Mittwoch, 29. September 2010

Männerflüstern


Seinen Mann verstehen können ist eine Fähigkeit, die sich wohl jede Frau wünscht und
Regina Swoboda möchte dabei behilflich sein. Nicht nur das Verständnis soll erleichtert werden, sondern auch das dauerhafte Glücklichsein für Beide hergestellt werden. Ihr Buch "Die Raffinesse einer Frau. Werden Sie Männerflüsterin" soll es möglich machen. "Kampf und Rechthaberei haben damit ein Ende und werden ersetzt durch Verständnis, Vertrauen und Kommunikation. So wird das Zusammenleben zum Vergnügen - für Sie und ihn!"

Der erste Blick ins Buch war bereits sehr vielversprechend. Ich erhoffe mir eine ehrliche, aufrichtige Auseinandersetzung mit dem Thema, fernab von allen Klischees und modernen Veralberungen. Diesen Wunsch denke ich, wird die Autorin erfüllen können.

Sie bietet außerdem Seminare im Männerflüstern an, für die ganz eiligen und dringenden Fällen.
Weitere Informationen unter http://www.maennerfluesterin.de.

Ich freue mich wie immer auf die Lektüre. Ein herzliches Dankeschön an den Kösel Verlag für die vielen zusätzlichen Presseinformationen.

FAQ , Keine Show ist härter als das Leben - Daniel Bielenstein


Ein Handbuch fürs Leben...

Daniel Bielenstein liefert mit "FAQ - Keine Show ist härter als das Leben" einen facettenreichen Einblick in das Leben der heutigen Jugend.
Welche Probleme haben Jugendliche? Was bereitet ihnen Angst? Welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? Was beschäftigt sie in ihrem Alltag? Wie verbringen sie ihre Freizeit und wie gehen sie mit negativen Erfahrungen um, die sich in der Phase der Pubertät zu häufen scheinen?
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Der Protagonist Florian, ein 17- jähriger Schüler, versucht all die wichtigen Fragen des Lebens zu beantworten und schreibt eine Art Ratgeber für Teenager. Dabei durchleuchtet er Gedanken, die ihn bewegen und Erfahrungen, die er bereits gemacht hat. Seine Freunde Sander, Malte und Holly, seine Freundin Hannah, aber auch seine Eltern spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle.
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Daniel Bielenstein nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Welt eines jungen Erwachsenen.
Der Autor schreibt sehr flüssig und locker. Die Texte lassen sich gut lesen und ist ansprechend aufgebaut. Jeweils einzelne Fragen bilden eine Art Kapitel. Sie sind sehr kreativ, interessant und auch humorvoll, wie das gesamte Buch. Es folgt ein kurzer Text mit abschließender Antwort. Beim Lesen erinnert man sich bei so manchem Erlebnis an seine eigene Jugend. Viele Fragen sind die gleichen. Wiederum andere eher typisch für einen männlichen Teenager. Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass nicht nur einzelne Kapitel isoliert voneinander diesen Ratgeber bilden, sondern dass auch eine Rahmenhandlung vorhanden ist. Als Leser erhält man einen Einblick in das Leben von Florian Krauss und erlebt einzelne Episoden seines Lebens.
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Fazit: Ein gelungener, interessanter Text sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene.
Fragen wie die folgenden machen den Text lesenswert:
> Gibt es Gott, und wenn ja, warum hat er keine Facebookseite?
> Wäre das Leben umgekehrt besser?
> Gibt es Mädchen, die nicht geküsst, sondern gebissen werden wollen?
> Ist das Leben eine Castingshow?
>...
„Ja, das Leben wäre eindeutig besser, wenn manche Dinge genauso wären, wie sie sind, nur eben umgekehrt.


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Dienstag, 28. September 2010

Nichts werden macht auch viel Arbeit - Anne Köhler



Nichts werden macht auch viel Arbeit. Und wie! Den Beweis dafür liefert dieses Buch.
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Anne Köhler ist in ihrem Leben schon viel geworden: Angefangen von der Kellnerin über Archivdame und Küchenhilfe bis hin zur Pressesprecherin. Es gibt kaum einen Bereich der Arbeitswelt, den sie nicht kennenlernen sollte.
Über all diese unterschiedlichen Erfahrungen berichtet sie eindrucksvoll in diesem Buch, welches eine Sammlung der Kolumnen "Anne und die Jobs", die auf jetzt.de veröffentlicht wurden, darstellt.
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Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin können die Texte sehr schnell gelesen werden. Sie sind humorvoll, ironisch und witzig. Als Leser erhält man nicht nur Einblicke in Annes abenteuerliches Berufsleben, sondern auch in ihre aktuelle private Situation und so mancherlei Konsequenzen der hektischen Arbeitswelt. Ein weiterer Bonuspunkt geht an die passenden Illustrationen, die jeweils für eine Kolumne stehen.
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Mit der ein oder anderen Beschreibung konnte ich mich beim Lesen gut identifizieren. Viele Erfahrungen, die man beim Nebenjobben macht, sind scheinbar überall die gleichen.
Ein besonderer Text ist "Als ich Hiwi war". Herrlich für alle Studenten!
Hier ein kleiner Ausschnitt:
" Und was sich dort abspielte, war der blanke Horror. Also nicht auf der Bühne, sondern in meinem Kopf. Mir kamen tausend Ideen, wie ich innerhalb von Sekunden meine ganze Uni-Karriere zum Teufel jagen konnte. Dummes Zeug vom Balkon schreien zum Beispiel. Mich wie beim Stage-Diving mit ausgebreiteten Armen rückwärts von der Balustrade ins Publikum fallen lassen. Mich mit einem Tarzan-Schrei an einem der Seile von der Decke auf die Bühne schwingen, dem Professor in die Arme. Es kostete mich höchste Konzentration, nichts davon zu tun."
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Fazit: Viele Erlebnisse, viele aberwitzige Situationen. Lacher sind garantiert!

