Dienstag, 28. Dezember 2010

Götter, Engel und Propheten - Kurt Allgeier


Kurt Allgeier, Leiter des Münchener Astroinstituts, präsentiert in diesem Buch seine Thesen zu den sogenannten morphischen Feldern.
"Alles, was wir denken, bleibt als geistiges Feld erhalten. Diese Felder können zu eigenen Persönlichkeiten werden, zu Göttern, Engeln, Geistwesen, aber auch zu politischen, sozialen oder religiösen Kraftzentren."
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Es ist ihm gelungen, die Kraft der Gedanken relativ anschaulich darzustellen. Demnach wirken sich sowohl positive als auch negative mentale Gebilde nicht nur auf Einzelpersonen aus. Vielmehr werden alle Menschen unmittelbar durch existierende Gedanken beeinflusst, ob zum Guten oder zum Schlechten. Wenn diese Argumentation nun weiter gedacht wird, zeigt sich was dies für die gesamte Menschheit bedeutet. Wir alle sind miteinander verbunden als eine große Einheit. Daher sind kriegerische Auseinandersetzungen und Streitereien überflüssig.
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Morphische Felder sind zusätzlich der Beweis für eine übergeordnete, transzendente Energie, die vom Menschen genutzt werden kann. Neben den Gedanken nehmen Engel und auch das Göttliche eine wichtige Position im menschlichen Leben ein.
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Die These der morphischen Felder scheint interessant, dennoch versäumt es der Autor, genau zu erläutern, was denn nun eigentlich gemeint ist. Die enge Verbundenheit allen Lebens greift meiner Meinung nach als Definition zu kurz. Darüber hinaus werden in dem Werk gefühlte tausend Kapitel eröffnet, die jeweils nur aus wenigen kleinen Absätzen bestehen. Vieles wird angerissen, aber nicht zu Ende gedacht. Als studierter Theologe und Philosoph scheint mir Allgeier zu sehr in den Bereich der Pseudowissenschaft und Esoterik gerutscht zu sein.
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Wie die Menschen die morphischen Felder nutzen können, soll hier geklärt werden. Ich habe allerdings keinen Ratschlag finden können. Auch die Zukunftsvision eines umfassend gebildeten Menschen, der nichts mehr für seine Bildung tun muss, weil sich eben alles selbst erschließt, ist wohl eher ein Hirngespinst als eine ernst zu nehmende Vision.
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Fazit: Für mich leider ein negatives Beispiel der Konsequenzen eines Montage-, Collage- und Bastelversuchs aus den Bereichen Religion, Spiritualität und Esoterik: ein verwirrendes, in sich nicht stimmiges Sammelsurium aberwitziger Ideen.

2 Sterne und ein Dankeschön an vorablesen.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Wer bist du, Gott? - Anselm Grün, Wunibald Müller


Anselm Grün und Wunibald Müller, die beide nicht nur bekannte Theologen sind, sondern sich vielmehr auch mit Bereichen der Lebensberatung und Seelsorge befassen, setzen sich in einer dialogischen Begegnung mit der Frage nach Gott auseinander. Beide Autoren kommen jeweils abwechselnd zu Wort, sodass sich interessante Übereinstimmungen zeigen, aber durchaus auch Unterschiede ergeben. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Offenheit, wenn es etwa um persönliche Momente des Zweifels oder aber auch Momente der Gottesnähe in ihrem Leben geht.
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Wie der Titel des Buches schon andeutet, bleiben sie in der christlichen Tradition und sehen in Gott ein personales Gegenüber, das mit DU angesprochen werden kann.
Beide möchten kein neues oder eigenes Gottesbild konzipieren. Es geht in erster Linie um ganz persönliche Erfahrungen, aber auch theologisch begründbare Aussagen.
In 6 übergeordneten Kapiteln werden, neben einleitenden Überlegungen, wer denn Gott überhaupt ist und wie der Mennsch das Undenkbare erfassen kann, Zusammenhänge zwischen Gott und der Kirche, Gott und den Dogmen, Gott und dem Leid, Gott und Jesus oder Gott und die Liebe geklärt.
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Als Leser tritt man bei diesem Buch in den Dialog der Autoren als dritte Stimme hinzu. Eigene Gedanken können durch die besondere Textform sehr gut reflektiert, korrigiert oder bekräftigt werden. Die Gedichte, Gebete und kleinen Textausschnitte zu Beginn der jeweiligen Kapitel liefern ebenfalls Anreize für weitere Überlegungen.
Interessant sind auch einzelne Kritikpunkte, etwa die Kritik an dem System Religion, die dazu neigt, Gott aus dem Alltag zu entfernen und ihn zu einem Rand- bzw. Sonderbereich werden zu lassen, vgl. Paul Tillich:
"Wenn ich gefragt werde, was der Beweis für den Sündenfall der Welt ist, pflege ich zu antworten: die Religion selber, nämlich eine religiöse Kultur neben einer Welt dieser Kulturen - ein Tempel neben einem Rathaus, das Abendmahl des Herren neben einem täglichen Abendessen, ..."
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Fazit: Ein interessantes Buch, das das eigene Nachdenken über Gott anregt. Verständlich geschrieben, gut lesbar, für Jeden geeignet.

5 Sterne!

Ich bedanke mich bei Kösel!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Männer kochen anders - Frank Buchholz


„Oberstes Gebot: Keine Experimente, wenn das Haus voller Gäste ist.“
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Männer haben die Küche als Lebensraum längst schon entdeckt. Für Frank Buchholz, Gründer der Kochschule „Geschmackswerkstatt“ und Autor dieses Werkes ist das völlig klar. Nun liefert er ein anschauliches Kochbuch, damit Mann sich in seinem neuen Lebensraum optimal entfalten kann. Denn eins ist sicher: Männer verhalten sich in der Küche eindeutig anders als Frauen, sie wollen experimentieren und tüfteln. Je technischer, desto besser. Männer kochen schließlich anders!
Und mit den Rezepten dieses Buches werden sie ihren neuen Lebensbereich nicht mehr missen wollen!
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Die Rezepte sind verständlich formuliert und leicht umsetzbar. Am jeweils linken Rand befindet sich die Liste der Zutaten. Auf der rechten Seite sind Bilder der Gerichte zu finden, die so gut aussehen, dass einem beim bloßen Anblick bereits das Wasser im Munde zusammen läuft und man die Gerichte am liebsten sofort ausprobieren, also kochen möchte.
Am Ende des Buches befindet sich ein Register mit einem Verzeichnis aller Rezepte und Zutaten, sowie einer Einführung in einige Grundrezepte wie beispielsweise Kalbsfond oder Nudelteig. Besonders für Anfänger ein durchaus positiver Zusatz.
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Auffallend sind einzelne Hinweise des Autors, bei denen sich Interessantes und Wissenswertes vermischt, z.B. die kleinen aber feinen Sätze unter den Illustrationen der Gerichte oder Zusatztipps wie etwa dieser:
„Der größte Irrtum beim Pfeffer ist: Je schärfer, desto besser. Hochwertiger Pfeffer schmeckt zwar ausgesprochen würzig und aromatisch, muss aber nicht brennen wie die Hölle. Wenn' s dagegen richtig scharf sein soll, ist Chili die richtige Wahl – auch Cayennepfeffer genannt, obwohl das botanisch gar kein Pfeffer ist.“
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Fazit: Verschenken! Oder für sich selbst kaufen! Denn jede Frau sollte einen Mann zu Hause haben, der für sie solche leckeren Speisen kocht. Dann heißt es verwöhnen lassen und genießen.


5 Sterne und ein herzliches Dankeschön an vgs!

Montag, 20. Dezember 2010

Buchempfehlung: Den Tagen mehr Leben geben - Dörte Schipper

Liebe Leser,
ich möchte euch heute ein ganz besonderes Buch vorstellen, das sich wirklich zu lesen lohnt:


Die Journalistin und Autorin Dörte Schipper beschreibt in diesem Buch Ihre Erlebnisse und Eindrücke, die Sie während des Aufenthalts im Hamburger Hospiz „Leuchtfeuer“ sammeln durfte. Die daraus entstandene ARD-Reportage „Der Luxuskoch vom Hospiz“ fand durchweg positive Resonanz und wurde bereits mit dem Erich Klabunde-Preis gekürt.

