Freitag, 10. Mai 2019

Romane schreiben und veröffentlichen für dummmies - Axel Hollman, Marcus Johanus

Schreiben: Imaginierte Welten, fesselnde Geschichten, Erlebnisse voller Abenteuer, ...

Nichts ist so einfach, wie die erste Idee. Doch der Traum, ein eigenes Buch in Händen zu halten, rückt spätestens dann sehr schnell in weite Ferne, wenn es um die konkrete Umsetzung geht. Denn hierbei gilt es, eine Vielzahl unterschiedlicher Hürden zu meistern, die nicht selten unüberwindbar wirken.
Wie lässt sich der Handlung eine sinnvolle Struktur verleihen? Welche Perspektive ist die richtige? Mit welchen Hilfsmitteln kann ein Generieren von Spannung erfolgen?, … Auf den ersten Blick scheint es mehr Fragen zu geben als Antworten, was häufig zur Resignation führt.


Um genau das zu verhindern, bieten die beiden Autoren dieses Ratgebers eine kompetente Unterstützung, die ein breites Repertoire an Lösungsmöglichkeiten für wirklich jedes aufkommende Problem bereit hält. Angefangen von einer grundlegenden Motivation im ersten Teil, die unter dem Titel „Autor werden ist nicht schwer“ zunächst das Selbstwertgefühl des zukünftig Schreibenden anspricht, über die Planung und den eigentlichen Schreibprozess, bis hin zur Überarbeitung, Publikation und Vermarktung werden die Schützlinge ganz gezielt Schritt für Schritt begleitet.

Elementare Kenntnisse, über die ein Autor verfügen muss, werden leicht verständlich erläutert und mithilfe exemplarischer Beispiele veranschaulicht. Man denke etwa an Erzählperspektiven, Zeitformen, Handlungsschritte, Settings, Figurenkonstellationen, emotionale Konflikte oder Cliffhanger. Ebenso werden weitere Bereiche in den Blick genommen, die als Hintergrundwissen bei der Entstehung einer Geschichte nur von Vorteil sein können. Hierzu gehört beispielsweise ein grober Überblick über Kommunikationstheorien, über Dialogstrukturen und Füllwörter. Als Handwerkszeug eines Autoren sind Schreibprogramme unvermeidlich. Daher liefert der Überblick über unterschiedliche Varianten und deren Vorteile zusätzlich gewinnbringende Einblicke. Und auch wer bereits über grundlegende Kenntnisse im Bereich des Schreibens verfügt, wird sicher an der ein oder anderen Stelle Neues entdecken, z.B. im Blick auf die Typografie der Anführungszeichen und den Unterschied zwischen Chevrons und der deutschen Variante.

Fundierte Informationen rund um das Thema Publizieren finden sich im Rahmen eines weiteren Kapitels. Hier dürfen die Leser von den umfassenden Kenntnissen der Autoren Hollmann und Johanus profitieren, deren eigene Werke bereits auf unterschiedlichen Wegen veröffentlicht wurden. Somit präsentieren sie zahlreiche Fakten und wissenswerte Details zu sowohl den gängigen Verlagen als auch zum Selfpublishing, damit dem Ziel des eigenen Buches schließlich nichts mehr im Weg steht.

Die Vielzahl an Informationen, die beide hier vorlegen, sind in leicht verständliche Worte gefasst und daher problemlos zugänglich. Eine Reihe einzelner Impulsfragen zu einigen Teilkapiteln leitet darüber hinaus wieder dazu an, eigene Denkprozesse bewusst zu reflektieren, um das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch die Schummelliste zu Beginn und die Top Ten-Liste der wichtigsten Punkte am Ende des Buches verdeutlichen in aller Kürze ganz präzise, worauf es unbedingt zu achten gilt.