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Sonntag, 26. September 2010

Reinhard Marx - Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen




Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, liefert mit diesem Werk eine längst überfällige Kritik am Kapitalismus und somit an der gesamten Gesellschaft.
Wie der Untertitel "Ein Plädoyer für den Menschen" schon andeutet, geht es ihm in erster Linie um eine Neuorientierung an unverzichtbaren Werten. Der soziale Zusammenhalt soll eine wichtigere Rolle spielen, ebenso christliche Werte und moralische Tugenden. Nur so kann eine dauerhafte Gerechtigkeit gewährleistet werden.
Eine Gerechtigkeit, die alle Menschen umfasst und niemanden ausgrenzt.
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Das Ideal wäre eine Globale Soziale Marktwirtschaft, in der die Milleniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen erfüllt werden würden.
Eine Vorstellung, die weit von der Realität entfernt ist.
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Marx kritisiert aufs heftigste die Proftigier, Habgier und Rücksichtslosigkeit vieler Manager und Politiker, sowie alle Zustände, die das Wohl der Allgemeinheit aus den Augen verlieren.
Doch die Schuld lastet nicht nur auf den Schultern der Manager, sondern auf Vater Staat, der es so weit hat kommen lassen! Wo ist hier die Hilfe? Die Unterstützung? Die Regelung?
Ein idealer Staat, der die Bürger unterstützen und schützen soll, existiert in dieser Form schon lange nicht mehr. Eine bittere Realität... Statt Erleichterungen gibt es immer nur noch größere Belastungen und darunter leiden müssen in erster Linie die Schwachen, die Randgruppen.
Ein Skandal, ein Wort das Marx oft verwendet hat, ist meiner Meinung vielmehr das aktuelle Gesundheitssystem. Es schreit zum Himmel! Gesundheit ist doch das erste Recht aller Menschen und nur ein gesunder Mensch ist "kapitalistisch" wertvoll. So schwer zu verstehen ist das doch nicht.
Gesundheit wird zu einer Mangelware, der Zufall entscheidet ja fast schon über Leben und Tod und es kann nicht sein, dass (realer Fall) eine alleinerziehende Mutter höllische Schmerzensqualen aushalten muss, weil sie eine Rechnung von 3.000 Euro nicht bezahlen kann. Hier wäre erst einmal eine staatliche Regulierung und Kontrolle der Arzneimittelpreise erforderlich, DRINGEND!
Wenn Gesundheit gerecht für alle Menschen erhalten bleiben kann, dann sollte eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes erfolgen und schließlich die Familienpolitik, die dringend einer Erneuerung bedarf.
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Kinder sind das größte Geschenk und können nicht genug geschätzt werden!!!
Wer sich liebevoll um seine Kinder kümmert, erfüllt eine bessere Aufgabe, als der reichste Manager.
Kinder sind die beste Investition nicht nur in unsere Gesellschaft, sondern in unsere Zukunft. Wer das nicht erkennt, dem ist nicht mehr helfen!
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Ich kann bei dieser Rezension nicht sachlich bleiben, ich rege mich zu sehr über die Missstände auf, die nicht behoben werden! Alles ist zu kurzsichtig, es wird nicht weit genug gedacht. Was morgen ist, spielt keine Rolle. Was aus den Menschen wird, spielt keine Rolle. Jeder ist sich selbst der Nächste! Na dann, gute Nacht liebe Kinder.
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Fazit: Guter Text, der konkrete Missstände kritisiert! Hoffentlich geschieht ein Wunder und die Verantwortlichen wachen endlich auf! Der Wert des Lebens ist höher als jedes Kapital!

4 STERNE

Donnerstag, 23. September 2010

Neu eingetrudelt ...



Nichts werden macht auch viel Arbeit - Anne Köhler

Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Text!
Vielen Dank an DUMONT.

Mittwoch, 22. September 2010

Gedanken zum Wohlfühlen - Merle Berghoff


"Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön."
Kurt Tucholsky
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Die Leitidee des Groh Verlages ist es, ein Lächeln zu verschenken. Eine Aufgabe, die mit diesem Werk wieder einmal durch und durch gelungen ist! "Geschenke sollen ein Lächeln auf Gesichter zaubern und die Welt für einen Moment zum Stehen bringen." Beim Lesen des Textes erhält man die Möglichkeit, einzutauchen in eine unbeschwerte, phantasische Welt. Ich habe mich sofort in diese Ausgabe verliebt!
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"Gedanken zum Wohlfühlen" bietet neben stimmungsvollen Texten der Autorin Merle Berghoff zahlreiche Zitate und Sprüche bekannter Persönlichkeiten. Daneben befinden sich auf jeder Seite liebevoll ausgewählte fotographische Landschaftsaufnahmen, die durch Qualität überzeugen. Die Schönheit und Anmut der Bilder läd zum Träumen ein und macht es einfach, Alltagsnöte, Sorgen und Ängste zu vergessen. Als Betrachter wird man völlig eins mit der wundervollen Natur und kommt aus dem Staunen über ihre Perfektion nicht mehr raus. Das Buch schenkt atemberaubende Eindrücke, die es zu genießen gilt!
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Besonders interessant finde ich die einzelnen Doppelseiten, auf denen ein liebevoll ausgewählter Spruch das Wunderbare der Natur unterstreicht. Es ist eine Freude, die vielen positiven Gefühlen zu genießen, die dieses Buch auslöst! Ein wunderbares Geschenk, nicht nur für die Menschen, die wir Lieben, sondern auch für uns selbst! Schenken wir uns doch mal ein paar Wohlfühlmomente!
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Fazit: Ein neues Lieblingsbuch! Am liebsten hätte ich hundert Exemplare, um sie an liebe Menschen zu verschenken!


