nutzen
> Meine Beziehungen vertiefen
> Mein Erleben verwandeln
> In die Welt hinausfließen
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Der Text ist angenehm zu lesen. Die wichtigsten Aussagen werden in Kästchen hervorgehoben oder noch einmal zusammengefasst. Zusätzlich enthält das Buch viele Zeichungen und Schaubilder, die Zusammenhänge deutlich machen. In einer eindeutigen, radikalen Sprache sagt und Ortberg, worum es wirklich geht. Wir sollen unser altes Ich begraben und zu einem neuen, verbesserten Exemplar unserer Selbst finden.
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Positiv finde ich, dass bei diesem Bemühen zwischen dem inneren und dem äußeren Mensch unterschieden wird und dass der Autor gezielt versucht, die jeweils individuellen Schwächen positiv zu betrachten und ihnen sogar ein Nutzen zuzusprechen. Er entfernt sich dabei von weit verbreiteten Vorurteilen, wie z.B. der Vorstellung, Christen würden keine Freude am eigenen Leben empfinden oder zu sehr in Regeln verharren. Dabei möchte Gott, dass wir das Leben als Geschenk betrachten und Freude empfinden.
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Fazit: Das Buch kann dazu verhelfen, den Alltag positiver zu betrachten und den eigenen Blickwinkel zu verändern. Sehr interessant und sehr empfehlenswert.

5 Sterne

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei GerthMedien!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Unvergessene Weihnachten ... gerade entdeckt!


Wie wäre es mit einem Buch, in dem authentische Weihnachtserlebnisse geschildert werden? Obwohl die erzählenden Personen in harten Zeiten lebten, in denen Krankheit, Elend, Hunger oder sogar Kriegsereignisse verkraftet werden mussten, konnte ihre Freude auf das Weihnachtsfest nicht getrübt werden.

Wie haben sie es erlebt?
Wo liegen Besonderheiten?
Gibt es Vergleiche zur heutigen Zeit?

Diese und weitere spannende Fragen werden bei der Lektüre sicher beantwortet.
Die Bänder dieser Reihe "Unvergessene Weihnachten" nehmen uns mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten ...

Auf der Homepage des Verlages www.zeitgut.com gibt es eine Vielzahl weiterer Erinnerungsbücher sowie ein aktuelles Gewinnspiel, bei dem man mit einer erfolgreichen Glücksfee den 5.Band der Reihe "Unvergessene Weihnachten" gewinnen kann.
Schaut doch einfach mal rein!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Eine Liebeserklärung für jeden Tag - Marie-Paule Vadunthun



365 Möglichkeiten "Ich liebe Dich" zu sagen
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Dieser kunstvoll illustrierte Band liefert eine Vielzahl an Alternativen, die als abwechslungsreiche Liebesbotschaften zu den drei schönsten Worten der Welt genutzt werden können. Überraschen Sie Ihren Liebsten oder Ihre Liebste mit einer außergewöhnlichen Botschaft, einem besonderen Beweis Ihrer Liebe.
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Marie-Paule Vadunthun schenkt uns eine Sammlung der schönsten Liebeserklärungen aller Zeiten. Bekannte Philosophen und Dichter, Sänger und Schriftsteller, Maler und Schauspieler, kurzum all diejenigen, die das Gefühl der Liebe in ihrer Kunst ausdrücken, kommen in diesem Buch zu Wort. Quer durch die Jahrhunderte und Epochen geben sie ihrer Liebe Ausdruck, emotional, leidenschaftlich, romantisch und manchmal sehr direkt.
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"Ich hab dich lieb, kannst du es denn ermessen,
Verstehn das Wort, so traut und süß?
Es schließt in sich eine Welt von Wonne,
Es birgt in sich ein ganzes Paradies."