Es handelt sich um einen gelungenen Ratgeber, der keine Fragen mehr offen lässt. Überaus positiv bleibt letztlich festzuhalten, dass schon gleich zu Beginn dazu ermutigt wird, Abstand von jedem überhöhten Perfektionismus zu gewinnen und einfach drauflos zuschreiben, bis das magische Wort „Ende“ unter das eigene Werk gesetzt werden kann. Ausgehend von dem ersten Entwurf kann dieser schließlich immer noch perfektioniert werden.
Schreiben: Imaginierte Welten, fesselnde Geschichten, Erlebnisse voller Abenteuer, ...
Nichts ist so einfach, wie die erste Idee. Doch der Traum, ein eigenes Buch in Händen zu halten, rückt spätestens dann sehr schnell in weite Ferne, wenn es um die konkrete Umsetzung geht. Denn hierbei gilt es, eine Vielzahl unterschiedlicher Hürden zu meistern, die nicht selten unüberwindbar wirken.
Wie lässt sich der Handlung eine sinnvolle Struktur verleihen? Welche Perspektive ist die richtige? Mit welchen Hilfsmitteln kann ein Generieren von Spannung erfolgen?, … Auf den ersten Blick scheint es mehr Fragen zu geben als Antworten, was häufig zur Resignation führt.

Um genau das zu verhindern, bieten die beiden Autoren dieses Ratgebers eine kompetente Unterstützung, die ein breites Repertoire an Lösungsmöglichkeiten für wirklich jedes aufkommende Problem bereit hält. Angefangen von einer grundlegenden Motivation im ersten Teil, die unter dem Titel „Autor werden ist nicht schwer“ zunächst das Selbstwertgefühl des zukünftig Schreibenden anspricht, über die Planung und den eigentlichen Schreibprozess, bis hin zur Überarbeitung, Publikation und Vermarktung werden die Schützlinge ganz gezielt Schritt für Schritt begleitet.

Elementare Kenntnisse, über die ein Autor verfügen muss, werden leicht verständlich erläutert und mithilfe exemplarischer Beispiele veranschaulicht. Man denke etwa an Erzählperspektiven, Zeitformen, Handlungsschritte, Settings, Figurenkonstellationen, emotionale Konflikte oder Cliffhanger. Ebenso werden weitere Bereiche in den Blick genommen, die als Hintergrundwissen bei der Entstehung einer Geschichte nur von Vorteil sein können. Hierzu gehört beispielsweise ein grober Überblick über Kommunikationstheorien, über Dialogstrukturen und Füllwörter. Als Handwerkszeug eines Autoren sind Schreibprogramme unvermeidlich. Daher liefert der Überblick über unterschiedliche Varianten und deren Vorteile zusätzlich gewinnbringende Einblicke. Und auch wer bereits über grundlegende Kenntnisse im Bereich des Schreibens verfügt, wird sicher an der ein oder anderen Stelle Neues entdecken, z.B. im Blick auf die Typografie der Anführungszeichen und den Unterschied zwischen Chevrons und der deutschen Variante.

Fundierte Informationen rund um das Thema Publizieren finden sich im Rahmen eines weiteren Kapitels. Hier dürfen die Leser von den umfassenden Kenntnissen der Autoren Hollmann und Johanus profitieren, deren eigene Werke bereits auf unterschiedlichen Wegen veröffentlicht wurden. Somit präsentieren sie zahlreiche Fakten und wissenswerte Details zu sowohl den gängigen Verlagen als auch zum Selfpublishing, damit dem Ziel des eigenen Buches schließlich nichts mehr im Weg steht.

Die Vielzahl an Informationen, die beide hier vorlegen, sind in leicht verständliche Worte gefasst und daher problemlos zugänglich. Eine Reihe einzelner Impulsfragen zu einigen Teilkapiteln leitet darüber hinaus wieder dazu an, eigene Denkprozesse bewusst zu reflektieren, um das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch die Schummelliste zu Beginn und die Top Ten-Liste der wichtigsten Punkte am Ende des Buches verdeutlichen in aller Kürze ganz präzise, worauf es unbedingt zu achten gilt.