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Unter diesem Link findet ihr eine Leseprobe, damit ihr euch auch verlieben könnt!
http://www.groh.de/blaettern.php?buchid=838&format=2

Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Aurelio vom Groh Verlag, die mir dieses wunderschöne Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat!

Dienstag, 21. September 2010

Was lese ich bloß als nächstes...?

Meine lieben Bücherfreunde,

zur Zeit suche ich ein richtig gutes Buch, das ich als nächstes lesen sollte. Leider bin ich wie immer etwas unentschlossen. Zu viele gute Werke gibt es.
Vielleicht habt ihr ja eine Idee?!

Welches Buch darf ich mir nicht entgehen lassen?

Welcher Text hat euch in der letzten Zeit am meisten begeistert?

Was ist euer aktuelles Lieblingsbuch?

Oder zu welchem Titel würdet ihr gerne eine Rezension lesen?



Ich würde mich freuen, wenn ihr einige Vorschläge posten würdet.

Montag, 20. September 2010

Psychologie des Kinderspiels - Prof. Dr. Hans Mogel



Von Friedrich Schiller als „Inbegriff des Menschseins, der Freiheit und des ästhetischen Lebens“ charakterisiert, ist das Spiel ein fundamentales Lebenssystem, eine zentrale Lebensform des Kindes. Viele bekannte Denker, ob Aristoteles oder Freud, teilen diese Ansichten. Kindliches Spiel wird als elementar wichtig bezeichnet und spielt in der Persönlichkeitsentwicklung eine entscheidende Rolle. Darum ist es umso wichtiger zu verstehen, wie dieses System funktioniert.
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Welche Merkmale gehören zu dem Spiel? Wie wird es von Kindern wahrgenommen und wodurch lässt sich der enorme Einfluss dieser Phantasiewelt erklären? Diese und viele weitere wichtige Fragen werden von Univ. Prof. Dr. Hans Mogl, dem Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie an der Universität Passau, den ich nach dieser Lektüre sehr bewundere, beantwortet.
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Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass hier endlich einmal der Ratschlag gegeben wird, die Phantasie des Kindes nicht zu durchkreuzen, zu zerstören oder zu desillusionieren. Es muss immer mitgespielt werden. Behauptet ein Kind, auf einem weißen Blatt stünde ein Brief, ist die einzig richtige Reaktion, die entsprechenden Zeilen vorzulesen und es für diese Leistung zu ermutigen, statt zu behaupten, dass dort nichts zu sehen wäre. Ein äußerst wichtiger Schritt zur Entfaltung des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens.
Viele weitere Ratschläge dieser Art werden im Buch gegeben, die jeder kennen sollte, der mit Kindern zu tun hat!
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Das Buch ist anschaulich aufgebaut. Grafiken, Bilder und Tabellen liefern zusätzliche Informationen und nach jedem Kapitel werden die wichtigsten Punkte in einem blauen Kästchen zusammenfassend wiederholt. So wird eine schnelle Informationsbeschaffung möglich oder auch ein angenehmes Lernen im universitären Kontext. Der Text lässt sich leicht lesen, er ist nicht in dieser anstrengenden Wissenschaftssprache gehalten. Die Formatierung in einzelnen Spalten trägt dazu bei, dass ein rasches Lesetempo entsteht.
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Der Text gliedert sich in die folgenden Großkapitel:
> Das Spiel – seine Merkmale und Bedeutungen
> Spielformen und Gestaltungsmöglichkeiten
> Erleben und Erfahren im Spiel
> Theoriebildung zur Entwicklung der Spielformen
> Das Kinderspiel: Motor der Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbewältigung
> Anwendungsaspekte
> HERZ-Theorie des Kinderspiels
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Fazit:
Die Welt der Kindheit ist eine Welt, die es zu verstehen gilt!
Ganz besonders Lehrer, Erzieher, Pädagogen und in erster Linie die Eltern sollten alles tun, um die Psyche ihrer Kinder begreifen und ihnen dadurch optimale Entfaltungsmöglichkeiten bieten zu können.
Denn nur wer weiß, wie die kindliche Psychologie im Bereich des Spiels aussieht, kann positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes nehmen.
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Also an alle mit einem großen Herz für Kinder:
Lest dieses Buch! Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!
Kindheit ist ein Geschenk.
Diese wertvolle Phase des Lebens sollte mit allen Mitteln gewürdigt werden!


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Auch für Studienzwecke ist dieses Buch ein enormer Gewinn. Ich habe es geschmückt mit tausenden Post-Its und Kleppezetteln, weil es einfach so viele wichtige Punkte enthält.

Ein herzliches Dankeschön dem Springer Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte!

Freitag, 17. September 2010

Facebook

Buchbewertungen jetzt auch auf Facebook...
Freue mich über alle Leser :)

Achtung! Achtung!


Auf bestellen.net (http://www.bestellen.net/) gibt es zur Zeit Handys zu gewinnen und zwar gleich 2 BlackBerry 8110 Smartphones!

Ich denke dabei nicht nur an mich, sondern auch an euch, meine lieben Bücherfreunde! Denn wenn ich gewinne, gibt es hier ein großes Gewinnspiel und ihr habt dann die Möglichkeit, das zweite Handy zu gewinnen!
Das ist doch wirklich mal eine tolle Aktion!

Die Teilnahmebedingung an diesem Gewinnspiel ist folgende:
Einen Blog- Beitrag schreiben und seinen liebsten Online-Shop angeben. Obwohl ich grundsätzlich lieber gegen den Strom schwimme, muss ich mich hier der Mehrheit anschließen. Mein Lieblingsshop ist Amazon http://www.amazon.de

Einkaufen ist bequem, die Preise stimmen und es gibt dort mittlerweile fast alles, was das Herz begehrt.