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“
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Ein guter Vorsatz! Doch wie kann es gelingen, gerade den Menschen, die nicht mehr gerettet werden können und auf den eigenen Tod warten, Frieden zu schenken in den letzten Tagen ihres Lebens? Wie kann man ihnen in einer solchen Situation überhaupt noch eine Freude bereiten?
Für Ruprecht Schmidt, ehemaliger Küchenchef eines Nobelrestaurants ist eines völlig klar:
„Essen heißt, ich lebe noch!“

Hier sieht er einen wichtigen Ansatz, wie auch Sterbende das Leben noch genießen können. Seine Arbeit im Hospiz erfüllt ihn. Endlich kann das Bedürfnis gestillt werden, auf zwischenmenschlicher Ebene mit seinen Gästen in Kontakt zu treten.
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Besonders interessant ist, dass der Koch unterschiedliche Lebensgeschichten kennen lernt und sich auch mit verschiedenen Bewältigungsstrategien seiner Gäste auseinandersetzen muss. Denn schließlich geht jeder von ihnen mit dem bevorstehenden Sterben anders um. Doch eine Gemeinsamkeit bleibt: Alle freuen sich tagtäglich auf die besonderen Gerichte, die sie dank Schmidt genießen dürfen.
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Fazit: Ein Buch, dessen Inhalt zu Herzen geht. Es beschäftigt sich mit einer Frage, die uns alle betrifft. Gerade zur Weihnachts- und Adventszeit sollte man sich damit auseinandersetzen, was wirklich wichtig ist im Leben und wie man jeden Tag sinnvoll verbringen kann.

Ebenfalls empfehlen kann ich die ARD-Reportage!

Ich wünsche euch allen frohe Festtage,
erholsame Zeit mit euren Liebsten,
gemeinsame, erfüllte Stunden
und gutes Gelingen dabei,
den Tagen mehr Leben zu geben.

Samstag, 18. Dezember 2010

Ich - einzigartich - John Ortberg


"...wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! (2.Korinther 5,17)."
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John Ortberg, Pastor einer Presbyterian-Gemeinde in Kalifornien, vermittelt auf eindrucksvolle Weise seine Botschaft. Er möchte, dass sich die Leser dieses Buches zu Gottes bester Vision Ihrer Selbst entwickeln. Der Text dient als Hilfe und Unterstützung auf dem Weg der Entwicklung.
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Nach Ortberg geben uns gerade die Momente, in denen wir uns selbst überraschen und in unseren Handlungen über uns hinaus wachsen einen Eindruck von dem, wozu wir geschaffen wurden. Dieses Potential sollte genutzt werden, damit solche Momente immer häufiger werden und wir uns in unserer Einzigartigkeit, die Werk Gottes ist, optimal entfalten können.

Der Text gliedert sich in folgende Kapitel:
> Meine Identität finden
> Mit dem Geist fließen
> Mein Denken erneuern
> Meine Zeit nutzen
> Meine Beziehungen vertiefen
> Mein Erleben verwandeln
> In die Welt hinausfließen
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Der Text ist angenehm zu lesen. Die wichtigsten Aussagen werden in Kästchen hervorgehoben oder noch einmal zusammengefasst. Zusätzlich enthält das Buch viele Zeichungen und Schaubilder, die Zusammenhänge deutlich machen. In einer eindeutigen, radikalen Sprache sagt und Ortberg, worum es wirklich geht. Wir sollen unser altes Ich begraben und zu einem neuen, verbesserten Exemplar unserer Selbst finden.
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Positiv finde ich, dass bei diesem Bemühen zwischen dem inneren und dem äußeren Mensch unterschieden wird und dass der Autor gezielt versucht, die jeweils individuellen Schwächen positiv zu betrachten und ihnen sogar ein Nutzen zuzusprechen. Er entfernt sich dabei von weit verbreiteten Vorurteilen, wie z.B. der Vorstellung, Christen würden keine Freude am eigenen Leben empfinden oder zu sehr in Regeln verharren. Dabei möchte Gott, dass wir das Leben als Geschenk betrachten und Freude empfinden.
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Fazit: Das Buch kann dazu verhelfen, den Alltag positiver zu betrachten und den eigenen Blickwinkel zu verändern. Sehr interessant und sehr empfehlenswert.

5 Sterne

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei GerthMedien!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Unvergessene Weihnachten ... gerade entdeckt!


Wie wäre es mit einem Buch, in dem authentische Weihnachtserlebnisse geschildert werden? Obwohl die erzählenden Personen in harten Zeiten lebten, in denen Krankheit, Elend, Hunger oder sogar Kriegsereignisse verkraftet werden mussten, konnte ihre Freude auf das Weihnachtsfest nicht getrübt werden.

Wie haben sie es erlebt?
Wo liegen Besonderheiten?
Gibt es Vergleiche zur heutigen Zeit?

Diese und weitere spannende Fragen werden bei der Lektüre sicher beantwortet.
Die Bänder dieser Reihe "Unvergessene Weihnachten" nehmen uns mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten ...

Auf der Homepage des Verlages www.zeitgut.com gibt es eine Vielzahl weiterer Erinnerungsbücher sowie ein aktuelles Gewinnspiel, bei dem man mit einer erfolgreichen Glücksfee den 5.Band der Reihe "Unvergessene Weihnachten" gewinnen kann.
Schaut doch einfach mal rein!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Eine Liebeserklärung für jeden Tag - Marie-Paule Vadunthun



365 Möglichkeiten "Ich liebe Dich" zu sagen
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Dieser kunstvoll illustrierte Band liefert eine Vielzahl an Alternativen, die als abwechslungsreiche Liebesbotschaften zu den drei schönsten Worten der Welt genutzt werden können. Überraschen Sie Ihren Liebsten oder Ihre Liebste mit einer außergewöhnlichen Botschaft, einem besonderen Beweis Ihrer Liebe.
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Marie-Paule Vadunthun schenkt uns eine Sammlung der schönsten Liebeserklärungen aller Zeiten. Bekannte Philosophen und Dichter, Sänger und Schriftsteller, Maler und Schauspieler, kurzum all diejenigen, die das Gefühl der Liebe in ihrer Kunst ausdrücken, kommen in diesem Buch zu Wort. Quer durch die Jahrhunderte und Epochen geben sie ihrer Liebe Ausdruck, emotional, leidenschaftlich, romantisch und manchmal sehr direkt.
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"Ich hab dich lieb, kannst du es denn ermessen,
Verstehn das Wort, so traut und süß?
Es schließt in sich eine Welt von Wonne,
Es birgt in sich ein ganzes Paradies."

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Bunte und knallige Farben, aber auch Illustrationen im Jugendstil und Zeichnungen einzelner Liebender verleihen dem Buch eine wunderbare Schönheit. Es ist ein wahrer Genuss in dem Band zu blättern und neben den herrlichen Sprüchen auch die künstleriche Gestaltung zu entdecken und auf sich wirken zu lassen.
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Fazit: Das bislang beste Werk dieser Art, das ich kenne. Für Verliebte und all die, die es noch werden wollen. Jeder würde sich über dieses Buch freuen!

5 Sterne!

Ein erotischer Gedanke für jeden Tag - Emmanuel Pierrat



Erotik zum Verschenken, eingefangen in Worte, bebildert durch Kunst
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"Man berührt den Himmel, wenn man einen Menschen betastet." (Novalis)
Es fällt schwer, aus Emmanuel Pierrats Potpourri erotischer Gedanken einen Spruch als beispielhaftes Zitat auszuwählen, denn alle Texte sind herrlich und lösen beim Leser bestimmte Assoziationen und Vorstellungen aus. Ich habe mich mit Novalis für einen Vertreter der Romantik entschieden, einer Epoche voller Wünsche und Träume.
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Insgesamt kommen Dichter und Denker aller Epochen zu Wort, dementsprechend wird Erotik auch auf unterschiedliche Art und Weise betrachtet. Sei es durch sehr poetische Worte bei Goethe und Rilke oder durch einen relativ unverblümten, direkten Ton bei Oscar Wild. Ovid, Properz und Mohammed El Nefzawi geben sogar Tipps, die sowohl Männer als auch Frauen beim Liebesspiel nutzen können. Daneben kommen auch unbekannte oder anonym gebliebene Autoren zu Wort.
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Jede Seite ist ein optischer Genuss. Als Leser darf man sich über Bilder um Jugendstil freuen, man findet aber auch Elemente des japanischen Origami-Papiers. Die Worte werden sowohl durch bunte und knallige Bilder als auch durch eine zurückgehaltene Farbwahl transportiert. Nicht zuletzt auch das handliche Format macht das Buch zu etwas Besonderem.
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Fazit: Erotische Gefühle und Phantasien werden hier in kunstvolle Worte gefasst. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein wunderbares Geschenk.