Es handelt sich um einen gelungenen Ratgeber, der keine Fragen mehr offen lässt. Überaus positiv bleibt letztlich festzuhalten, dass schon gleich zu Beginn dazu ermutigt wird, Abstand von jedem überhöhten Perfektionismus zu gewinnen und einfach drauflos zuschreiben, bis das magische Wort „Ende“ unter das eigene Werk gesetzt werden kann. Ausgehend von dem ersten Entwurf kann dieser schließlich immer noch perfektioniert werden. 

5 Sterne! 


Weitere Informationen sowie ein Probekapitel beim Wiley-Verlag!

Dienstag, 9. April 2019

Liebe trotz Zeitnot - Michael Cöllen/ Ulla Holm

 Aus der Hektik zurück zur Liebe

„Lieben heißt, immer wieder für Momente mit jeder Faser unseres Körpers, mit allen Hirnzellen und der ganzen Tiefe unserer seelischen Empfindungen für den anderen präsent zu sein.“ 
 
Eine Konsequenz unserer modernen Beschleunigungsgesellschaft ist oftmals eine tiefgreifende Sinnentleerung, die leider nicht nur Liebe und Beziehungen befällt, sondern sich vielmehr auf weitere Elemente unseres Lebens auswirkt. Alltagsstress, Leistungsdruck und Zeitnot gehören zum wesentlichen Kern des Störpotentials von Paaren. Und im schlimmsten Fall resultieren diese Stressoren in einem Aushöhlen der Qualität von Beziehungen, einer Abnahme von Wertschätzung und Kommunikationskompetenz bis hin zur völligen Entfremdung.

Dabei ist am Anfang einer Liebe durchaus ein Bewusstsein für das Wunder vorhanden, welches die Beziehungen voraussetzt. Das Wunder, einen liebenden Partner gefunden zu haben; das Wissen darum, dass genau das alles andere als selbstverständlich ist! Genau diese Erkenntnis ist es, die langsam im Nebel des Alltags verschwindet. Doch wie kann es nun gelingen, den Fokus erneut auf diese Besonderheit zu legen, eine Sensibilisierung für den Wert der Partnerschaft zu erreichen - und das inmitten von Stress, Zeitmangel und steigenden Anforderungen?

Mit dieser Frage beschäftigen sich die beiden Autoren dieses Ratgeberbandes und präsentieren neben hochinteressanten Beziehungsfakten und Wirkmechanismen gewinnbringende Vorschläge, essentielle Zeit als Intensivzeit mit dem Partner einzurichten, gemeinsam zu einer Basis zurückzufinden und das Gefühl des Zusammenhaltes und Zusammengehörens neu zu entdecken. Die renommierten Autoren sind in der Paartherapie tätig und darüber hinaus selbst ein Paar, was ihren Ausführungen eine hohe Authentizität verleiht.

Im ersten Teil des Bandes erfahren die Leser elementare Fakten über die Funktionsweise von Paarbeziehungen. Zu diesen Grundlagen gehören etwa die Phasen einer Partnerschaft, um den Rhythmus der Liebe zu verstehen. Dieser gliedert sich in die Zeit der Hingabe, des Aufbaus, der Lebensmitte, des Alterns und der Zweisamkeit. Ebenso werden verschiedene Partnerstile vorgestellt sowie Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, wenn es beispielsweise um Altlasten oder die Verfassung des inneren Kindes geht. Auch destruktive Mechanismen, z.B. narzisstische Paardynamiken oder Kränkungssysteme werden vorgestellt. Die Lektüre lädt dazu ein, ein Grundverständnis für eigene Verhaltensweisen, aber natürlich auch für die des Partners zu entwickeln, und sich selbst und den Partner besser zu verstehen.

