Dienstag, 7. September 2010

Au! Schmerz - Katalogbuch


Das beste Katalogbuch zu einer Ausstellung in meinem Besitz!
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Ich freue mich ganz besonders, dass ich die Ausstellung "AU! Schmerz" im Tiroler Volkskundemuseum besuchen konnte. Da dieser Band zur Ausstellung gehört, nun auch einige Worte zu meinem dortigen Aufenthalt:
Bereits am Eingang des Museums wird das Interesse am Thema entfacht. Die Veranstalter haben sich etwas Einzigartiges überlegt:
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Eine Medikamentenschalchtel zum Thema mit der Aufschrift:
"Rezeptpflichtiges Schmerzmittel. AU! Schmerz.
Tiroler Volkskundemuseum zum Einführen ;-)
Beachten Sie die Hinweise zu den unterschiedlichen Bedeutungen des Schmerzes und über kulturelle Bewältigungsstrategien.
Eine Packung Au! Schmerz enthält:
Leid: 28 m2
Kummer: 32 m2
Weh: 49 m2
Marter. 58 m2
Qual: 33 m2
Ablaufdatum: 31.10.2010"
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Jeder der die Möglichkeit hat, sollte sich diese Ausstellung ansehen. Behandelt wird der Schmerz in der Kunst, in religiösen Zusammenhängen, aber auch im Alltag.
Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass Schmerzen und Qualen endlich auch im Zusammenhang mit Schönheit thematisiert werden. In diesem Bereich gibt es doch überaus viel auszuhalten, gerade für eine Frau.
Die Ausstellungsstücke sind hochinteressant und reichen, wie schon angedeutet, über mehrere Epochen.
Vor allem die Darstellungen im Christentum sind oft sehr schonungslos. Die Leiden werden mehr als deutlich gemacht. Meine Lieblingsskulptur ist die MATER DOLOROSA, die leidende Gottesmutter, deren Herz von Schwertern brutal zerstochen wird, als die ihren toten, einzigen Sohn in den Armen hält, als Darstellung des unsagbaren Leids.
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Das Buch bietet zu wirklich allen Ausstellungsstücken ausführliche Beschreibungen. Briefe, Gemälde, Folterinstrumente, Pillen, Zeichnungen, Skulpturen und Fotos sind farblich in bester Qualität nocheinmals enthalten und werden näher betrachtet. Der Leser erhält alle interessanten Informationen, kulturelle und geschichtliche Hintergründe werden erläutert. Die Texte sind nicht zu lang, sehr gut verständlich und in einzelne Abschnitte gegliedert.
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Mit dem Katalogbuch können ausführliche Studien zu den jeweiligen Exponaten durchgeführt werden. Interessierte, die das Museum leider nicht besuchen können, erhalten mit diesem Buch eine gute Alternative.
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Fazit: Es eignet sich hervorragend zum näheren Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Thema im Nachhinein. Hochinteressant für alle Interessierten an den Bereichen Geschichte, Theologie, Soziologie, Kunst, Medizin und Psychologie.

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