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Bunte und knallige Farben, aber auch Illustrationen im Jugendstil und Zeichnungen einzelner Liebender verleihen dem Buch eine wunderbare Schönheit. Es ist ein wahrer Genuss in dem Band zu blättern und neben den herrlichen Sprüchen auch die künstleriche Gestaltung zu entdecken und auf sich wirken zu lassen.
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Fazit: Das bislang beste Werk dieser Art, das ich kenne. Für Verliebte und all die, die es noch werden wollen. Jeder würde sich über dieses Buch freuen!

5 Sterne!

Ein erotischer Gedanke für jeden Tag - Emmanuel Pierrat



Erotik zum Verschenken, eingefangen in Worte, bebildert durch Kunst
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"Man berührt den Himmel, wenn man einen Menschen betastet." (Novalis)
Es fällt schwer, aus Emmanuel Pierrats Potpourri erotischer Gedanken einen Spruch als beispielhaftes Zitat auszuwählen, denn alle Texte sind herrlich und lösen beim Leser bestimmte Assoziationen und Vorstellungen aus. Ich habe mich mit Novalis für einen Vertreter der Romantik entschieden, einer Epoche voller Wünsche und Träume.
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Insgesamt kommen Dichter und Denker aller Epochen zu Wort, dementsprechend wird Erotik auch auf unterschiedliche Art und Weise betrachtet. Sei es durch sehr poetische Worte bei Goethe und Rilke oder durch einen relativ unverblümten, direkten Ton bei Oscar Wild. Ovid, Properz und Mohammed El Nefzawi geben sogar Tipps, die sowohl Männer als auch Frauen beim Liebesspiel nutzen können. Daneben kommen auch unbekannte oder anonym gebliebene Autoren zu Wort.
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Jede Seite ist ein optischer Genuss. Als Leser darf man sich über Bilder um Jugendstil freuen, man findet aber auch Elemente des japanischen Origami-Papiers. Die Worte werden sowohl durch bunte und knallige Bilder als auch durch eine zurückgehaltene Farbwahl transportiert. Nicht zuletzt auch das handliche Format macht das Buch zu etwas Besonderem.
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Fazit: Erotische Gefühle und Phantasien werden hier in kunstvolle Worte gefasst. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein wunderbares Geschenk.

5 Sterne!

Ich trinke, also bin ich - Roger Scruton


*Die Geschichte des Weines*
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Roger Scruton, bekannter Philosoph und Weinliebhaber, berichtet in diesem Buch, wie er die Freuden dieses alkoholischen Getränks entdeckte. Bereits als Kind wurde er mit dem Weinbau und der Weinproduktion konfrontiert. Später trugen vor allem seine Reisen dazu bei, dass er unterschiedliche Weine verschiedener Länder kennen und schätzen lernte.
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Der Titel des Buches gliedert den Text in die beiden Großkapitel "Ich trinke" und "Also bin ich". Zuerst beschreibt der Autor die Entwicklung des Weines und die Rolle, die er von jeher in der menschlichen Kultur eingenommen hat. Anschließend folgt die präzise Analyse der Worte _also bin ich_ , die er mit den Oberbegriffen Vernunft, Bewusstsein und Sein in Verbindung bringt. Nun werden diese Begriffe mit Hilfe der Philosophie und den bekanntesten Vertretern dieser Geisteswissenschaft erklärt.
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Doch neben den detaillierten philosophischen Thesen erhält der Leser des Textes viele hilfreiche Ratschläge zum Thema Wein "Der La Cetate ist ein fruchtiger Merlot ... Der 2000er Jahrgang hat einen Vanillegeschmack im Abgang, den man geradezu vom Glas lecken kann...", sowie wissenswerte Informationen, wie z.B. die Tatsache, dass Kant jedem seiner Gäste stets "eine Halbliterflasche Wein kredenzte."
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Im Text werden nicht nur besonders köstliche Weine vorgestellt. Vielmehr geht der Autor auch auf die Funktion des Weines innerhalb der Gesellschaft ein. Dazu gehört ebenfalls der Drehverschluss, in seinen Augen ein Indikator der neuen Kultur des Exzesses. Ähnlich wie Mozarts Musik können gute Weine nicht mehr genossen werden. Die Zeit zum wahren Genuss fehlt und alles endet im Exzess. Für Scruton ist Wein nicht nur eine Substanz, die zur Forschung des inneren Wesens einläd, somit Nebenprodukt der Philosophie, sondern auch ein Zeichen für gelungene Zivilisation. Positiv ist die Gestaltung des Anhangs, in der wichtige Philosophen kurz vorgestellt werden.
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Fazit: Ein interessantes philosophisches Werk zum Thema Wein.