Anschließend liegt der Schwerpunkt auf dem Ermöglichen eines intensiven Zusammenfindens, sodass der innere Zustand der Beziehung aufgebaut und gestärkt werden kann. Die Lektüre kann, wenn sie als eine Art Therapie genutzt wird, auch abwechselnd stattfinden oder gemeinsam. Reflexionsfragen zu den unterschiedlichen Bereichen laden zu einem gemeinsamen Dialog ein und fördern die Intensivzeit eines Paares. Der Vorschlag der Autoren beruht darauf, pro Werktagswoche zwei Stunden der gemeinsamen Beziehung zu widmen. Außerdem kommt es zu einer Reflexion der eigenen Prioritäten, etwa bei der Frage danach, ob man von die Liebe müde zur Arbeit geht oder umgekehrt. Neben konkreten Handlungsimpulsen dienen zahlreiche Fallbeispiele der Veranschaulichung möglicher Paardynamiken und Beziehungsstilen, um von diesen profitieren zu können. Ein Ziel ist es, das Paar als kleinstes soziales System in seinem Zusammenhalt zu stärken und einer Entkernung vorzubeugen bzw. entgegenzusteuern.

Die Zeitverschmutzung als Äquivalent zur Umweltverschmutzung bringt den Rhythmus unseres Inneren grundlegend durcheinander. Wir dürfen uns unsere Beziehungen davon nicht zerstören lassen und haben die Chance, aktiv etwas dagegen zu tun.

Fazit: Eine gewinnbringende Lektüre mit vielen neuen Erkenntnissen, die dazu auffordert, sich auf das zu konzentrieren, was am Ende der Hektik eines jeden Tages hoffentlich bleibt: Eine Insel der Geborgenheit in der Liebe. Überaus zu empfehlen! 

5 Sterne! 

Weitere Informationen bei Herder. 

Montag, 21. Januar 2019

Eros oder Agape?: Die Frage nach der Liebe

 "Die Liebe hört niemals auf"  -  1 Kor 13,8 
 

„Gott liebt nicht erst, seit es die Welt gibt, sondern er ist von Ewigkeit her und in sich selbst Liebe.“

Kein anderes Gefühl trifft den Menschen in seiner Grundexistenz so sehr wie die Liebe. Sie vermag es, dem Leben eine grundlegend sinnerfüllte Dimension zu verleihen. Daher ist die menschliche Sehnsucht nach Liebe nahezu omnipräsent. Doch was ist der Kern dieser Liebe? Wodurch zeichnet sie sich grundlegend aus? Und wenn menschliche Liebe bereits so stark ist, wie lässt sich dann die Liebe Gottes fassen?

Mit Renate Brandscheidt, Marc Röbel, Mirijam Schaeidt und Werner Schüßler ist eine Anthologie entstanden, die wissenschaftlich fundiert das Phänomen der Liebe in all ihren Dimensionen beleuchtet. In vier Einzelbeiträgen setzen die Autorinnen und Autoren jeweils einen eigenen Schwerpunkt. So erhalten die Leser Einblicke in die johanneische sowie paulinische Tradition, in Herkunft und Bedeutungsspektrum der Begriffe Agape und Eros oder aber auch in Überzeugungen namhafter Philosophen wie Max Scheler oder Paul Tillich.

Hochinteressant sind zudem Erkenntnisse der Augustinischen Lehre der Philosophia cordis und der darin enthaltenen ordo amoris, einer Art Ordnung der Liebe, die zwischen genießender und gebrauchender Liebe differenziert. Außerdem wird der Begriff der Liebe im griechischen Denken anhand einer Erläuterung der Begriffe Eros und Philia in den Blick genommen.

Neben theoretischem Wissen rundet eine kontemplative Annäherung an das Wesen der Liebe die Lektüre ab. Den Rezipienten wird vor Augen geführt, dass Liebe letztlich viel mehr ist, als ein bloßes Gefühl und nicht blind, sondern wirklich sehend macht.

