Mittwoch, 8. Mai 2013

Quintessenzen. Überlebenskunst für Anfänger - Sven Böttcher


 „Aber deine Welt, dein Glück und deine Bedeutung, der Sinn des Lebens, hängen nicht an der Wahrnehmung anderer und schon gar nicht an deren Applaus. Du allein entscheidest, wie viel Sinn dein Leben hat.“
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Manchmal ist das Leben voller Fallstricke und es fällt nicht immer leicht, zwischen Leid, Krankheit und Trostlosigkeit seinen ganz persönlichen Weg und erst recht den Sinn darin zu finden. Nicht selten droht man völlig in der Verzweiflung unterzugehen.
Sven Böttcher, der im Alter von 40 Jahren an Multipler Sklerose erkrankte, setzt in diesem Band das Versprechen an seine Tochter, eine Art Überlebensbuch zu schreiben, in die Tat um. Was ist wirklich wichtig? Worauf kommt es an? Wie lauten die Geheimnisse des Universums und wo findet man es – sein individuelles Glück?
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Anhand kurzer Texte lehrt Böttcher nicht nur seine Tochter einen neuen Blickwinkel auf das Leben einzunehmen. Kleine Kapiteleinheiten thematisieren Glauben, Glück, Gesundheit und eigene Verhaltensweisen in Hinblick auf die Sinnfrage. Natürlich geht es auch um ernste Dimensionen eigener Erfahrung wie Enttäuschungen, Tod und andere Schicksalsschläge. Und trotz der erschütternden Diagnose ist es Böttchert gelungen, seine positive Sicht auf das Leben nicht zu verlieren. Geradezu das Gegenteil ist der Fall. Er präsentiert eine überzeugende Lebensphilosophie, die regelrecht ansteckt und Mut macht, sich selbst den Herausforderungen des Alltags zu stellen und diese aus einer etwas veränderten Perspektive zu betrachten. Und der vielleicht hilfreichste Satz lautet dabei: Heirate dich selbst!
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Es ist ein zutiefst beglückendes Gefühl, an den Reflexion des Autors rund um das Thema Kosmos, Leben und Liebe Anteil zuerhalten. Ein Buch, nach dessen Lektüre man sich im wahrsten Sinne des Wortes verändert hat, ja, das geradezu zu dieser Veränderung einläd. Eine wunderbare Lektüre nicht nur für Heranwachsende, sondern auch für all diejenigen, die immer noch auf der Suche nach Halt und Orientierung sind.
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Fazit: Absolut empfehlenswert!  

5 Sterne! 

Leseprobe sowie weitere Infos bei Ludwig! 

