Dienstag, 28. September 2010

Nichts werden macht auch viel Arbeit - Anne Köhler



Nichts werden macht auch viel Arbeit. Und wie! Den Beweis dafür liefert dieses Buch.
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Anne Köhler ist in ihrem Leben schon viel geworden: Angefangen von der Kellnerin über Archivdame und Küchenhilfe bis hin zur Pressesprecherin. Es gibt kaum einen Bereich der Arbeitswelt, den sie nicht kennenlernen sollte.
Über all diese unterschiedlichen Erfahrungen berichtet sie eindrucksvoll in diesem Buch, welches eine Sammlung der Kolumnen "Anne und die Jobs", die auf jetzt.de veröffentlicht wurden, darstellt.
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Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin können die Texte sehr schnell gelesen werden. Sie sind humorvoll, ironisch und witzig. Als Leser erhält man nicht nur Einblicke in Annes abenteuerliches Berufsleben, sondern auch in ihre aktuelle private Situation und so mancherlei Konsequenzen der hektischen Arbeitswelt. Ein weiterer Bonuspunkt geht an die passenden Illustrationen, die jeweils für eine Kolumne stehen.
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Mit der ein oder anderen Beschreibung konnte ich mich beim Lesen gut identifizieren. Viele Erfahrungen, die man beim Nebenjobben macht, sind scheinbar überall die gleichen.
Ein besonderer Text ist "Als ich Hiwi war". Herrlich für alle Studenten!
Hier ein kleiner Ausschnitt:
" Und was sich dort abspielte, war der blanke Horror. Also nicht auf der Bühne, sondern in meinem Kopf. Mir kamen tausend Ideen, wie ich innerhalb von Sekunden meine ganze Uni-Karriere zum Teufel jagen konnte. Dummes Zeug vom Balkon schreien zum Beispiel. Mich wie beim Stage-Diving mit ausgebreiteten Armen rückwärts von der Balustrade ins Publikum fallen lassen. Mich mit einem Tarzan-Schrei an einem der Seile von der Decke auf die Bühne schwingen, dem Professor in die Arme. Es kostete mich höchste Konzentration, nichts davon zu tun."
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Fazit: Viele Erlebnisse, viele aberwitzige Situationen. Lacher sind garantiert!

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