Die Frage nach der Liebe und der Liebe Gottes kann als eine Grundfrage des Lebens gelten und bietet immer wieder Anlässe zur Reflexion der eigenen Identität und ebenso der Eigenheit Gottes. Dieser Band leistet einen entscheidenden Beitrag zur Sensibilisierung für den hohen Wert der Liebe und die Auswirkungen ebendieser auf unser Leben und Denken. Letztlich fordert uns die Hinordnung auf die Liebe Gottes immer wieder heraus, die Welt zum Positiven zu verändern.

Fazit: Nicht nur für Interessierte der Theologie eine wahre Bereicherung. Der Band lädt dazu ein, über das Wesen der Liebe nachzudenken und interessante Hintergrundinformationen zu entdecken. Kurzweilig, informativ, wissenschaftlich fundiert und überaus ansprechend. Sehr zu empfehlen!

5 Sterne!  

Weitere Infos beim Echter-Verlag.

Dienstag, 20. November 2018

Und immer wieder - zurück ins Leben, Freya v. Stülpnagel

 Aufbruch zurück ins Leben

„Das Entscheidende ist, dass wir uns auf den Weg machen, neue Schritte wagen, aber auch das verwundete Herz pflegen und beschützen und uns überraschen lassen, was das Leben noch mit uns vorhat.“

Immer wieder stellt der Tod Familie und Freunde des Verstorbenen vor die Aufgabe, den Verlust der geliebten Person nicht nur als schmerzende Tatsache anzuerkennen, sondern vielmehr noch, ihn zu akzeptieren. Besonders dann, wenn das Sterben nicht nachvollziehbar scheint, wie etwa am Ende eines langen glücklichen Lebens, entsteht oft das Empfinden, ein gelingendes Weiterleben sei schier ein Ding der Unmöglichkeit.

Genauso erging es der Autorin dieses Buches, die ihren Sohn im Alter von gerade einmal 18 Jahren aufgrund seines Suizids verloren hat. In einzelnen kurzen Kapiteln berichtet sie offen und ehrlich von eigenen Erfahrungen; von Hürden, die es zu meistern galt und immer wieder zu meistern gilt; von Ängsten, wie etwa der Gefahr, von Nachbarn gesehen und angesprochen zu werden und von ersten, kleinen Erfolgen während ihres Trauerprozesses.
Dabei verzichtet sie auf weise Belehrungen oder die Darstellung psychologischer Erkenntnisse im Zusammenhang mit der aktuellen Trauerarbeit,  die exemplarische Ratgeber dieses Spektrums immer wieder erläutern. 

Freya v. Stülpnagel bietet ihrer Leserschaft autobiografisch gefärbte Texte, die vor allen eines sind: authentisch. 
Und genau damit gelingt es ihr, eine solide Grundlage zu schaffen, sich mit der eigenen Trauer auseinanderzusetzen. Überaus hilfreich ist es, authentische Berichte kennenzulernen und sich in den Schilderungen einer Leidensgenossin wiederzufinden. Stülpnagel ist es gelungen, Aufmunterung, Trost und Zuversicht spürbar zu machen. Somit wird die Lektüre für viele Anker im Meer der Verzweiflung und des Verlustes.

Poetische Worte bekannter Literaturgrößen, zu denen Mascha Kaléko, Marie Luise Kaschnitz, Friedrich Hölderlin oder Rainer Maria Rilke gehören, versuchen Worte zu finden für die schwer greifbare emotionale Verfassung des Trauerns.

Positiv ist zudem die Sensibilisierung für das, was im Leben wirklich wichtig ist. Um es mit den Worten der Autorin auszudrücken:

„Die Werteskala hat sich verschoben: geschenkte Zeit, vorbehaltlose Zuwendung und achtsames Zuhören sind Haltungen, die tragen und wieder Vertrauen in das Leben ermöglichen können.“

Fazit: Eine Lektüre, die vor allem eines vor Augen führt: Auch in Trauer und seelischem Schmerz sind wir nicht alleine! Es gibt die Möglichkeit, den Verlust als Teil der eigenen Biografie anzuerkennen und zu einem individuell guten Leben zurückzukehren! Uneingeschränkt zu empfehlen!