5 Sterne!

Ich trinke, also bin ich - Roger Scruton


*Die Geschichte des Weines*
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Roger Scruton, bekannter Philosoph und Weinliebhaber, berichtet in diesem Buch, wie er die Freuden dieses alkoholischen Getränks entdeckte. Bereits als Kind wurde er mit dem Weinbau und der Weinproduktion konfrontiert. Später trugen vor allem seine Reisen dazu bei, dass er unterschiedliche Weine verschiedener Länder kennen und schätzen lernte.
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Der Titel des Buches gliedert den Text in die beiden Großkapitel "Ich trinke" und "Also bin ich". Zuerst beschreibt der Autor die Entwicklung des Weines und die Rolle, die er von jeher in der menschlichen Kultur eingenommen hat. Anschließend folgt die präzise Analyse der Worte _also bin ich_ , die er mit den Oberbegriffen Vernunft, Bewusstsein und Sein in Verbindung bringt. Nun werden diese Begriffe mit Hilfe der Philosophie und den bekanntesten Vertretern dieser Geisteswissenschaft erklärt.
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Doch neben den detaillierten philosophischen Thesen erhält der Leser des Textes viele hilfreiche Ratschläge zum Thema Wein "Der La Cetate ist ein fruchtiger Merlot ... Der 2000er Jahrgang hat einen Vanillegeschmack im Abgang, den man geradezu vom Glas lecken kann...", sowie wissenswerte Informationen, wie z.B. die Tatsache, dass Kant jedem seiner Gäste stets "eine Halbliterflasche Wein kredenzte."
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Im Text werden nicht nur besonders köstliche Weine vorgestellt. Vielmehr geht der Autor auch auf die Funktion des Weines innerhalb der Gesellschaft ein. Dazu gehört ebenfalls der Drehverschluss, in seinen Augen ein Indikator der neuen Kultur des Exzesses. Ähnlich wie Mozarts Musik können gute Weine nicht mehr genossen werden. Die Zeit zum wahren Genuss fehlt und alles endet im Exzess. Für Scruton ist Wein nicht nur eine Substanz, die zur Forschung des inneren Wesens einläd, somit Nebenprodukt der Philosophie, sondern auch ein Zeichen für gelungene Zivilisation. Positiv ist die Gestaltung des Anhangs, in der wichtige Philosophen kurz vorgestellt werden.
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Fazit: Ein interessantes philosophisches Werk zum Thema Wein.

5 Sterne

Freitag, 10. Dezember 2010

Besonders schöne Zeilen ... für jeden Tag!

Diese beiden Bücher darf hier ich im Laufe der nächsten Wochen vorstellen:



"Ich liebe Dich" kann man nicht oft genug hören. Und doch: Bei zu häufigem Gebrauch nutzt sich die Botschaft der drei magischen Worte ab. Wäre es nicht schön, einmal andere Worte für das stärkste Gefühl der Welt zu finden?
Dieser kunstvoll illustrierte Band liefert eine Vielzahl an Alternativen, die als abwechslungsreiche Liebesbotschaften genutzt werden können.




Wunderschön gestaltet ist der Band mit grafischen Mustern im Stil japanischen Origami-Papiers. Ein sinnliches Geschenkbuch für alle Lebenslagen - sei es allein oder zu zweit.

Erotische Gefühle und Phantasien werden hier in kunstvolle Worte gefasst. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ich kann jetzt schon sagen, dass mich diese beiden Bücher auf den ersten Blick begeistern konnten. In dem Format von 13,6 x 11,8 x 3,2 cm liegen sie angenehm in der Hand und unterscheiden sich schon äußerlich von ähnlichen Büchern. Nicht nur die Zitate sind ein Genuss, sondern vielmehr auch die künstlerischen Illustrationen auf allen Seiten.

Meine Empfehlung: Bücher zum Verlieben. Ein wunderbares Last-Minute-Weihnachtsgeschenk, über das sich die Beschenkten garantiert sehr freuen werden!
Auf der Verlagsseite www.knesebeck-verlag.de findet ihr weitere besondere Bücher zu allen erdenklichen Themen, auch hier eine Reihe richtig guter Geschenke für eure Liebsten.

Ich bedanke mich herzlich bei Knesebeck für die Bereitstellung dieser herrlichen Rezensionsexemplare.

Montag, 6. Dezember 2010

Atempausen - Zeit zum Wohlfühlen


Ein gemütlicher Sonntag ... in den Lieblingssessel gekuschelt ... etwas Süßes, ein verführerisch duftender Tee oder Kaffee und dieses Buch!
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Endlich kann man Zeit zum Wohlfühlen verschenken!
Mit dem bezaubernden Geschenkband des Groh Verlags gönnt man sich immer wieder gerne eine Atempause. Sich Zeit fürs eigene Ich nehmen zu können, wird in unserer hektischen Welt allmählich wichtiger als je zuvor, denn „gerade dann, wenn wir eigentlich keine Zeit haben, gerade dann ist Zeit für eine Atempause: innehalten und sich bewusst machen, was wirklich wichtig ist.“ Dazu werden die Leser dieses Buches eingeladen.
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Wie auf dem Cover schon zu erkennen ist, spiegelt sich in den Texten der Autorin Marielle Schumann ihre Liebe zu Südfrankreich, speziell der Provence und der charakteristischen Pflanze dieser Region, dem Lavendel. Er ist nicht nur für seine atemberaubende Schönheit bekannt, sondern vielmehr für seine heilenden und beruhigenden Kräfte. So kann diese Wirkung beispielsweise als Einschlaf- und Beruhigungsmittel oder aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden genutzt werden.
In diesem Buch wird vor allem die Schönheit des Lavendels genutzt, um den Alltagsfrust einen Moment lang vergessen zu können. Literarische Texte im Zusammenspiel mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen umarmen die Sinne auf ästhetisch poetische Weise. Ein Hochgenuss für jeden Leser. Zusätzlich werden Tipps gegeben, wie man gezielt Atempausen tagtäglich umsetzen kann, wie beispielsweise durch eine Teepause oder einen bewussten Spaziergang in der herrlichen Natur.


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Positiv finde ich, dass in dem Buch neben den traumhaften Illustrationen und Texten auch viele Rezepte zu finden sind, so z.B. für Lavendelschokolade oder Lavendel-Haferflocken-Kekse.

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Fazit: Ein wunderbares Buch für Jeden, der sich gerne von den Glanzseiten der Natur verzaubern lässt und zwischendurch einfach wieder auftanken, neue Energie sammeln möchte.

5 STERNE!

Ich bedanke mich herzlich beim Groh Verlag, der es immer wieder möglich macht, ein
Lächeln zu verschenken!

Freitag, 3. Dezember 2010

Advent, Advent ...



Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ... bzw. bald schon zwei. Die Zeit des Wartens auf das Fest der Feste könnt ihr euch z.B. mit einem der folgenden Adventskalender versüßen:

http://www.magazin.dtv.de/index.php/2010/12

http://www.loveletter-magazin.de/blog/

http://www.mayersche.de

http://www.buchadvent.de


Jeden Tag gibt es eine neue Überraschung zu gewinnen.
Ich wünsche euch viel Spaß und viel Glück!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Nachts im Sägewerk - Markus Götting




Markus hat ein Problem und zwar mitten im Gesicht. Es ist seine Nase, mit der er plötzlich nicht mehr leben kann. Sie ist nicht etwa zu groß, zu klein, zu dick oder zu dünn, sondern vielmehr zu laut. Nicht weiter tragisch für Markus, bis zu dem Zeitpunkt, als er Lena kennen und lieben lernte.
Neben ihr kämpft er nun gegen den Sandmann und traut sich nicht mehr einzuschlafen. Jede Nacht hält er sich wach und ist entsprechend fit am nächsten Morgen.
Eine Zeit lang geht dieser Plan auf, bis er dann doch vor Erschöpfung einschläft und bei Lena eine Art Trauma hinterlässt.
Nun beginnt für beide Seiten eine grauenvolle Zeit... Wie werden sie das Schnarchen los? Kann Lena unter diesen Umständen überhaupt noch in dieser Beziehung bleiben?
Wäre es nicht einfacher und vor allen Dingen erholsamer, einfach Schluss zu machen und somit wieder für Ruhe im Schlafzimmer zu sorgen?
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Der Autor, der "zufällig" den gleichen Namen trägt wie der von ihm gewählte Protagonist, beschreibt sehr eindrucks- und humorvoll den Werdegang dieser Beziehung mit all ihren Hürden und Problemen. Viele Frauen werden sich wohl an die ein oder andere schlaflose Nacht neben ihrem Liebsten erinnern und können sich dadurch gut in die Lage einer Betroffenen versetzen.
Zwei Sterne Abzug für den kurzweiligen Text, der Markus doch als einen allzu typischen Mann beschreibt. Ein bisschen Einfühlungsvermögen hätte ihm gut getan...
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Fazit: Guter Text für Zwischendurch.