So ihr Lieben. Jetzt heißt es also Abwarten und Däumchen drücken, damit ich hoffentlich bald hier eine Verlosung starten und eine meiner Glücksfeen unter euch glücklich machen darf.


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Mittwoch, 15. September 2010

Halleluja - Jan Chorin, Johanna Alba


Der Papst als Ermittler, der versucht, einen mysteriösen Mordanschlag zu entschlüsseln. Unterstützt wird er dabei von seiner Pressesprecherin Giulia, eine moderne, selbstbewusste junge Frau und seinem Privatsekretär Francesco. Vieles erscheint rätselhaft und neue Entwicklungen im Verlauf der Handlung machen den Text interessant. Es ist den Autoren gelungen, eine spannende Geschichte zu schreiben, verbunden mit vielen Symbolen, Humor und Ironie.
Es wird ein sehr positives Bild eines Papstes entworfen, fast schon ein ideales Modell. Er ist sehr aufgeschlossen und locker, weiß die Freuden des Lebens zu schätzen und ist bereit für die Kirche einiges zu wagen. Es handelt sich dabei also nicht nur um einen alten Mann, dessen Aufgabe in erster Linie die Repräsentation nach Außen ist und der nichts bewegen kann. Der Papst wird wieder wichtig.
Hintergründig wurden meiner Meinung nach Ansätze gezeigt, wie sich die Kirche dauerhaft verbessern könnte. Aber dabei handelt es sich sowieso um Dinge, die eigentlich schon bekannt sind und leider nicht umgesetzt werden.
Ein Stern fällt weg, weil auch viele Schwächen, teilweise auch Vermutungen angesprochen wurden, die wieder einmal Anlass zur Enttäuschung gaben nach dem Motto "Schein"heilig. Ich will wenigstens in der Welt der Bücher eine "heile" Kirche.
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Fazit: "Das Leben ist schön, meine Freunde. Und der Herr ist mit uns."

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Wissenschaft...



Mit diesen Büchern widme ich mich nun wieder verstärkt der Wissenschaft.


Ich möchte mich bei den Verlagen Knaur und Springer herzlich bedanken!

In die Welt hinaus!


Frei nach Goethes Motto: In die Welt hinaus! nimmt der Autor Jürgen Becker und seine Co- Autoren den Leser mit auf eine außergewöhnliche Reise quer durch Deutschland und hinein in das Bildungsabenteuer.
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"So was lebt und Goethe musste sterben" ist das Buch zu der Kabarett - Show "Der dritte Bildungsweg." Keinem anderen Text, den ich kenne, ist es gelungen, so viel Wissen mit so viel Humor zu verbinden. Dabei werden unterschiedliche Themen behandelt wie z.B. das Verreisen, die Religion, lustige Phänomene zum Thema Nacktheit oder eine kleine, aber feine Einführung in das Lachen.
Viele witzige Bilder, die den Text sehr passend kommentieren, tragen ebenfalls dazu bei, dass man durchaus auch das ein oder andere mal beim Lesen laut lachen muss, egal wo man sich gerade befindet. Denn es ist nicht nur gelungen, viele wissenschaftliche Aspekte humorvoll zu gestalten. Vielmehr haben die Autoren auch aktuelle Geschehnisse aufgegriffen, sowie Personen des öffentlichen Interesses damit verknüpft.
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Hier ein interessanter Ausschnitt:
"Wobei Männer beim Lügen die größte Problemgruppe darstellen. Untersuchungen haben ergeben, dass Männer im Schnitt 220-mal am Tag lügen. Und das, obwohl eine sie nach einer anderen Untersuchung im Schnitt nur 170 Wörter täglich mit einer Frau sprechen. Das heißt, an einem Tag zu zweit lügen Männer 220-mal in 170 Wörtern! Das ist eine Leistung. Deshalb liegen Männer auch abends so viel auf dem Sofa. Die sind nicht faul, die sind schlappgelogen."
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Der Text gliedert sich in einzelne Kapitel. Als Leser erhält man auch zahlreiche Zusatzinformationen, wie beispielsweise einen Bericht über ein Wellnesskloster mitsamt Adresse. Die einzelnen Kapitel sind übersichtlich gestaltet und lassen sich leicht lesen.
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Fazit: Ein humorvoller Text, gut zu lesen, viel zu lachen, sehr zu empfehlen!

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Dienstag, 14. September 2010

Leserkompass 2010 ...

Auch heute, einen Tag nach der "Siegerehrung", bin ich immer noch ziemlich glücklich! Schon was tolles, diese Glückshormone...

Ein Beitrag eines Jury-Blogs hat mir besonders gut gefallen.

Laut diesem Artikel darf ich mich nun mit dem Leserkompass schmücken,
als "Wegweiser zu den großen Buchschätzen unserer Zeit."

Ein sehr empfehlenswerter Blog, den ihr euch mal anschauen solltet:

http://literatwo.wordpress.com/


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Montag, 13. September 2010

Leserkompass 2010!




Der Tag ist gerettet. Ich kann es kaum fassen! Freude, Jubel, Trubel, Heiterkeit...eine Flut von Glückshormonen stürzt sich auf mich!

Der Grund: Ich habe ihn gewonnen, den Leserkompass 2010!!!

Die super Neuigkeiten überbrachte mir als erstes einer meiner Lieblingsautoren höchstpersönlich, Andreas Izquierdo, in einer Nachricht bei Lovelybooks.

Ich möchte mich herzlich bedanken bei der Jury, den vielen freundlichen Lovelybooksmitgliedern und natürlich bei Lovelybooks selbst für diese tolle Aktion.
Nun freue ich mich auf die neuen Erfahrungen in einem Bibliotel und werde natürlich auch davon berichten.