5 Sterne! 

Weitere Infos beim Kösel-Verlag.

Donnerstag, 5. April 2018

Echt? Jetzt! - Mein Navi durch den Alltagsdschungel - Stephan Sigg

„Täglich fällst du 20.000 Entscheidungen. Die meisten davon sind Routine ...“ 


Aber es gibt auch jene Entscheidungen, die uns vor Herausforderungen stellen, die unsere Zukunft unmittelbar betreffen, sie zum Positiven oder Negativen beeinflussen können, Entscheidungen, die andere möglicherweise enttäuschen und auch solche, die wir gar nicht erst treffen wollen, bei denen wir uns danach sehnen, dass jemand anderes diese Aufgabe übernimmt.

Letztlich gibt es leider niemanden, der genau das kann. Wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, um in den vielfältigen Entscheidungssituationen unseres Lebens authentisch zu bleiben und die jeweils bestmögliche Wahl zu treffen. Doch es gibt eine Orientierungshilfe, die uns während dem Prozess der Entscheidungsfindung unterstützt.

Stephan Sigg präsentiert eine solche Orientierungshilfe speziell für Jugendliche.
„Echt? Jetzt! - Mein Navi durch den Alltagsdschungel“ thematisiert 15 konkrete Situationen, die das Leben junger Menschen direkt betreffen. Das Buch gliedert sich in 15 einzelne Kapitel, die jeweils einer Frage gewidmet sind, wie z.B. „Wie finde ich meinen Traumjob?“ oder „Wie komme ich am besten rüber?“ Dabei liegt der Fokus nicht nur auf Situationen, die das persönliche Leben betreffen. Vielmehr wird auch für einen angemessenen Umgang in zwischenmenschlichen Beziehungen sensibilisiert, etwa wenn es um Trennungen geht, Konflikte im Freundeskreis oder das Verhältnis zu den eigenen Eltern.
„Ghosting“ und andere Phänomene der Moderne, die aus christlicher Sicht zu verwerfen sind und dem Gegenüber weder Respekt noch Mitmenschlichkeit entgegenbringen, werden hier zurecht problematisiert. Anstelle solcher kritischer Formen des zwischenmenschlichen Umgangs werden hier eine Fülle deutlich sinnvollerer Varianten vorgestellt, sodass die Jugendlichen zur Reflexion eigenen Handelns angeleitet werden und zusätzlich Wege kennenlernen, besser zu agieren.

Große Farbfotografien zu Beginn eines neuen Themas sowie ein buntes, abwechslungsreiches Design machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen. Die Texte sind kurz und präzise, leicht verständlich und in einer Sprache verfasst, die leicht verständlich und nah an den Jugendlichen ist. Es macht Spaß, diesen Leitfaden zu durchstöbern und genauso ist es auch für die entsprechende Zielgruppe gedacht. Jugendliche erfahren Hilfe und Halt in den vielfältigen Entscheidungssituationen, die auf sie zukommen – immer unter der moralisch-ethischen Orientierung an christlichen Werten!

Ein perfektes Geschenk für Firmung, Konfirmation oder zum Schulabschluss. Ein überaus gelungenes Werk! 

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Tyrolia. 

Dienstag, 25. Juli 2017

Ich war jung und hatte das Geld - Sebastian Lehmann

Kurzweiliger Blick in die Vergangenheit voller Witz und Ironie

Die 90er sind nicht nur für schrille Farben, skurrile Modetrends und hippe Boybands bekannt, sondern auch für eine Vielzahl unterschiedlicher Jugendkulturen. Es gab die EMOs, die Raver, die Gruftis, die Punker, die Girlies, und viele mehr. Fast alle können sich während dieser Zeit einer solchen Strömung zuordnen. Doch kaum einer hat sie alle ausprobiert.