3 Sterne

Ein herzliches Dankeschön an Ullstein und Vorablesen!

Leserpreis 2010



Liebe Bücherfreunde,

bis zum 10. Dezember habt ihr noch die Möglichkeit, euer liebstes Buch diesen Jahres für den Leserpreis 2010 zu nominieren. Rückblickend ist das bestimmt keine leichte Aufgabe, denn es gab eine Vielzahl richtiger guter Texte.
Auf welches Buch könnt ihr nicht verzichten? Welches hat euch richtig packen können?
Schaut am besten gleich nach in den Listen von Lovelybooks und ehrt euer Lieblingsbuch 2010 mit einem Klick!

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2010/

Sonntag, 14. November 2010

Das kleinste und witzigste Wien Lexikon aller Zeiten


W wie Wienerisch...
"Wienerisch ist nicht leicht zu verstehen. Wenn eine Wienerin sagt: "Aber geh!", dann meint sie, daß man bleiben soll." (Heinz Reincke)
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Für alle Freunde der schönen, österreichischen Stadt ist dieses Buch ein wahrer Genuss.
In alphabetischer Reihenfolge werden dem Leser Begriffe präsentiert, die mit der Landeshauptstadt in direktem Zusammenhang stehen. Zu nennen wären solche wie beispielsweise Sachertorte und Sissi, Kabarett und Kaiser oder Café Central und Prater. Eine abwechslungsreiche Zitatemischung macht das Lesen und bloße Blättern interessant. Miniaturbilder im Jugenstil unterstreichen die Wirkung des Textes.
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S wie Sachertorte...
Sachertorte: Ein eßbares Wiener Symbol, bei dem einem die Vergangenheit auf der Zunge zergeht." (Lorin Maazel)
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Fazit: Ein geeignetes Geschenk für all diejenigen, die in Wien leben, einen Urlaub dort verbringen durften oder einen Aufenthalt planen; kurz für alle Liebhaber der Stadt.

5 Sterne! Herzliches Dankeschön an den Thiele Verlag!

Sonntag, 7. November 2010

Blog Award




Ich freue mich sehr über meinen ersten Blog-Award und bedanke mich herzlich bei all denjenigen, die Buchbewertungen nominiert haben.


Leider habe ich gerade so viele Verpflichtungen, wie z.B. Vorträge und Referate vorbereiten, Bücher lesen und bewerten, Geburtstagsgeschenke basteln, Weihnachtsgeschenke suchen, in Vorlesungen sitzen, Texte über Item- und andere Konstruktionen lesen, etc. dass für eine Nominierung weiterer Blogs keine Zeit mehr bleibt.

Espresso Beten - Mark Littleton


Dass Mark Littleton, ehemaliger Kinder- und Jugendpfarrer, bereits viele Werke zum Thema geistliches Leben veröffentlicht hat, wird für den Leser dieses Buches spürbar.
Einfühlsam beschreibt er die Kraft des kleinen Gebets im Alltag.
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Wie der Titel "Espresso Beten" schon sagt, geht es in erster Linie um das kurze, knackige Gebet. Für die meisten Menschen ist es unmöglich, über einen längeren Zeitraum konzentriert zu beten. Littleton sieht in dieser Tatsache kein Problem, sondern vielmehr die Chance, Gott in den Alltag zu integrieren und in allen möglichen Situationen zu beten. Dazu beschreibt er die Technik des "Zehn-Sekunden-Gebtes", die in den verschiedensten Situationen angewendet werden kann, ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Zähneputzen oder beim Frühstück. Die Vorteile des kurzen Gebets sollten öfter genutzt werden. Zusätzlich werden weitere Formen des Gebets vorgestellt, etwa das Beten in Gruppen, Beten mit der Bibel, Gebetsschichten oder der Listen-Trick. So bleibt es dem Leser offen, für welche Gebetsform er sich letztlich individuell entscheidet.
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Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Besonders interessant sind, neben den vorgestellten kreativen Gebetstechniken, viele kleine Geschichten aus seinem persönlichen Alltag, die alle in direktem Zusammenhang mit Gott und mit Beten stehen. An manchen Stellen kommt man an einem Schmunzeln nicht vorbei.
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Fazit: Eine gelungene, kleine Einführung in die Kraft des kurzen Gebets, die darüber hinaus dazu motiviert, nicht nur in ausweglosen Situationen das Gespräch mit Gott zu suchen, sondern vielmehr auch alltägliche Gedanken in das Gebet einfließen zu lassen.

4 STERNE und ein Dankeschön an Gerth Medien

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Antityp - Ralf König






















Ralf König, der für seine Comic-Illustrationen bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, liefert mit "Antityp" nun endlich den Abschluss der Trilogie zu den beiden bekannten Vorgängern Prototyp und Archetyp. Thema des dritten Bandes ist das Neue Testament, sowie das Zustandekommen der neuen Religion des Christentums.
In erster Linie bezieht er sich dabei auf die Apostelgeschichte, die die Ausbreitung des Christuszeugnisses, sowie das Wachsen der Kirche bezeugt. Ganz konkret geht es um die Missionsreise des Apostels Paulus, zusammen mit seinem Versuch der Bekehrung einiger Heiden u.a. durch die Areopagrede.
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Für König scheint eines völlig klar zu sein: Nicht Jesus ist verantwortlich für die Entstehung und Ausbreitung des Christentums, sondern vielmehr der Apostel Paulus. Die wundersame Verwandlung des sündigen Saulus in den gottesfürchtigen Paulus geschieht hier durch einen alten Bekannten, nämlich die Schlange aus der Paradiesgeschichte, die hier lustigerweise in der Farbe Lila erscheint und Saulus den Gedanken der Religionsausbreitung einpflanzt. Also macht er sich auf den Weg zu Jesu Freunden, den Jüngern, um mehr über den Gottessohn in Erfahrung zu bringen. Fundamentale, das Christentum charakterisierende Glaubenswahrheiten werden hier scheinbar willkürlich in einem lockeren Gespräch beim Abendessen geklärt, natürlich nicht immer ohne Streitereien. Schließlich muss ja geklärt werden, ob die zu bekehrenden Heiden zukünftig Schweinefleisch essen dürfen oder nicht...
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Auf seiner Missionsreise begegnet Paulus vielen Hindernissen:
> Die Heiden wollen von der christlichen Moral nichts wissen und feiern lieber wilde, ausgelassene Partys.
> Die meisten Zuhörer halten die Botschaft für einen guten Witz und Paulus für einen neuen Stern am Komikerhimmel.
> Von Paulus bewirkte Wunder gehen schief.
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Das Buch bietet eine Vielzahl an aberwitzigen Situationen, mit denen der Glaubensmittler konfronitert wird. Die bunten Zeichnungen sind sehr witzig und sorgen zusammen mit dem humoristischen Text dafür, dass man sich als Leser an der ein oder anderen Stelle vor Lachen kaum noch halten kann. Ironie, Sarkasmus und schwarzer Humor in Perfektion!
Wer allerdings befürchtet, seine religiösen Gefühle könnten verletzt werden, sollte dieses Werk mit Vorsicht genießen, denn schließlich werden Dinge wie Trinität, Gottesmutterschaft, Sexualmoral sowie der Dekalog und der Logos selbst scharf kritisiert.
„Das ist Theologie vom Feinsten! Nicht mal Jesus hätte kapiert, was du meinst!“
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Fazit: Ein wunderbar humorvoller Text. Das Lesen der Comic-Geschichte macht großen Spaß und lautes Lachen kann bei der Lektüre nicht vermieden werden.