Sonntag, 5. Mai 2013

Bevor ich gehe - Susan Spencer-Wendel



 „Ich glaube nicht, dass mein Tod das Leben meiner Familie ruinieren wird. Doch mir ist klar, dass die Art meines Sterbens ihre Fähigkeit beeinträchtigen könnte, unbeschwert zu leben. Voller Freude zu leben ...“
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Von Angesicht zu Angesicht mit dem Tod – in dieser schwierigen Situation fasst Susan Spencer-Wendel einen einzigartigen Entschluss. Statt in Selbstmitleid oder Verzweiflung zu verfallen, blickt sie realistisch nach vorne und verfolgt dabei nur noch ein Ziel: positive Eindrücke sammeln, um selbst welche zu hinterlassen. Denn für ihre Familie möchte sie auch für die Zeit nach dem eigenen Tod nur das Beste. Und damit auch ihr Ehemann und die drei gemeinsamen Kinder nicht in der Trauer um die Mutter untergehen, beginnt sie einen radikalen Wandlungsprozess.
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Als die dreifache Mutter mit 44 Jahren erfährt, an ALS zu leiden, einer Krankheit, die zu massiven Schädigungen der Nervenzellen und nach Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen, der Schluck- und Atemmuskulatur unweigerlich zum Tode führt, sitzt der Schock tief. Doch relativ schnell nimmt Susan ihr Schicksal an. Sie lässt unliebsame Verpflichtungen fallen, reagiert in Alltagssituationen weniger genervt und gehetzt, sieht das Leben aus einem anderen Blickwinkel. Mit ihrem Ehemann wiederholt sie die ersten Jahre ihrer Ehe, indem die beiden gemeinsam nach Budapest reisen, wo sie die erste Zeit ihrer Beziehung verbrachten. Neben einem Aufenthalt in Ungarn oder auf Zypern besucht sie mit ihrer 14-jährigen Tochter den Big Apple. Die unvergesslichen Tage in New York werden von damit abgerundet, dass sie zusammen mit ihrer Tochter exklusive Brautkleider anprobiert, eine Erfahrung, die sie sonst nicht erlebt hätte.
Während dieser Reisen führt sie aufrichtige Gespräche mit ihren Liebsten und gewinnt neue Einsichten in das Leben. Obwohl ihr Körper stetig schwächer wird, gelingt es ihr mental, ihre Ziele durchzusetzen und bis zuletzt nicht aufzugeben.
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Ein ebenso emotional intensiver wie radikal realistischer Erinnerungsband einer mutigen Ehefrau und Mutter. Bei der Lektüre erfährt der Leser nicht nur mutige Taten und tieftraurige Einsichten Susan Spencer-Wendels. Auf einzigartige Weise wird man vielmehr selbst darauf hingewiesen, dass das eigene Leben nicht unendlich andauert und dass man gerade deshalb wirklich jeden Tag so gut es geht auskosten sollte!
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Fazit: „Weine nicht, weil es vorbei ist. Lächle, weil es passiert ist.“
(Theodor Seuss Geibel)

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Heyne! 

Dienstag, 30. April 2013

Blick in die Ewigkeit - Dr. med. Eben Alexander


"Dieses Leben ist nicht sinnlos. Doch das können wir von hier aus nicht erkennen - zumindest meistens nicht. Was mir passierte, während ich im Koma lag, ist zweifellos die wichtigste Geschichte, die ich jemals erzählen werde."
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Berichte von Nahtoderfahrungen gibt es viele und von dem berühmten Licht am Ende des Tunnels hat auch schon jeder etwas gehört. Nicht selten werden solche Erfahrungen als illusionäre Hoffnung oder wage Träumereien abgetan und schlecht geredet. Anders sieht es aus, wenn ein renommierter Neurochirurg die vermeidlichen Hirngespinste als Faktum erkennt und zwar nicht aufgrund der Beschreibungen Dritter, sondern durch eigenes Erleben.
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Es ist ein plötzlicher Schicksalsschlag, der den jungen Arzt und Familienvater mit einem Mal quasi wörtlich aus dem Leben reißt. Mit starken Schmerzen erwacht er eines morgens, um nur kurze Zeit später ins Koma zu fallen. Die Diagnose: ein generalisierter epileptischer Krampfanfall, beide Gehirnhälften betroffen. Faktisch ist sein Gehirn während der Tage des Komas nicht mehr funktionsfähig und rein wissenschaftlich betrachtet folglich nicht in der Lage, die als Phantasie betitelte Traumwelten eines jenseitigen Lebens zu imaginieren. Und dennoch: Ebens Geist existierte weiter, dessen war sich der Arzt die ganze Zeit bewusst.
Auf hochinteressante und eindringliche Weise berichtet er in einem autobiographischen Rückblick von der Zeit des Komas und seiner im wahrsten Sinne des Wortes erfahrenen Bewusstseinserweiterung. Vom Unterschied zwischen dieser Welt und der Jenseitigen, von Körperlichkeit und neuen Gefühlen, vom Eingehen in das schwarze Nichts und dem langsamen Durchbrechen auf zu einer vollkommen neuen Lichtexistenz. Wie heilsam diese Erfahrung für ihn gewesen ist, stellt er Schritt für Schritt heraus und lässt die Leser dankenswerterweise daran teilhaben. Entstanden ist ein zutiefst eindringlicher sowie mutiger Erfahrungsbericht eines Arztes, der sicherlich jedem Mut macht und Hoffnung schenkt, dass das Leben sowohl einen tieferen Sinn hat als auch potenziell nie endet. Alles, was sich verändert, ist die Daseinsform und die Umgebung.
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Fazit: Ein Bericht, der bestens geeignet ist für alle am Leben und an der Spiritualität Interessierten und ohne Zweifel auch für Trauernde.  