Für den Rest des Tages werde ich mich ganz der Freude widmen...Image and video hosting by TinyPic

Mein Glücksbuch: Ohne Netz - Alex Rühle


Gibt es ein Leben ohne Google, Amazon und Facebook? Ein Leben ohne Internet? Ohne Netz?
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Der Journalist Alex Rühle versucht diese Fragen zu beantworten und trifft eine, auf den ersten Blick wahnsinnige Entscheidung. In einem Selbstversuch möchte er für einen bestimmten Zeitraum auf die Vorzüge des Internets verzichten. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein paar Tage oder Wochen, sondern gleich um ein halbes Jahr: 6 Monate, mehr als 180 Tage, über 4.300 Stunden und fast 262300 Minuten. Scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit ...
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Rühle stellt sich mutig dieser Herausforderung und trennt jeden ihn verbindenden Kontakt zum Internet in radikaler Weise aus seinem Leben. Gerade als Journalist wird er nun wieder mit ganz neuen, alten Aufgaben konfrontiert: Telefonnummern werden in Telefonbüchern gesucht, Wörterbücher als Übersetzungshilfe verwendet und Gerätschaften namens „Fax“
wieder zum Leben erweckt. Schnell merkt er, dass die Arbeit ohne Internet viel beschwerlicher ist, als er anfangs dachte und kämpft mit den Leistungen seines Gehirns, das sich jetzt mit einem „neuronalen Flipperautomaten“ vergleichen lässt.
Alle Erlebnisse und Erfahrungen dieser Zeit sind in einer Art Tagebuch zusammengestellt.
Deutlich spürbar sind anfängliche Entzugserscheinungen. Das Internet wird häufig mit einer Art Sucht verglichen, gegen die es anzukämpfen gilt. Eine harte Probe für das Selbstvertrauen des Journalisten stellen außerdem die albernen Äußerungen seiner Kollegen dar, die ihn mit einem Steinzeitmenschen in Verbindung bringen. Als sie schließlich merken, wie ernst es ihm ist, wandelt sich ihre Haltung von der Verachtung zur tiefen Bewunderung. Auch Rühle selbst reflektiert nicht nur seine Einstellung zum Internet, sondern auch die der Anderen. Das Blackberry ist schon längst zu einem Crackberry geworden, ein Suchtmittel. Doch welche Sucht wird gestillt? Sind wir wirklich nur so lange im Netz, weil wir es müssen oder etwa doch, weil wir hier hängen bleiben?
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Der Schreibstil des Autors ist unverwechselbar und ein wahrer Genuss. Dieser Journalist versteht sein Handwerk, und wie! Komplexe, längere Sätze in einem Zusammenspiel mit leichten, lockeren Aussagen. Beides ist angenehm zu lesen und voller Wortwitz.
Als Leser profitiert man schließlich auch von seinem umfassenden Wissen zu verschiedenen Themengebieten. Ein Beispiel dafür ist die Kritik an Odo Marquards These, dass an allen positiven Errungenschaften vom Menschen immer nur die Nachteile erkannt werden: „ Der Satz insinuiert ja, dass die hier verhandelten Dinge allesamt eingebildete Luxusprobleme einer dekadenten, undankbaren Gesellschaft seien, die das große Geschenk, den Fortschritt, so selbstverständlich einkassiert wie das Grünwalder Einzelkind den Geschenkeberg unterm Weihnachtsbaum. Ja, wir sind alle Prinzessinnen.“ Der Leser erhält einen Einblick in sein Familienleben, Berufsleben, Gefühlsleben und Alltagsleben – natürlich ohne Netz.
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Dieses Buch regt wie kein weiteres zum Nachdenken an und ist genau zur richtigen Zeit erschienen. Ein mutiger Selbstversuch, für den der Autor nur gelobt werden kann.
Ändern wir uns durch das Internet? Wie war die Zeit davor und wie ist sie jetzt? Ist es wirklich so nützlich? Bereichert es unser Leben oder nimmt es uns kostbare Zeit? Zeit, die wir sinnvoller nutzen könnten?
Dieser hochinteressante Erfahrungsbericht über ein Leben ohne Netz zeigt deutlich, dass dies immer noch möglich ist, auch in unserer heutigen, modernisierten Umwelt.
Die Vorteile des Internets können nicht genug gelobt werden. Vieles ist einfacher geworden. Tritt das Netz allerdings an erste Stelle in unserem Leben, müssen wir stutzig werden und handeln. Auf Überflüssiges sollte verzichtet werden. Also schmeißt das Blackberry zum Fenster raus oder für die weniger Mutigen unter euch: Freundet euch mit dem Off- Knopf an. Keine Angst, er beißt nicht :)
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Fazit: Ein wunderbarer Text. Jeder tägliche Facebook – User, der Angst hat, nachts um 2 seine Ernte zu verpassen, sollte dieses Buch lesen. Unbedingt!

Mit dieser Rezension habe ich den Leserkompass 2010 in dem Wettbewerb die Leserrezension 2010 gewonnen! Die Freude ist groß!