5 STERNE!

Ich bedanke mich herzlich bei dem Rowohlt Verlag für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Montag, 18. Oktober 2010

Spa Geflüster - Fay Weldon


Phoebe, eine Frau in den besten Jahren, muss miterleben, wie ausgerechnet kurz vor Weihnachten das Chaos ausbricht, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Decke stürzt zusammen mitsamt der Badewanne, sie ist gezwungen, das Fest ohne ihren Mann zu verbringen und die Kinder, längst erwachsen, brauchen ihre Mutter auch nicht mehr.
Der ideale Zeitpunkt, um das Wellness Angebot des Castle Spa anzunehmen.
Auch an Weihnachten!
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Sie macht sich bereit zu einer Reise in die Wellness-Oase, voller Spannung auf die anderen Frauen, die ihr dort begegnen werden. Wer verbringt die Festtage schon gerne freiwillig ohne die Familie? Um welche Charaktere muss es sich dabei handeln? Was hat den Entschluss begünstigt? All diese Fragen werden natürlich beantwortet. Die Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds nutzen die gemeinsamen Wellness-Angebote, um sich ihre Lebensgeschichte zu erzählen oder von anderen interessanten und zugleich außergewöhnlichen Vorfällen in ihrem Leben zu berichten, die sich oft um Männer drehen. Aber es geht auch um die Karriere, das Selbstbild und viele Emotionen der extremsten Art.
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Und nun ein paar Einblicke in den spannenden Inhalt des Buches:
Die Trophäenfrau nimmt Rache an der rücksichtslosen und unverschämten Vera (ebenfalls verheiratet und schwanger, schmeißt sich aber trotzdem vor den Augen ihres Mannes an einen Anderen ran). Ihre Eifersucht löscht die Trophäenfrau durch das zufällige Abfackeln bzw. Anfackeln von Veras Haaren (ich habe herrlich gelacht).
Diese Aktion kann wohl jede Frau verstehen. Leider musste sie mitansehen, wie ihr ach so geliebter Mann daraufhin das Boot (genannt Luxusjacht) ebenso abfackelte und ihr die Schuld dafür übertrug. Sicher findet sie einen besseren Mann, dem sie als Trophäe dienen wird. Eine ergreifende Geschichte ist die der Vortragsreisenden; lustig und aberwitzig die der Journalistin, die eine irre Kosmetikerin zur Vernunft bringen muss, wenn sie denn die Behandlung überleben möchte.
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Fay Weldon erzählt auf unterhaltsame, lebendige und atemberaubend spannende Weise die Geschichten der einzelnen Frauen. Sie sind ironisch, zynisch, erschütternd und ehrlich. Manchmal gleichen sie einem Hollywood- Drehbuch. Eine köstliche Lektüre, gerade für Leserinnen, denn sie bietet den einmaligen Einblick in die Herzen der Frauen, die in ihren Tiefen so manches lang gehütetes Geheimnis in sich tragen. Ein herrliches Lesevergnügen.


Ich bedanke mich bei Vorablesen!

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Mal wieder ein Gewinnspiel entdeckt



Bei diesem Gewinnspiel wird man bzw. frau schon allein bei dem Anblick der Gewinne ins Staunen versetzt, die, passend zur Jahreszeit, in dunklen, warmen Tönen präsentiert werden. Nicht nur diese wunderschöne Tasche, sondern u.a. auch Nagellack, Ringe und Armbänder gilt es zu ergattern, wenn denn die Glücksfee Erfolg hatte. Einen Versuch ist es wert...

Wenn ihr auch euer Glück versuchen wollt, findet ihr alle Infos unter folgendem Link:
http://hana-rememberthelotus.blogspot.com/2010/09/remember-lotus-gewinnspiel.html

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Heike Noll - Anno 3010. Botschaft aus der Zukunft


„Man erkannte, dass alle Menschen gleich sind und zusammengehören.“
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Heike Noll entwirft in ihrem Fantasyroman „Anno 3010 – Botschaft aus der Zukunft“ ein äußerst positives Bild zukünftigen Lebens. Die Protagonistin des Stücks, Catalena Schulze, präsentiert Daten und Fakten aus aus dem Jahre 3010, die alle Lebensbereiche ansprechen.
Was hat sich im Lauf der Zeit verändert? Womit werden die Mensch konfrontiert?
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In einzelnen Kapiteln widmet sich Catalena u. a. Gebieten wie Privatleben, Mode, technischen und klimatischen Veränderungen sowie der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Veränderungen und Erneuerungen werden ausführlich dargelegt. Positiv ist auch die Tatsache, dass viele Themen durch Bilder ergänzt werden. So erhält der Leser beispielsweise Einblicke in futuristische Modeerscheinungen oder lernt das Aussehen einer Zeitkapsel kennen.
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3010 zeichnet sich im Unterschied zu unserer heutigen Zeit durch viele Verbesserungen aus. Nachdem 2014 das Arbeitslosengeld durch Gutscheine ersetzt wurde, gibt es nun schon lange keine Arbeitslosen mehr. Jeder Mensch hat eine Aufgabe und kann durch eine vielseitige Ausbildung mehrere Berufe ausüben. Arbeiten durch Maschinen wurden weitestgehend verboten. Auch im Bereich des Gesundheitssystems hat sich einiges getan. Organzüchtungen und andere Verbesserungen sind schwere Krankheiten regelrecht “ausgestorben“.
Nachteilig ist die hohe Kontrolle durch die Weltregierung und Superbrain, ein allwissender Computer, der auch in Ernährungsfragen radikal eingreift. Auch ein Rentenalter von 90 Jahren und hohe Arbeitszeiten verdunkeln diese Zukunftsvision. Besonders schade finde ich die Zerstörung der Golden Gate Bridge und auch die Demontage der Freiheitsstatur aus Kostengründen.
Das kulturelle Erbe sollte meiner Meinung nach um jeden Preis bewahrt werden.
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Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Ich habe das Werk an einem Tag verschlungen. Zusätzlich sind wir doch alle an der Zukunft interessiert und an möglichen Visionen von ihr. Allein das macht den Text schon lesenswert. Letztlich bleibt jedoch abzuwarten, was Prophetie ist und was Realität werden wird.
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Fazit: Ein interessanter Text für Fantasyfreunde und auch alle Anderen.


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Dienstag, 12. Oktober 2010

Hotel Mama - Elfriede Hammerl


" Die Mutter steigt in die Waschmaschine und schleudert sich so lange, bis das Kind die Pubertät hinter sich hat."
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Nesthocker, Nervensägen und Neurosen ... darum geht es in Elfriede Hammerls Werk. Auf eine leicht lockere, ironische aber manchmal auch extrem zynische Art und Weise setzt sie sich mit dem bekannten Generationskonflikt zwischen Kindern und Eltern auseinander.
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Die 23 kleinen Kapitel, von denen einige wie Kurzgeschichten, andere wie einzelne Kolumnen oder gar Dialoge aufgebaut sind, berichten episodenhaft von problematischen und dennoch typischen Situationen. Die Texte sind sehr humorvoll, regen aber auch zum Nachdenken an.
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Besonders gut finde ich die unterschiedlichen Perspektiven, mit denen der Leser konfrontiert wird. Die Sichtweisen sowohl der Eltern als auch der Kinder werden (auch ruhig mal in überspitzer Weise) deutlich gemacht. Interessant ist, dass der Text an einer Stelle ebenfalls die Probleme zwischen Großmutter und Mutter in Erziehungsangelegenheiten des Enkels thematisiert.
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Ein Stern Abzug, weil der Titel eigentlich nicht so richtig passt. Es geht eben nicht nur um "Nesthocker", sondern um den Konflikt der Generationen und verschiedene Ansichten im Alltag. Vieles ist meiner Meinung nach zu radikal dargestellt. Kinder sind nicht nur nervend und Mütter sind nicht an allem Schuld, komme was da wolle.
Hier ein Beispiel:
" > Mutter duldet spätes Heimkommen von Partys: Die Kinder, die trotzdem ihre Grenzen erfahren wollen, werden sich gezwungen sehen, Bierflaschen vom Balkon zu schmeißen.
> Mutter duldet spätes Heimkommen von Partys nicht: Die Kinder geben die Unterdrückung, die sie erfahren, später weiter und entwickeln sich zu kontrollierenden, tyrannischen Persönlichkeiten."
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Fazit: Ein gut zu lesender Text. Ideal als Aufmunterer für Mütter (sie sehen, dass sie mit so mancher Schwierigkeit nicht alleine sind), als Kritik für Kinder (um so manches Verhalten zu überdenken), aber auch als amüsante Lektüre für Jedermann.