Anders Sebastian Lehmann, frei nach dem Motto: Er war jung und hatte das Geld. Zusammen mit einigen Freunden wagt er den Versuch, alle Jugendkulturen der 90er zu testen. Mit dieser Lektüre erhalten die Leser einen Erfahrungsbericht zu diesem interessanten Experiment. Kurze Kapitel berichten von den Erlebnissen, die sich durch das Hineinschlüpfen in die jeweiligen Rollen ergeben haben. Dabei entsteht die ein oder andere humorvolle Situation, z.B. wenn die Pfadfinder-Kleidung vom Gangsta-Rapper-Outfit mit allen nötigen Accessoires, wie Fake-Ketten und Ghettoblaster, abgelöst wird. So wird man mitgenommen auf eine humorvolle Reise in die Vergangenheit mit viel Witz und Ironie.

Abgerundet wird das Ganze durch thematisch passende Illustrationen von Papp-Anziehmännchen zu verschiedenen Jugendkulturen. Eine kurzweilige Lektüre. Manche der Kapitel hätten allerdings etwas länger sein können. 

3 Sterne!

Weitere Infos bei Goldmann. 

 

Freitag, 16. Juni 2017

Neues Magazin: Süddeutsche Zeitung Familie

Gelungenes Kombi-Paket für Groß und Klein 




Die neue Zeitschrift „Familie“ der Süddeutschen Zeitung ist der ideale Begleiter für entspannte Tage am Strand, für den Urlaub oder für gemeinsame Zeit in den eigenen vier Wänden. Denn eins steht fest: bei der Lektüre wird es sowohl Eltern als auch Kindern sicher nicht langweilig.

In einem eigenes entwickelten Heft für Kinder im Alter von 4 bis 11 dürfen die Kleinen humorvolle Witze entdecken, spannende Interviews lesen, wie etwa ein Gespräch mit einer Tierärztin, Wendeschilder für die Tür des eigenen Zimmers ausschneiden, kniffelige Bildrätsel lösen, sich das Wissen aneignen, wie man erkennt, ob ein Foto echt ist oder falsch und vieles mehr.
Positiv ist dabei, dass sie nicht nur passiv lesen, sondern darüber hinaus aktiv werden dürfen; sei es durch zahlreiche Mal- und Bastelvorschläge oder aber auch durch eine Rezeptidee, die Schritt für Schritt als Fotoabfolge und mit einem relativ geringen Textanteil dargestellt wird. Neben Spiel und Spaß bietet die Lektüre zudem eine Vermittlung von Wissen, wie es etwa die beiden Kurzportraits von Angela Merkel oder Martin Schulz leisten. Wenig Text in verschiedenen, farbigen Kästchen um Ganzkörperaufnahmen der beiden Spitzenkandidaten sorgen für eine kindgerechte Optik. Und nach allgemeinen Infos zur Wahl dürfen die Nachwuchswähler selbst einmal spielerisch eine solche durchführen. Natürlich lassen sich die entsprechenden Wahlkarten hier ganz leicht ausschneiden. Das Kinderheft ist wunderbar kreativ, informativ und unterhaltend. Außerdem sehr von Vorteil: Hier wurde ganz bewusst auf Werbeanzeigen verzichtet.

Titelthema des Beitrags für Erwachsene ist der Umgang mit Sorgen, Ängsten und dem Bösen in Zeiten von Terror, Fremdenhass und zunehmender Gewalt. In einem wissenschaftlich fundierten Artikel finden sich zahlreiche Handlungsimpulse zum angemessenen Umgang mit diesen heiklen Themen innerhalb der Familie. So klärt beispielsweise ein Interview mit Familientherapeut Manfred Cierpka, wie Eltern vor ihren Kindern idealerweise agieren und reagieren sollten. Ein weiterer Beitrag klärt Erziehungsfragen, z.B. „Wie viele Unterstützung bei den Hausaufgaben ist sinnvoll?“ oder „Ist Kindern ein Umzug in eine neue Stadt zumutbar?“ Martin Wittmann stellt den aus den USA stammenden Trend des Dabbens vor und Kathrin Zinkant führt ein zutiefst philosophisch anmutendes Interview mit Peter Dabrock, Theologe und Mitglied des deutschen Ethikrates, zu neuen Möglichkeiten der Fruchtbarkeitsmedizin.
Ebenfalls in den Blick genommen werden partnerschaftliche Beziehungen, neueste Wohntrends uvm. Auch in diesem Heftteil finden sich kreative Beiträge, beispielsweise die sehr interessante Umfrage zu Wünschen nach Superkräften bezogen auf verschiedene Altersstufen.