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Sonntag, 12. September 2010

Was bisher geschah - Loel Zwecker


Eine kleine, große Weltgeschichte
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Dem Autor ist es gelungen, die komplette Menschheitsgeschichte, angefangen vom alten Ägypten bis hin zur totalen Ökonomisierung mit der Suche nach neuen Werten, in einem Buch zusammenzufassen, die wichtigsten Aspekte und Geschehnisse zu erläutern und bei dem Leser ein enormes Interesse zu wecken, auch für historische Daten, die vorher als uninteressant abgestempelt wurden.
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Ich erinnere mich noch gut an den Geschichtsunterricht in der Schule. Natürlich geht es um die Menschheit, die Kultur, die Gesellschaft, um wichtige Ereignisse und neue Gedanken, Ideen, Erfindungen. Vollkommen spannend, sollte man meinen.
Eine Tatsache, die ich erst im Nachhinein erkennen konnte. Denn in der Schule sah das alles, bis auf kleinere Ausnahmen, folgendermaßen aus:
Zahl - Zahl: Krieg, Zahl - Zahl: Krieg, Zahl: Erfindung von Irgendwas, Zahl: Tod von Irgendwem..... meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.
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Wie gerne hätte ich dieses Buch damals schon gelesen. Langeweile ist beim Lesen nicht aufgekommen, denn schließlich verwendet der Autor einen unverwechselbaren Schreibstil, verbunden mit humorvollen, ironischen Passagen. Geschichte wird zu einem Traum, der greifbar wird.
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Hier ein kurzer Textauszug:
"Wie bei fast allen Figuren auf Michelangelos "Jüngstem Gericht" (1541) wurde auch Jesu Blöße auf Befehl des Vatikans übermalt. Den Auftrag übernahm Daniele da Volterra und ging so als "Höschenmaler" in die Kunstgeschichte ein."
Ein ebenfalls spannendes Kapitel ist "Die globale Pubertät - Das 19. Jahrhundert: Industrialisierung, Imperialismus und Romantik - Wachstum und Verwandlung"
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Fazit: Ein herrlicher Text. An alle Lehrer: Nehmt euch ein Beispiel und vergesst das Lachen nicht! :)

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Freitag, 10. September 2010

So was lebt.... und Goethe musste sterben!




- Jürgen Becker, Dietmar Jacobs, Martin Stankowski -

Themen des Weltwissens werden erklärt, sowie Fakten, Daten, Zusammenhänge... und das mit viel Witz und Humor!

Ich freue mich außerordentlich auf die 12 Kapitel, die mich in diesem Buch erwarten und werde mich heute noch in die aberwitzige Welt des "dritten Bildungsweges" begeben. Sarkasmus und Ironie vom Feinsten!
Besonders interessant sind die vielen, kleinen Bildchen, die den ein oder anderen Text schmücken. Die humorvollen Kommentare darunter konnten mich bereits beim ersten Stöbern zum Schmunzeln bringen. Die Freude ist groß! Vermutlich werde ich folgende Kapitel zuerst lesen:

> Langes Leben mit kurzen Beinen - Über das Lügen
> Der Orgasmus des Zwerchfells - Über das Lachen



Ein herzliches Dankeschön an den KiWi Verlag zur Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Dienstag, 7. September 2010

Au! Schmerz - Katalogbuch


Das beste Katalogbuch zu einer Ausstellung in meinem Besitz!
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Ich freue mich ganz besonders, dass ich die Ausstellung "AU! Schmerz" im Tiroler Volkskundemuseum besuchen konnte. Da dieser Band zur Ausstellung gehört, nun auch einige Worte zu meinem dortigen Aufenthalt:
Bereits am Eingang des Museums wird das Interesse am Thema entfacht. Die Veranstalter haben sich etwas Einzigartiges überlegt:
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Eine Medikamentenschalchtel zum Thema mit der Aufschrift:
"Rezeptpflichtiges Schmerzmittel. AU! Schmerz.
Tiroler Volkskundemuseum zum Einführen ;-)
Beachten Sie die Hinweise zu den unterschiedlichen Bedeutungen des Schmerzes und über kulturelle Bewältigungsstrategien.
Eine Packung Au! Schmerz enthält:
Leid: 28 m2
Kummer: 32 m2
Weh: 49 m2
Marter. 58 m2
Qual: 33 m2
Ablaufdatum: 31.10.2010"
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Jeder der die Möglichkeit hat, sollte sich diese Ausstellung ansehen. Behandelt wird der Schmerz in der Kunst, in religiösen Zusammenhängen, aber auch im Alltag.
Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass Schmerzen und Qualen endlich auch im Zusammenhang mit Schönheit thematisiert werden. In diesem Bereich gibt es doch überaus viel auszuhalten, gerade für eine Frau.
Die Ausstellungsstücke sind hochinteressant und reichen, wie schon angedeutet, über mehrere Epochen.
Vor allem die Darstellungen im Christentum sind oft sehr schonungslos. Die Leiden werden mehr als deutlich gemacht. Meine Lieblingsskulptur ist die MATER DOLOROSA, die leidende Gottesmutter, deren Herz von Schwertern brutal zerstochen wird, als die ihren toten, einzigen Sohn in den Armen hält, als Darstellung des unsagbaren Leids.
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Das Buch bietet zu wirklich allen Ausstellungsstücken ausführliche Beschreibungen. Briefe, Gemälde, Folterinstrumente, Pillen, Zeichnungen, Skulpturen und Fotos sind farblich in bester Qualität nocheinmals enthalten und werden näher betrachtet. Der Leser erhält alle interessanten Informationen, kulturelle und geschichtliche Hintergründe werden erläutert. Die Texte sind nicht zu lang, sehr gut verständlich und in einzelne Abschnitte gegliedert.
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Mit dem Katalogbuch können ausführliche Studien zu den jeweiligen Exponaten durchgeführt werden. Interessierte, die das Museum leider nicht besuchen können, erhalten mit diesem Buch eine gute Alternative.
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Fazit: Es eignet sich hervorragend zum näheren Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Thema im Nachhinein. Hochinteressant für alle Interessierten an den Bereichen Geschichte, Theologie, Soziologie, Kunst, Medizin und Psychologie.