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Freitag, 8. Oktober 2010

Oceania - Hélène Montardre


Wie der Titel schon andeutet geht es in Oceania um die Macht des Wasser, genauer gesagt um eine Zukunftsvision mit katastrophalem Ausmaß.
Die Welt steht vor einer ultimativen Veränderung.
Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.
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Durch die Klimaveränderung ist der Meeresspiegel so stark gestiegen, dass an ein normales Leben in Europa nicht mehr zu denken ist. Fernseher funktionieren nicht mehr, der Verkehr ist größtenteils eingestellt, Flugzeuge fliegen schon lange nicht mehr, Menschen an Küstengebieten leben in völliger Isolation von der Außenwelt und in größeren Städten herrscht das reinste Chaos. Nur die USA sind durch den Bau eines riesigen Dammes vor den Gefahren der Klimaveränderung unberührt, während die restliche Welt dem Untergang geweiht scheint.
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Flavia, die junge Heldin, lebt bei ihrem Großvater in Frankreich. Er beobachtet als Späher die Klimaveränderungen schon lange mit Besorgnis. Nun möchte er seine Enkelin in Sicherheit wissen. Nach der gescheiterten Teilnahme bei einem Wettbewerb mit dem Hauptpreis eines befreienden Tickets in die USA, kann er für seine Enkelin einen Platz auf einem Segelboot organisieren. Dort lernt sie eine Gruppe Jugendlicher kennen, deren Eltern als Wissenschaftler in weitere Geheimnisse und Gefahren eingeweiht sind.
Kurz vor dem Erreichen der USA gerät das Segelboot in einen Sturm. Doch Flavia kann gerettet werden. Zusammen mit Chris begibt sie sich auf die abenteuerliche Reise durch diese neue, von der Außenwelt isolierte Zivilisation.
Am Enge folgt der Entschluss wieder nach Eurpoa zurückzukehren.
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Der Text liest sich, trotz der Fülle, sehr gut und sehr schnell. Die Schrift ist ansprechend und nicht zu klein gestaltet, einzelne Kapitel sorgen für eine gute Übersicht. Das Buch bietet neben der Auseinandersetzung mit dem aktuellen Thema der Klimaveränderung Spannung, Abenteuer und eine Romanze. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Besonders interessant sind die beschriebenen Veränderungen der Lebensumstände, mit denen sich die Protagonisten befassen müssen im Vergleich zu unseren heutigen Lebensbedingungen.
Fazit: Ein durchaus gelungener Jugendroman, der zum Nachdenken anregt, aktuelle Bezüge aufweisen kann und hochinteressant und spannend ist. Auf die weiteren Teile der Trilogie darf sich gefreut werden:
> Oceania: Weißer Horizont 2
> Oceania: Insel des Lichts 3

4 Sterne


Vielen Dank an Kosmos!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Raffinesse einer Frau - Regina Swoboda


Regina Swoboda liefert uns mit diesem Ratgeber nicht nur einen Überblick über positive Verhaltensweisen im Umgang mit Männern, sondern führt vielmehr auch eine Vielzahl von Negativbeispielen auf. Diese werden analysiert und verbessert.
Endlich gibt es einen Ratgeber, der fernab von alles- und nichtssagenden Umschreibungen sinnvolle Tipps auflistet.
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In erster Linie geht es darum, sich selbst wahrzunehmen und den eigenen, individuellen Wert zu erkennen. In dem ersten Kapitel "Entspannen Sie sich und öffnen Sie ihr Herz" sollen Wege gezeigt werden, die eigenen Energien freizusetzen. Denn nur eine fröhliche, selbstbewusste Frau wirkt letztlich attraktiv auf Männer. Nur sie vermag es, Lebensfreude in einem Mann und so auch sein Interesse zu wecken.
Wie können also die typischen Stresssituationen im Alltag vermieden werden? Ärger, Missverständnisse, Kommunikationsfallen? Wie können wir mit einem Mann glücklich werden und wie kann er uns glücklich machen? Viele wichtige Fragen, sowohl für Single-Frauen als auch für solche in einer festen Partnerschaft, werden in den Blick genommen.
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Negative Einstellungen gegenüber Männern müssen endlich abgeschafft werden. Wir wollen unseren Traumprinzen finden oder haben ihn schon gefunden! Er ist etwas Besonderes und das sollten wir ihn auch jeden Tag spüren lassen!
Durch das Zurückschalten von überzogenen Wünschen und Erwartungen, sowie eine aufrichtige, ehrliche Kommunikation kann es durchaus gelingen.
Männer wollen gelobt und anerkannt werden, sie wollen sich verstanden und nützlich fühlen. All das muss ihnen aber auch gezeigt werden. Wenn er merkt, dass wir durch ihn glücklich sind, gibt er uns dieses Glück umgekehrt auch wieder gerne zurück.
"Interesse am anderen Wesen aufbauen, seine Sprache verstehen, sein Temperament erfühlen, seine Eigenheiten akzeptieren. Vertauen haben. An ihn glauben", darum geht es im Männerflüstern.
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Fazit: Ein vielversprechendes Buch mit wirklich praktischen Ratschlägen. Werde eine bessere Frau und mache den Prinzen zu einem König! Für eine harmonische Partnerschaft.

5 Sterne

Herzliches Dankeschön an den Kösel Verlag!

Mittwoch, 29. September 2010

Männerflüstern


Seinen Mann verstehen können ist eine Fähigkeit, die sich wohl jede Frau wünscht und
Regina Swoboda möchte dabei behilflich sein. Nicht nur das Verständnis soll erleichtert werden, sondern auch das dauerhafte Glücklichsein für Beide hergestellt werden. Ihr Buch "Die Raffinesse einer Frau. Werden Sie Männerflüsterin" soll es möglich machen. "Kampf und Rechthaberei haben damit ein Ende und werden ersetzt durch Verständnis, Vertrauen und Kommunikation. So wird das Zusammenleben zum Vergnügen - für Sie und ihn!"

Der erste Blick ins Buch war bereits sehr vielversprechend. Ich erhoffe mir eine ehrliche, aufrichtige Auseinandersetzung mit dem Thema, fernab von allen Klischees und modernen Veralberungen. Diesen Wunsch denke ich, wird die Autorin erfüllen können.

Sie bietet außerdem Seminare im Männerflüstern an, für die ganz eiligen und dringenden Fällen.
Weitere Informationen unter http://www.maennerfluesterin.de.

Ich freue mich wie immer auf die Lektüre. Ein herzliches Dankeschön an den Kösel Verlag für die vielen zusätzlichen Presseinformationen.

FAQ , Keine Show ist härter als das Leben - Daniel Bielenstein


Ein Handbuch fürs Leben...