5 Sterne

Freitag, 10. Dezember 2010

Besonders schöne Zeilen ... für jeden Tag!

Diese beiden Bücher darf hier ich im Laufe der nächsten Wochen vorstellen:



"Ich liebe Dich" kann man nicht oft genug hören. Und doch: Bei zu häufigem Gebrauch nutzt sich die Botschaft der drei magischen Worte ab. Wäre es nicht schön, einmal andere Worte für das stärkste Gefühl der Welt zu finden?
Dieser kunstvoll illustrierte Band liefert eine Vielzahl an Alternativen, die als abwechslungsreiche Liebesbotschaften genutzt werden können.




Wunderschön gestaltet ist der Band mit grafischen Mustern im Stil japanischen Origami-Papiers. Ein sinnliches Geschenkbuch für alle Lebenslagen - sei es allein oder zu zweit.

Erotische Gefühle und Phantasien werden hier in kunstvolle Worte gefasst. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ich kann jetzt schon sagen, dass mich diese beiden Bücher auf den ersten Blick begeistern konnten. In dem Format von 13,6 x 11,8 x 3,2 cm liegen sie angenehm in der Hand und unterscheiden sich schon äußerlich von ähnlichen Büchern. Nicht nur die Zitate sind ein Genuss, sondern vielmehr auch die künstlerischen Illustrationen auf allen Seiten.

Meine Empfehlung: Bücher zum Verlieben. Ein wunderbares Last-Minute-Weihnachtsgeschenk, über das sich die Beschenkten garantiert sehr freuen werden!
Auf der Verlagsseite www.knesebeck-verlag.de findet ihr weitere besondere Bücher zu allen erdenklichen Themen, auch hier eine Reihe richtig guter Geschenke für eure Liebsten.

Ich bedanke mich herzlich bei Knesebeck für die Bereitstellung dieser herrlichen Rezensionsexemplare.

Montag, 6. Dezember 2010

Atempausen - Zeit zum Wohlfühlen


Ein gemütlicher Sonntag ... in den Lieblingssessel gekuschelt ... etwas Süßes, ein verführerisch duftender Tee oder Kaffee und dieses Buch!
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Endlich kann man Zeit zum Wohlfühlen verschenken!
Mit dem bezaubernden Geschenkband des Groh Verlags gönnt man sich immer wieder gerne eine Atempause. Sich Zeit fürs eigene Ich nehmen zu können, wird in unserer hektischen Welt allmählich wichtiger als je zuvor, denn „gerade dann, wenn wir eigentlich keine Zeit haben, gerade dann ist Zeit für eine Atempause: innehalten und sich bewusst machen, was wirklich wichtig ist.“ Dazu werden die Leser dieses Buches eingeladen.
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Wie auf dem Cover schon zu erkennen ist, spiegelt sich in den Texten der Autorin Marielle Schumann ihre Liebe zu Südfrankreich, speziell der Provence und der charakteristischen Pflanze dieser Region, dem Lavendel. Er ist nicht nur für seine atemberaubende Schönheit bekannt, sondern vielmehr für seine heilenden und beruhigenden Kräfte. So kann diese Wirkung beispielsweise als Einschlaf- und Beruhigungsmittel oder aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden genutzt werden.
In diesem Buch wird vor allem die Schönheit des Lavendels genutzt, um den Alltagsfrust einen Moment lang vergessen zu können. Literarische Texte im Zusammenspiel mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen umarmen die Sinne auf ästhetisch poetische Weise. Ein Hochgenuss für jeden Leser. Zusätzlich werden Tipps gegeben, wie man gezielt Atempausen tagtäglich umsetzen kann, wie beispielsweise durch eine Teepause oder einen bewussten Spaziergang in der herrlichen Natur.