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Ansata! 

Samstag, 20. April 2013

Moderner Kulturjournalismus - Ursula Nagy




„Wenn man von Kulturjournalismus spricht, spricht man von der journalistischen Reflexion eines kulturellen Prozesses oder Kulturguts, es kann aber auch ein neues, aus dieser Reflexion entstandenes Kulturprodukt, der kulturjournalistische Text als solcher, gemeint sein.“
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Schon dieses Zitat aus dem Theorieteil des Bandes macht deutlich, dass sich die Autorin auf höchstem Niveau mit der Frage auseinandersetzt, womit wir es überhaupt zu tun haben, wenn von Kultur die Rede ist. Wofür steht dieser Begriff? Und was wird als Kultur angenommen und akzeptiert? Welche Bedingungen sind daran geknüpft? Wie tragen die unterschiedlichsten Facetten der Kultur zu einem solchen Prozess bei? Ursula Nagy, die mit diesem Text an der Universität Erlangen-Nürnberg promovierte, liefert eine detaillierte Beschreibung des theoretischen Forschungsstandes, um die Ergebnisse anschließend anhand einer konkreten Analyse zu verifizieren. In der konkreten Untersuchung zur Resonanz dreier Veranstaltungen ( Deutscher Buchpreis, Deutscher Fernsehpreis, Internationale Biennale der Lichtkunst Ruhr) geht es insbesondere um die Frage, wie eine Auseinandersetzung zwischen Hoch- und Populärkultur in den Medien prototypisch erfolgt.
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Thematisch gegliedert ist das Buch in zwei Bereiche, wobei der erste Teil einen Abriss über wesentliche Theorieansätze bietet. So werden verschiedene Kulturbegriffe in den Blick genommen, etwa der deskriptive, produktbezogene, elitäre oder populäre. Des Weiteren werden die einzelnen Kanäle des Kulturjournalismus vor dem Hintergrund der heutigen Mediengesellschaft vorgestellt, ihr allgemeinen Funktionsweisen aufgezeigt, sowie Merkmale wie Sprache, Textdesign oder Narrativität dargestellt. Schließlich geht es um die Anwendung des Begriffs in der Praxis. Zur Analyse der drei genannten Medienereignisse gehört ebenso eine Gegenüberstellung hierzu veröffentlichter Artikel in den jeweiligen unterschiedlichen Medienkanälen: Fernsehen, Printmedien und Internet. Gerade in diesem Bereich konnten interessante Ergebnisse erzielt werden.
Kulturelle Bedeutung der Massenmedien sowie Rezeption und kulturelle Reproduktion sind wichtige Begriffe ihres abschließenden Fazits, das neben einer präzisen Zusammenschau der Arbeit nicht auf einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen verzichtet.
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Fazit: Fundierte Untersuchungsergebnisse, die aus medienwissenschaftlicher Sicht einen interessanten Beitrag leisten zur aktuellen Position des Kulturjournalismus. Der vorangestellte Theorieteil enthält unverzichtbare Informationen, die für Forschung, Wissenschaft und Lehre von Relevanz sind. Der Text besticht durch eine gut nachvollziehbare Struktur sowie einen angenehmen Schreibstil. Eine überaus gelungene Arbeit!

5 Sterne! 

Weitere Infos bei UVK! 