Daniel Bielenstein liefert mit "FAQ - Keine Show ist härter als das Leben" einen facettenreichen Einblick in das Leben der heutigen Jugend.
Welche Probleme haben Jugendliche? Was bereitet ihnen Angst? Welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? Was beschäftigt sie in ihrem Alltag? Wie verbringen sie ihre Freizeit und wie gehen sie mit negativen Erfahrungen um, die sich in der Phase der Pubertät zu häufen scheinen?
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Der Protagonist Florian, ein 17- jähriger Schüler, versucht all die wichtigen Fragen des Lebens zu beantworten und schreibt eine Art Ratgeber für Teenager. Dabei durchleuchtet er Gedanken, die ihn bewegen und Erfahrungen, die er bereits gemacht hat. Seine Freunde Sander, Malte und Holly, seine Freundin Hannah, aber auch seine Eltern spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle.
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Daniel Bielenstein nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Welt eines jungen Erwachsenen.
Der Autor schreibt sehr flüssig und locker. Die Texte lassen sich gut lesen und ist ansprechend aufgebaut. Jeweils einzelne Fragen bilden eine Art Kapitel. Sie sind sehr kreativ, interessant und auch humorvoll, wie das gesamte Buch. Es folgt ein kurzer Text mit abschließender Antwort. Beim Lesen erinnert man sich bei so manchem Erlebnis an seine eigene Jugend. Viele Fragen sind die gleichen. Wiederum andere eher typisch für einen männlichen Teenager. Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass nicht nur einzelne Kapitel isoliert voneinander diesen Ratgeber bilden, sondern dass auch eine Rahmenhandlung vorhanden ist. Als Leser erhält man einen Einblick in das Leben von Florian Krauss und erlebt einzelne Episoden seines Lebens.
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Fazit: Ein gelungener, interessanter Text sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene.
Fragen wie die folgenden machen den Text lesenswert:
> Gibt es Gott, und wenn ja, warum hat er keine Facebookseite?
> Wäre das Leben umgekehrt besser?
> Gibt es Mädchen, die nicht geküsst, sondern gebissen werden wollen?
> Ist das Leben eine Castingshow?
>...
„Ja, das Leben wäre eindeutig besser, wenn manche Dinge genauso wären, wie sie sind, nur eben umgekehrt.


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Dienstag, 28. September 2010

Nichts werden macht auch viel Arbeit - Anne Köhler



Nichts werden macht auch viel Arbeit. Und wie! Den Beweis dafür liefert dieses Buch.
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Anne Köhler ist in ihrem Leben schon viel geworden: Angefangen von der Kellnerin über Archivdame und Küchenhilfe bis hin zur Pressesprecherin. Es gibt kaum einen Bereich der Arbeitswelt, den sie nicht kennenlernen sollte.
Über all diese unterschiedlichen Erfahrungen berichtet sie eindrucksvoll in diesem Buch, welches eine Sammlung der Kolumnen "Anne und die Jobs", die auf jetzt.de veröffentlicht wurden, darstellt.
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Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin können die Texte sehr schnell gelesen werden. Sie sind humorvoll, ironisch und witzig. Als Leser erhält man nicht nur Einblicke in Annes abenteuerliches Berufsleben, sondern auch in ihre aktuelle private Situation und so mancherlei Konsequenzen der hektischen Arbeitswelt. Ein weiterer Bonuspunkt geht an die passenden Illustrationen, die jeweils für eine Kolumne stehen.
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Mit der ein oder anderen Beschreibung konnte ich mich beim Lesen gut identifizieren. Viele Erfahrungen, die man beim Nebenjobben macht, sind scheinbar überall die gleichen.
Ein besonderer Text ist "Als ich Hiwi war". Herrlich für alle Studenten!
Hier ein kleiner Ausschnitt:
" Und was sich dort abspielte, war der blanke Horror. Also nicht auf der Bühne, sondern in meinem Kopf. Mir kamen tausend Ideen, wie ich innerhalb von Sekunden meine ganze Uni-Karriere zum Teufel jagen konnte. Dummes Zeug vom Balkon schreien zum Beispiel. Mich wie beim Stage-Diving mit ausgebreiteten Armen rückwärts von der Balustrade ins Publikum fallen lassen. Mich mit einem Tarzan-Schrei an einem der Seile von der Decke auf die Bühne schwingen, dem Professor in die Arme. Es kostete mich höchste Konzentration, nichts davon zu tun."
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Fazit: Viele Erlebnisse, viele aberwitzige Situationen. Lacher sind garantiert!

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Sonntag, 26. September 2010

Reinhard Marx - Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen




Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, liefert mit diesem Werk eine längst überfällige Kritik am Kapitalismus und somit an der gesamten Gesellschaft.
Wie der Untertitel "Ein Plädoyer für den Menschen" schon andeutet, geht es ihm in erster Linie um eine Neuorientierung an unverzichtbaren Werten. Der soziale Zusammenhalt soll eine wichtigere Rolle spielen, ebenso christliche Werte und moralische Tugenden. Nur so kann eine dauerhafte Gerechtigkeit gewährleistet werden.
Eine Gerechtigkeit, die alle Menschen umfasst und niemanden ausgrenzt.
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Das Ideal wäre eine Globale Soziale Marktwirtschaft, in der die Milleniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen erfüllt werden würden.
Eine Vorstellung, die weit von der Realität entfernt ist.
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Marx kritisiert aufs heftigste die Proftigier, Habgier und Rücksichtslosigkeit vieler Manager und Politiker, sowie alle Zustände, die das Wohl der Allgemeinheit aus den Augen verlieren.
Doch die Schuld lastet nicht nur auf den Schultern der Manager, sondern auf Vater Staat, der es so weit hat kommen lassen! Wo ist hier die Hilfe? Die Unterstützung? Die Regelung?
Ein idealer Staat, der die Bürger unterstützen und schützen soll, existiert in dieser Form schon lange nicht mehr. Eine bittere Realität... Statt Erleichterungen gibt es immer nur noch größere Belastungen und darunter leiden müssen in erster Linie die Schwachen, die Randgruppen.
Ein Skandal, ein Wort das Marx oft verwendet hat, ist meiner Meinung vielmehr das aktuelle Gesundheitssystem. Es schreit zum Himmel! Gesundheit ist doch das erste Recht aller Menschen und nur ein gesunder Mensch ist "kapitalistisch" wertvoll. So schwer zu verstehen ist das doch nicht.
Gesundheit wird zu einer Mangelware, der Zufall entscheidet ja fast schon über Leben und Tod und es kann nicht sein, dass (realer Fall) eine alleinerziehende Mutter höllische Schmerzensqualen aushalten muss, weil sie eine Rechnung von 3.000 Euro nicht bezahlen kann. Hier wäre erst einmal eine staatliche Regulierung und Kontrolle der Arzneimittelpreise erforderlich, DRINGEND!
Wenn Gesundheit gerecht für alle Menschen erhalten bleiben kann, dann sollte eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes erfolgen und schließlich die Familienpolitik, die dringend einer Erneuerung bedarf.
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Kinder sind das größte Geschenk und können nicht genug geschätzt werden!!!
Wer sich liebevoll um seine Kinder kümmert, erfüllt eine bessere Aufgabe, als der reichste Manager.
Kinder sind die beste Investition nicht nur in unsere Gesellschaft, sondern in unsere Zukunft. Wer das nicht erkennt, dem ist nicht mehr helfen!
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Ich kann bei dieser Rezension nicht sachlich bleiben, ich rege mich zu sehr über die Missstände auf, die nicht behoben werden! Alles ist zu kurzsichtig, es wird nicht weit genug gedacht. Was morgen ist, spielt keine Rolle. Was aus den Menschen wird, spielt keine Rolle. Jeder ist sich selbst der Nächste! Na dann, gute Nacht liebe Kinder.
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Fazit: Guter Text, der konkrete Missstände kritisiert! Hoffentlich geschieht ein Wunder und die Verantwortlichen wachen endlich auf! Der Wert des Lebens ist höher als jedes Kapital!

4 STERNE

Donnerstag, 23. September 2010

Neu eingetrudelt ...



Nichts werden macht auch viel Arbeit - Anne Köhler

Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Text!
Vielen Dank an DUMONT.

Mittwoch, 22. September 2010

Gedanken zum Wohlfühlen - Merle Berghoff


"Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön."
Kurt Tucholsky
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Die Leitidee des Groh Verlages ist es, ein Lächeln zu verschenken. Eine Aufgabe, die mit diesem Werk wieder einmal durch und durch gelungen ist! "Geschenke sollen ein Lächeln auf Gesichter zaubern und die Welt für einen Moment zum Stehen bringen." Beim Lesen des Textes erhält man die Möglichkeit, einzutauchen in eine unbeschwerte, phantasische Welt. Ich habe mich sofort in diese Ausgabe verliebt!
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"Gedanken zum Wohlfühlen" bietet neben stimmungsvollen Texten der Autorin Merle Berghoff zahlreiche Zitate und Sprüche bekannter Persönlichkeiten. Daneben befinden sich auf jeder Seite liebevoll ausgewählte fotographische Landschaftsaufnahmen, die durch Qualität überzeugen. Die Schönheit und Anmut der Bilder läd zum Träumen ein und macht es einfach, Alltagsnöte, Sorgen und Ängste zu vergessen. Als Betrachter wird man völlig eins mit der wundervollen Natur und kommt aus dem Staunen über ihre Perfektion nicht mehr raus. Das Buch schenkt atemberaubende Eindrücke, die es zu genießen gilt!
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Besonders interessant finde ich die einzelnen Doppelseiten, auf denen ein liebevoll ausgewählter Spruch das Wunderbare der Natur unterstreicht. Es ist eine Freude, die vielen positiven Gefühlen zu genießen, die dieses Buch auslöst! Ein wunderbares Geschenk, nicht nur für die Menschen, die wir Lieben, sondern auch für uns selbst! Schenken wir uns doch mal ein paar Wohlfühlmomente!
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Fazit: Ein neues Lieblingsbuch! Am liebsten hätte ich hundert Exemplare, um sie an liebe Menschen zu verschenken!