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Positiv finde ich, dass in dem Buch neben den traumhaften Illustrationen und Texten auch viele Rezepte zu finden sind, so z.B. für Lavendelschokolade oder Lavendel-Haferflocken-Kekse.

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Fazit: Ein wunderbares Buch für Jeden, der sich gerne von den Glanzseiten der Natur verzaubern lässt und zwischendurch einfach wieder auftanken, neue Energie sammeln möchte.

5 STERNE!

Ich bedanke mich herzlich beim Groh Verlag, der es immer wieder möglich macht, ein
Lächeln zu verschenken!

Freitag, 3. Dezember 2010

Advent, Advent ...



Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ... bzw. bald schon zwei. Die Zeit des Wartens auf das Fest der Feste könnt ihr euch z.B. mit einem der folgenden Adventskalender versüßen:

http://www.magazin.dtv.de/index.php/2010/12

http://www.loveletter-magazin.de/blog/

http://www.mayersche.de

http://www.buchadvent.de


Jeden Tag gibt es eine neue Überraschung zu gewinnen.
Ich wünsche euch viel Spaß und viel Glück!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Nachts im Sägewerk - Markus Götting




Markus hat ein Problem und zwar mitten im Gesicht. Es ist seine Nase, mit der er plötzlich nicht mehr leben kann. Sie ist nicht etwa zu groß, zu klein, zu dick oder zu dünn, sondern vielmehr zu laut. Nicht weiter tragisch für Markus, bis zu dem Zeitpunkt, als er Lena kennen und lieben lernte.
Neben ihr kämpft er nun gegen den Sandmann und traut sich nicht mehr einzuschlafen. Jede Nacht hält er sich wach und ist entsprechend fit am nächsten Morgen.
Eine Zeit lang geht dieser Plan auf, bis er dann doch vor Erschöpfung einschläft und bei Lena eine Art Trauma hinterlässt.
Nun beginnt für beide Seiten eine grauenvolle Zeit... Wie werden sie das Schnarchen los? Kann Lena unter diesen Umständen überhaupt noch in dieser Beziehung bleiben?
Wäre es nicht einfacher und vor allen Dingen erholsamer, einfach Schluss zu machen und somit wieder für Ruhe im Schlafzimmer zu sorgen?
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Der Autor, der "zufällig" den gleichen Namen trägt wie der von ihm gewählte Protagonist, beschreibt sehr eindrucks- und humorvoll den Werdegang dieser Beziehung mit all ihren Hürden und Problemen. Viele Frauen werden sich wohl an die ein oder andere schlaflose Nacht neben ihrem Liebsten erinnern und können sich dadurch gut in die Lage einer Betroffenen versetzen.
Zwei Sterne Abzug für den kurzweiligen Text, der Markus doch als einen allzu typischen Mann beschreibt. Ein bisschen Einfühlungsvermögen hätte ihm gut getan...
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Fazit: Guter Text für Zwischendurch.

3 Sterne

Ein herzliches Dankeschön an Ullstein und Vorablesen!

Leserpreis 2010



Liebe Bücherfreunde,

bis zum 10. Dezember habt ihr noch die Möglichkeit, euer liebstes Buch diesen Jahres für den Leserpreis 2010 zu nominieren. Rückblickend ist das bestimmt keine leichte Aufgabe, denn es gab eine Vielzahl richtiger guter Texte.
Auf welches Buch könnt ihr nicht verzichten? Welches hat euch richtig packen können?
Schaut am besten gleich nach in den Listen von Lovelybooks und ehrt euer Lieblingsbuch 2010 mit einem Klick!

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2010/