Samstag, 13. April 2013

Kalt erwischt - Heide Fuhljahn


 „Sie fühlen sich grundsätzlich ausgelaugt und erschöpft. - Sie haben wenig Energie und Kraft, und sei es nur zum Zähneputzen. - Sie zweifeln an sich selbst und Ihren Gefühlen.“
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Auch wenn sich die Symptome einer Depression leise anschleichen und sich erst mit der Zeit verstärken, Fakt ist: es kann jeden von uns, wie der Titel schon sagt, kalt erwischen. Gerade in der heutigen Zeit ist es daher nicht verwunderlich, angesichts der vielfältigen Aufgaben des täglichen Lebens in ein tiefes Loch zu fallen. Denn sie lauert an jeder Ecke, die Gefahr der Überforderung. Und wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, bei uns selbst schon – vielleicht mehr als einmal - typisch „depressive“ Gedanken bemerkt zu haben.
Doch ab wann handelt es sich offiziell um die ernstzunehmende Krankheit? Welche Warnsignale gibt es? Woher kann man Hilfe erwarten?
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Heide Fuhljahn wagt in diesem Band eine mutige Selbstoffenbarung, das aufrichtige Outing zu der stetig steigenden Gruppe der Depressionspatienten zu gehören. Wie einen Mantel aus Blei, so beschreibt die Journalistin das beklemmende Gefühl dieser Krankheit, das sie allerdings nicht kalt erwischt hat. Fuhljahn leidet vielmehr schon seit Jahren unter Depressionen, die bereits in Kindheit und Jugend zum Ausbruch kamen. Umso bemerkenswerter ist es wie sie gelernt hat, mit der Krankheit auf Dauer umzugehen und sich nicht von ihr zerstören zu lassen. Die Leser werden bei der Lektüre mitgenommen auf eine Reise sowohl in die Vergangenheit ihrer Krankheit als auch die gegenwärtige Situation. Neben Höhe- und Tiefpunkten erlebt man das gesamte Spektrum depressiven Denkens, Fühlens und Handelns. Neben erschütternden Erfahrungsberichten sind es vor allem die mutmachenden Erlebnisse, die den Lesern selbst neu hoffen lassen. Darüber hinaus bietet der Band eine Vielzahl praktischer Ratschläge zum Umgang mit der Krankheit. Hierzu gehören Anregungen zur Selbsthilfe, eine Auflistung renommierter Adressen zur Onlineberatung, Hilfen und Leitlinien für das erste Gespräch mit einem Therapeuten oder aber auch Berichte über das Verhalten von Krankenkassen.
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Fazit: Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es sich bei diesem Buch um eine gewinnbringende Lektüre handelt, die neben konkreten Tipps zur Verbesserung der Lage durch das persönliche Zeugnis der Autorin Hoffnung macht, die eigene Situation nicht nur anzuerkennen, sondern gezielt dagegen anzugehen! Sehr zu empfehlen!  

5 Sterne! 

Weitere Infos inklusive Leseprobe beim Diana Verlag! 