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Unter diesem Link findet ihr eine Leseprobe, damit ihr euch auch verlieben könnt!
http://www.groh.de/blaettern.php?buchid=838&format=2

Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Aurelio vom Groh Verlag, die mir dieses wunderschöne Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat!

Dienstag, 21. September 2010

Was lese ich bloß als nächstes...?

Meine lieben Bücherfreunde,

zur Zeit suche ich ein richtig gutes Buch, das ich als nächstes lesen sollte. Leider bin ich wie immer etwas unentschlossen. Zu viele gute Werke gibt es.
Vielleicht habt ihr ja eine Idee?!

Welches Buch darf ich mir nicht entgehen lassen?

Welcher Text hat euch in der letzten Zeit am meisten begeistert?

Was ist euer aktuelles Lieblingsbuch?

Oder zu welchem Titel würdet ihr gerne eine Rezension lesen?



Ich würde mich freuen, wenn ihr einige Vorschläge posten würdet.

Montag, 20. September 2010

Psychologie des Kinderspiels - Prof. Dr. Hans Mogel



Von Friedrich Schiller als „Inbegriff des Menschseins, der Freiheit und des ästhetischen Lebens“ charakterisiert, ist das Spiel ein fundamentales Lebenssystem, eine zentrale Lebensform des Kindes. Viele bekannte Denker, ob Aristoteles oder Freud, teilen diese Ansichten. Kindliches Spiel wird als elementar wichtig bezeichnet und spielt in der Persönlichkeitsentwicklung eine entscheidende Rolle. Darum ist es umso wichtiger zu verstehen, wie dieses System funktioniert.
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Welche Merkmale gehören zu dem Spiel? Wie wird es von Kindern wahrgenommen und wodurch lässt sich der enorme Einfluss dieser Phantasiewelt erklären? Diese und viele weitere wichtige Fragen werden von Univ. Prof. Dr. Hans Mogl, dem Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie an der Universität Passau, den ich nach dieser Lektüre sehr bewundere, beantwortet.
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Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass hier endlich einmal der Ratschlag gegeben wird, die Phantasie des Kindes nicht zu durchkreuzen, zu zerstören oder zu desillusionieren. Es muss immer mitgespielt werden. Behauptet ein Kind, auf einem weißen Blatt stünde ein Brief, ist die einzig richtige Reaktion, die entsprechenden Zeilen vorzulesen und es für diese Leistung zu ermutigen, statt zu behaupten, dass dort nichts zu sehen wäre. Ein äußerst wichtiger Schritt zur Entfaltung des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens.
Viele weitere Ratschläge dieser Art werden im Buch gegeben, die jeder kennen sollte, der mit Kindern zu tun hat!
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Das Buch ist anschaulich aufgebaut. Grafiken, Bilder und Tabellen liefern zusätzliche Informationen und nach jedem Kapitel werden die wichtigsten Punkte in einem blauen Kästchen zusammenfassend wiederholt. So wird eine schnelle Informationsbeschaffung möglich oder auch ein angenehmes Lernen im universitären Kontext. Der Text lässt sich leicht lesen, er ist nicht in dieser anstrengenden Wissenschaftssprache gehalten. Die Formatierung in einzelnen Spalten trägt dazu bei, dass ein rasches Lesetempo entsteht.
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Der Text gliedert sich in die folgenden Großkapitel:
> Das Spiel – seine Merkmale und Bedeutungen
> Spielformen und Gestaltungsmöglichkeiten
> Erleben und Erfahren im Spiel
> Theoriebildung zur Entwicklung der Spielformen
> Das Kinderspiel: Motor der Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbewältigung
> Anwendungsaspekte
> HERZ-Theorie des Kinderspiels
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Fazit:
Die Welt der Kindheit ist eine Welt, die es zu verstehen gilt!
Ganz besonders Lehrer, Erzieher, Pädagogen und in erster Linie die Eltern sollten alles tun, um die Psyche ihrer Kinder begreifen und ihnen dadurch optimale Entfaltungsmöglichkeiten bieten zu können.
Denn nur wer weiß, wie die kindliche Psychologie im Bereich des Spiels aussieht, kann positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes nehmen.
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Also an alle mit einem großen Herz für Kinder:
Lest dieses Buch! Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!
Kindheit ist ein Geschenk.
Diese wertvolle Phase des Lebens sollte mit allen Mitteln gewürdigt werden!


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Auch für Studienzwecke ist dieses Buch ein enormer Gewinn. Ich habe es geschmückt mit tausenden Post-Its und Kleppezetteln, weil es einfach so viele wichtige Punkte enthält.

Ein herzliches Dankeschön dem Springer Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte!

Freitag, 17. September 2010

Facebook

Buchbewertungen jetzt auch auf Facebook...
Freue mich über alle Leser :)

Achtung! Achtung!


Auf bestellen.net (http://www.bestellen.net/) gibt es zur Zeit Handys zu gewinnen und zwar gleich 2 BlackBerry 8110 Smartphones!

Ich denke dabei nicht nur an mich, sondern auch an euch, meine lieben Bücherfreunde! Denn wenn ich gewinne, gibt es hier ein großes Gewinnspiel und ihr habt dann die Möglichkeit, das zweite Handy zu gewinnen!
Das ist doch wirklich mal eine tolle Aktion!

Die Teilnahmebedingung an diesem Gewinnspiel ist folgende:
Einen Blog- Beitrag schreiben und seinen liebsten Online-Shop angeben. Obwohl ich grundsätzlich lieber gegen den Strom schwimme, muss ich mich hier der Mehrheit anschließen. Mein Lieblingsshop ist Amazon http://www.amazon.de

Einkaufen ist bequem, die Preise stimmen und es gibt dort mittlerweile fast alles, was das Herz begehrt.

So ihr Lieben. Jetzt heißt es also Abwarten und Däumchen drücken, damit ich hoffentlich bald hier eine Verlosung starten und eine meiner Glücksfeen unter euch glücklich machen darf.


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Mittwoch, 15. September 2010

Halleluja - Jan Chorin, Johanna Alba


Der Papst als Ermittler, der versucht, einen mysteriösen Mordanschlag zu entschlüsseln. Unterstützt wird er dabei von seiner Pressesprecherin Giulia, eine moderne, selbstbewusste junge Frau und seinem Privatsekretär Francesco. Vieles erscheint rätselhaft und neue Entwicklungen im Verlauf der Handlung machen den Text interessant. Es ist den Autoren gelungen, eine spannende Geschichte zu schreiben, verbunden mit vielen Symbolen, Humor und Ironie.
Es wird ein sehr positives Bild eines Papstes entworfen, fast schon ein ideales Modell. Er ist sehr aufgeschlossen und locker, weiß die Freuden des Lebens zu schätzen und ist bereit für die Kirche einiges zu wagen. Es handelt sich dabei also nicht nur um einen alten Mann, dessen Aufgabe in erster Linie die Repräsentation nach Außen ist und der nichts bewegen kann. Der Papst wird wieder wichtig.
Hintergründig wurden meiner Meinung nach Ansätze gezeigt, wie sich die Kirche dauerhaft verbessern könnte. Aber dabei handelt es sich sowieso um Dinge, die eigentlich schon bekannt sind und leider nicht umgesetzt werden.
Ein Stern fällt weg, weil auch viele Schwächen, teilweise auch Vermutungen angesprochen wurden, die wieder einmal Anlass zur Enttäuschung gaben nach dem Motto "Schein"heilig. Ich will wenigstens in der Welt der Bücher eine "heile" Kirche.
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Fazit: "Das Leben ist schön, meine Freunde. Und der Herr ist mit uns."

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