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Montag, 6. September 2010

Engel des letzten Tages - Michal Viewegh


Der Engel Uriel berichtet von seinen Erfahrungen mit den Menschen. Er beobachtet sie zusammen mit Jophaniel, Hachamel, Ilmuth und Nith - Haiah kurz vor ihrem Tod. Es wird philosophiert über spezielle Verhaltensformen, Gefühle und Beweggründe für verschiedene Handlungen. Vieles ist dabei für die Engel nicht nachvollziehbar. Dennoch möchten sie den Menschen die letzten Augenblicke ihres Lebens versüßen und Hinterbliebene bei der Trauerbewältigung unterstützen.
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Erzählt wird beispielsweise die Geschichte von Karel, einem Fahrschullehrer, der in kurzer Zeit sterben wird. Als Leser taucht man nicht nur in seine Gefühlswelt ein, sondern auch in die seiner Frau, die Berufe der Beiden und ihre Sorgen und Probleme. Zusätzlich werden weitere Akteure vorgestellt: Ein Selbstmörder oder eine trauernde Witwe, die jeden Lebenssinn verloren hat. Interessant ist, dass sie alle miteinander verbunden sind.
_
Obwohl es um ein ernstes Thema geht, enthält das Buch humorvolle, ja sogar ironische und zynische Passagen, die teilweise von schwarem Humor gefärbt sind.
Zusätzlich regen viele einzelne Textstücke zum Nachdenken an:
"Der Tod von jedem, der uns nahe steht, nimmt einen Teil von uns weg (...). Nach außen hin sehen wir normal aus, aber in Wirklichkeit sind wir nur bewegliche Rümpfe"
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Interessant sind auch die Diskussionen der Engel über Gott:
"Die oft so diskutierte göttliche Barmherzigkeit besteht vor allem darin, dass Er mehrere Milliarden Menschen in einer absoluten Ahnungslosigkeit hält: Er lässt sie in Ruhe einkaufen, mit der Ehefrau streiten, politische Fraktionen gründen oder Bowling spielen. Falls es Gott wirklich gibt, ist er barmherzig; ein wirklich grausamer Gott würde die Menschen sehend werden lassen."
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Fazit: Ein sehr interessanter Text über die Engel des letzten Tages.

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Schlechte Ehe - Karin Dietl - Wichmann


"Man ist glücklich verheiratet, wenn man lieber heimkommt als weggeht."
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Heinz Rühmanns Zitat scheint für die Geschichten in diesem Buch keine treffende Beschreibung zu sein. In kurzen Erzählungen berichten 20 Frauen von ihrem Eheleben, das mehr Frust als Lust geworden ist. Als Grundlage für den Text führte die Autorin Karin Dietl -Wichmann Interviews mit Ehefrauen durch. Die Ergebnisse sind erschütternd!
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Jede Erzählung beginnt mit einer Beschreibung einer Frau und ihrer Ehesituation. Die passenden Überschriften zu den jeweiligen Texten steigern beim Leser das Interesse, laden zum Schmunzeln ein oder Wecken schon furchtbare Assoziationen bzgl. des männlichen Verhaltens.
Jeder Text enthält Zitate und Sprüche bekannter Persönlichkeiten zur Ehe, die perfekt zur jeweiligen Geschichte passen. Die übersichtliche Gestaltung macht das Lesen sehr angenehm. Auch der Schreibstil ist locker und dennoch humorvoll und kreativ.
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Ich habe mich schon sehr auf das Lesen dieses Werkes gefreut. Lustige, humorvolle Berichte aus dem wahren Leben, Alltagserfahrungen von Ehefrauen und besondere Erlebnisse mit ihren Männern. Das alles ironisch, lustig, sarkastisch...eben zum Spaß haben und Lachen.
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Manche Geschichten, wie z.B.
> "Vorsicht vor dem Schwiegerdrachen" oder
> "Rache ist süß"
finde ich ganz grauenvoll. Leider ist es den armen Frauen ja wirklich so passiert! Darum konnte ich über die einzelnen Geschehnisse nicht mehr lachen. Ich war während des Lesens fassungslos und hatte nur noch eins im Sinn: Hoffentlich kommt da bald die Scheidung!
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Fazit: Lustige, aber auch entsetzliche Berichte aus dem Eheleben. Empfehlenswert für alle, die selbst schlechte Erfahrungen mit Männern machen müssen. Oder aber auch für all die verzweifelten Ehefrauen, denen es ähnlich ergeht.
Ein wunderbares Geschenk für die beste Freundin zur Scheidung, für eine sitzengelassene Frau und für Singles. All das bleibt euch erspart.
Freude! Sektchen auf! Party!

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Lustige Dinge, die man aber nicht machen darf - Andrea Senzel, Wolfgang Philippi


Geniales Buch, jetzt bin ich süchtig!
Sarkasmus, Ironie und schwarzer Humor vom Feinsten!
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Seien wir ehrlich: Wer von uns hat nicht schon einmal davon geträumt, eine lustige Aktion durchzuführen? Ohne Rücksicht auf Verluste oder gar die Political Correctness. Ob spontan oder geplant, einfach oder schwierig, lustig oder manchmal sogar gemein. Besonders bei gemein haben wir doch alle die ein oder andere Person im Kopf, die ruhig etwas für uns Lustiges, für den Betroffenen wohl eher Fieses, erleben sollte.
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Dieses Buch der Reihe DIE KLEINEN BÖSEN BÜCHER erfüllt diesen Traum. Es bietet schonunsglose Racheakte, kreative Wortspielauftritte und witzige Aktionen.
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Passend zum schwarzen Humor sind die Seiten des Buches Schwarz. Die einzelnen lustigen Dinge werden in Schwarz/Weiß Zeichnungen dargestellt und in weißer Schrift kurz beschrieben. Sowohl der Text als auch die Bilder sind äußerst amüsant und verbreiten gute Laune.
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Fazit: Lesen! Lachen! Genießen!
Ich habe herzlich lachen dürfen (danke dafür) und werde jetzt wohl zu einer Sammlerin. Denn es gibt noch mehrere von den kleinen bösen Büchern, z.B.:
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> 50 Ways to leave your Lover
> Gemeine Antworten auf Kinderfragen
> Dinge, vor denen es sich wirklich lohnt Angst zu haben
> Große Worte, die leider nie gesagt wurden
> Der kleine Weltverbesserer
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Seid mutig und begebt euch auf die abenteuerliche Reise in die Welt des schwarzen Humors! Es lohnt sich ;-)

