Mittwoch, 15. September 2010

Halleluja - Jan Chorin, Johanna Alba


Der Papst als Ermittler, der versucht, einen mysteriösen Mordanschlag zu entschlüsseln. Unterstützt wird er dabei von seiner Pressesprecherin Giulia, eine moderne, selbstbewusste junge Frau und seinem Privatsekretär Francesco. Vieles erscheint rätselhaft und neue Entwicklungen im Verlauf der Handlung machen den Text interessant. Es ist den Autoren gelungen, eine spannende Geschichte zu schreiben, verbunden mit vielen Symbolen, Humor und Ironie.
Es wird ein sehr positives Bild eines Papstes entworfen, fast schon ein ideales Modell. Er ist sehr aufgeschlossen und locker, weiß die Freuden des Lebens zu schätzen und ist bereit für die Kirche einiges zu wagen. Es handelt sich dabei also nicht nur um einen alten Mann, dessen Aufgabe in erster Linie die Repräsentation nach Außen ist und der nichts bewegen kann. Der Papst wird wieder wichtig.
Hintergründig wurden meiner Meinung nach Ansätze gezeigt, wie sich die Kirche dauerhaft verbessern könnte. Aber dabei handelt es sich sowieso um Dinge, die eigentlich schon bekannt sind und leider nicht umgesetzt werden.
Ein Stern fällt weg, weil auch viele Schwächen, teilweise auch Vermutungen angesprochen wurden, die wieder einmal Anlass zur Enttäuschung gaben nach dem Motto "Schein"heilig. Ich will wenigstens in der Welt der Bücher eine "heile" Kirche.
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Fazit: "Das Leben ist schön, meine Freunde. Und der Herr ist mit uns."

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1 Kommentar:

  1. Hört sich interessant an - besonders das Cover hat es mir angetan. Sieht lustig aus, wie der Papst mit dem Roller davonbraust. Halleluja - noch ein Buch was auf meine Liste kommen muss. ;O)

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