Hier sind Groß und Klein leicht und locker mehrere Stunden sinnvoll beschäftigt. Ein sehr gelungenes, neues Format. 

5 Sterne! 

Weitere Infos einsehbar auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung. 

Dienstag, 16. Mai 2017

Merci. Wofür ich dankbar bin - Mein kreatives Eintragbuch

 
„Die Dankbarkeit ist das Geheimnis des Lebens. Es ist sehr wichtig, für alles dankbar zu sein. Wer das gelernt hat, weiß, was es bedeutet, zu leben. Er hat das tiefe Geheimnis des Lebens durchdrungen.“
Albert Schweitzer
In der Hektik des Alltags vergessen wir schnell die Kostbarkeit des Lebens als solches. Wir eilen umher, ohne das zu sehen, was uns geschenkt wurde. Wie selbstverständlich nehmen wir es hin – oder vielmehr noch – nehmen es gar nicht mehr bewusst wahr: der warme Sand unter unseren Füßen, die wohltuenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut, das warmherzige Lächeln eines lieben Menschen. Wem es gelingt, solche kleinen Momente des Glücks voller Achtsamkeit zu genießen, dem fällt es sehr leicht, Dankbarkeit zu empfinden.

Das kreative Eintragebuch sensibilisiert somit nicht nur, den Bedeutungsgehalt des Wortes „Danke“ zu reflektieren, sondern weitet vielmehr den Blick für all das in unserem Leben, für das wir aufrichtig dankbar sein dürfen. Und auch für die Lektüre an sich darf der Leser durchaus dankbar sein, denn sie weitet und schärft den Blick, sodass sich leichter erkennen lässt, zu wie vielen Situationen und Begegnungen ein „Danke!“ eigentlich passt. Außerdem bietet sie eine Vielzahl kreativer Ideen, um das Gefühl der Dankbarkeit zu zelebrieren, z.B. mit einer Dankes-Party mit lieben Leuten, einfach so; oder mit dem Erstellen einer Playlist der Dankbarkeit und all jenen Songs, die Schönheit in unser Leben bringen und die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wir uns besser fühlen. Und das ist es auch, womit sich die Wirkung dieses Buches am besten umschreiben lässt: Es hilft wirklich dabei, sich besser zu fühlen und den Augenblick zu genießen.

Liebevoll gestaltete Seiten mit Zitaten, bunt-fröhlichen Illustrationen, Eintrage- und Ausmal-Möglichkeiten und weiteren Anleitungen für kreative Tätigkeiten sorgen dafür, Abstand von Stress und Hektik zu finden und sich dem Gefühl der Dankbarkeit zu öffnen. Formulierungen in der Ich-Perspektive begünstigen das persönliche Angesprochensein und somit die Beschäftigung mit sich selbst. So entsteht ein individuelles Buch für eigene Gedanken und Ideen, das dabei hilft, persönlich zu wachsen und letztlich auch bewusster zu leben.

Fazit: Ich werde dieses Buch sofort einer lieben Freundin schenken. Es eignet sich besonders für Menschen, denen man etwas Gutes tun möchte und natürlich als Geschenk für sich selbst. Rundum gelungen und überaus zu empfehlen!


5 Sterne! 

Weitere Infos bei Groh.