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Männer verstehen in 60 Minuten - Angela Troni


"Die meisten Männer bleiben Zeit ihres Lebens kleine Jungs, nur können viele von ihnen es mehr oder weniger gut verbergen."
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In diesem kleinen Band beschäftigt sich die Autorin mit der Frage, wie der richtige Umgang mit einem Mann aussieht. Dabei beschreibt sie typische Verhaltensweisen, die scheinbar alle Männer ausmachen. Vorher wird versucht, verschiedene Typen des Modells Mann festzustellen. Sie erklärt den Macho, den Schweiger, den Witzbold, den Weinkenner, den Frauenversteher, ... etc. mit den jeweilgen Macken.
Besonders lesenswert sind die Kapitel "Kompetenzgerangel" und "Fein gemacht - Die Kunst zu loben". Insgesamt sind die Texte sehr humorvoll beschrieben und lassen sich gut lesen, aber ...
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Meiner Meinung nach folgt eine Einteilung in diese Kategorien zu sehr dem sogenannten Schubladendenken. Kein Mann ist NUR der Obercoole, das Muttersöhnchen ... etc. und sonst nichts. Außerdem kann auch nicht behauptet werden, dass alle Männer immer nur schweigen, auf der Flucht vor ihren Gefühlen sind und sich vom Jäger zum Sammler entwickeln. Das wäre ja langweilig und ist zu sehr vereinfacht.
Es wird hier ein Modell - Mann entwickelt,der so (zum Glück) nicht existiert.
Als Leser sollte man sich hiermit kritisch auseinandersetzen und die vielen Facetten, die einen Mann ausmachen, nicht vergessen.
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Fazit: Das Buch eignet sich als humorvolle Lektüre für zwischendurch, als Mitbringsel für die beste Freundin oder witziges Geschenk - i - Tüpfelchen zu Hochzeiten, Einweihungspartys und vielleicht auch Scheidungen ;-)

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Sieben verdammt lange Tage - Jonathan Tropper


Ein weiteres Lieblingsbuch ... P.S.: Ich wünsche mir eine Verfilmung!
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Jonathan Tropper erzählt in "Sieben verdammt lange Tage" von den Erlebnissen der Familie Foxman während der Schiwa - Zeit. Dabei handelt es sich um eine Art Trauerritual. Die engsten Familienangehörigen sollen sieben Tage im Haus des Verstorbenen verbringen.
Nach dem Tod des Vaters müssen nun Judd und seine Geschwister den letzten Wunsch des Verstorbenen respektieren. Obwohl er nicht besonders gläubig ist und auch während der langen Leidensphase seiner Krankheit das Wort Schiwa nie erwähnt hat, bereitet sich nun die Familie auf die folgenden sieben Tage vor.
An diesem Punkt beginnt die Handlung...
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Judd, der gerade erst seine Frau beim Fremdgehen mit seinem Chef erwischt hat (sehr lustig beschrieben), berichtet in der Ich - Perspektive von den Erlebnissen mit der Familie:
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> Judds Mutter...eine Psychologin, die ihren Kindern stets mit Rat und Tat zur Seite steht und sie kompetent berät... manchmal mehr als ihnen lieb ist.
> Paul, der große Bruder mit Ehefrau Alice, die Judds erste Freundin war.
> Schwester Wendy (sarkastisch ohne Rücksicht auf Verluste) mit Mann Barry und ihren Kindern.
> Phillip, der junge Wilde, der jede noch so unpassende Situation mit einem passenden Filmzitat kommentiert.
> und einige andere.
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Diese unterschiedlichen Charaktere sollen nun die nächsten Tage gemeinsam verbringen. Sie werden mit verschiedenen Problemen konfrontiert, nicht nur persönlicher Art, müssen sich neuen Herausforderungen stellen und sind teilweise so voneinander genervt, dass sie einfach nur noch flüchten wollen.
Judd muss sich nicht nur mit dem Tod seines Vaters auseinandersetzten, sondern auch mit dem Ehebruch seiner Frau, der damit verbundenen Arbeitslosikeit und dem Auszug aus seinem eigenen Haus, sowie mit den Problemen seiner Familie.
Zum Schluss kommt es zu mehreren überraschenden Wendungen und es zeigt sich, welche positiven Konsequenzen das Schiwa- Ritual nach sich zieht.
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Obwohl es sich eigentlich um negative Themen handelt, Tod, Ehebruch,etc. ... vermittelt das Buch keine depressive Grundstimmung. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.
Tropper schreibt sehr ironisch und humorvoll. Ich habe sehr oft und sehr viel lachen müssen. Die Protagonisten werden sehr lebendig beschrieben, die ganze Handlung ist leicht und dennoch mitreißend.
"Das Happy End ist nur noch eine dramatische Geste und eine tiefempfundene Rede entfernt."
Als Leser darf man gespannt sein auf viele Überraschungen und neue Entwicklungen, mit denen man eigentlich nicht gerechnet hätte.
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Fazit: Der Text ist interessant, humorvoll, spannend und abwechslungsreich. Er verfügt also über alles, was ein gutes Buch ausmacht.

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Samstag, 4. September 2010

Literaturverfilmung ...



Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben

"Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst im angesicht des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und was riskiert." Ein literarisches Meisterwerk als Film, mit Sarah Michelle Gellar. Das kann ja nur gut werden...

30.09.2010

Quelle:filmempfehlung.com