Freitag, 5. April 2013

Zeitenzauber. Die goldene Brücke - Eva Völler


 „Bald würde ich Sebastiano wiedersehen … endlich. Sein Bild begleitete mich in meine Träume.“
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Paris 1625.
Hierher verschlägt es Anna, die sympathische Protagonistin der Zeitenzauber – Reihe in diesem zweiten Teil, der dem Vorgängerband in nichts nachsteht! Eingeschworene Eva Völler Fans, die sich von den spannungsgeladenen Szenen vor der atemberaubenden Kulisse längst vergangener Zeiten schon haben verzaubern lassen, kommen zweifelsfrei auf ihre Kosten. Aber auch für “Neueinsteiger“ gibt es vielfältige Leseanreize, die halten, was sie versprechen.
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Nach den spektakulären Ereignissen im alten Venedig, im Zuge derer sich die Heldin einem geheimen Zeitwächter-Bund angeschlossen hat, erwartet sie nun ein neues Abenteuer in der französischen Hauptstadt. Inmitten der Abiturprüfungen erhält Anna eine Hiobsbotschaft: Sebastiano ist während eines Einsatzes im 17. Jahrhundert verschwunden. Und natürlich begibt sich Anna sofort auf die Suche nach ihrem Freund. Doch leider kann sich dieser nicht mehr im Geringsten an Anna erinnern, er hat sein vorheriges Leben vollständig vergessen. Was ist mit ihm geschehen? Und wieso hält er sich plötzlich für ein Mitglied der mächtigen Musketiere? Anna lässt nichts unversucht, um ihrem Freund zu helfen, das Geheimnis zu lüften und letztlich auch ihr eigenes Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen.
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Ein flüssiger Schreibstil, der auch auf humorvolle Einschübe nicht verzichtet, gestaltet die Berichte der Erzählerin. Durch die Wahl dieser Perspektive ergibt sich ein authentisches Gesamtbild der Figur, mit der sich der Leser leicht identifizieren kann. Gefühlvoll mitreißende Szenen lassen mitfühlen und versetzen den begeisterten Leser während der Lektüre fast schon selbst in die Ereignisse der vergangenen Epoche. Vor diesem Hintergrund geht es nicht nur um Abenteuer und Intrigen, die es aufzudecken gilt, sondern vielmehr auch um die traumhafte Liebesgeschichte zwischen Anna und Sebastiano, die einen jeden Leser in ihren Bann zieht.
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Fazit: Rasant, gefühlvoll, fesselnd! Worin der eigentliche Zauber einer Zeitreise besteht, führt diese Geschichte hautnah vor Augen. Vorsicht: Suchtfaktor!  

5 Sterne! 

Weitere Infos zum Titel bei Bastei Lübbe.

Freitag, 29. März 2013

Wahrheit oder Pflicht? - AnonyMums


Ausbruch aus dem Roboterdasein 

 „Mama A: 34 Jahre alt: 163 Zentimeter – schrumpfend, Gewicht: 59 Kilo – steigend, hat zwei Kinder (zwei und fünf Jahre alt), fühlt sich wie ein Zombie, nur noch dazu verurteilt, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erfüllen.“
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Eins steht fest: Ist das Kind erst mal da, verändert sich nicht nur der Alltag, sondern mit ihm auch das jeweilige Selbstkonzept. Denn der Nachwuchs bedeutet einen deutlichen Einschnitt, eine radikale Veränderung bisheriger Gewohnheiten. Während vorher noch eine problemlose Zuordnung zu bestimmten Mustern möglich war, etwa die erfolgreiche Karrierefrau, das flippe Partygirl oder die verantwortungsvolle Kollegin, ist man plötzlich nur noch eins: Mutter!
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Und diese schillernde Selbstzuschreibung führt im schlimmsten Fall zum totalen Identitätsverlust. Schwankend zwischen den vielfältigen Anforderungen innerhalb der modernen Familie (die fürsorgliche Mutter, die fleißige Hausfrau und die betörende Geliebte) kommt es nicht selten zu der ein oder anderen Sinnkrise.
Eine Erfahrung, die die drei AnonyMums teilen. „Wo bin ich selbst geblieben?“, lautet die Frage, die sich zwischen Spielzeug, Herd und Job immer deutlicher aufdrängt. Sie alle könnten sich glücklich schätzen, jede von ihnen lebt ein intaktes Familienleben in geordneten Bahnen. Doch irgendetwas fehlt. Weil jeder Tag nach den gleichen Routinen verläuft, sehnen sie sich nach Abwechslung und Energie, kurzum: neuer Würze im Leben!
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Aus dieser Situation heraus fasst eine der Mütter den mutigen Entschluss, gleichgesinnte Leidensgenossinnen zu finden und ein altes Ritual aus der längst vergangenen Zeiten wieder aufleben zu lassen: Das berühmt berüchtigte Wahrheit oder Pflicht-Spiel. Was zunächst wie ein schlechter Witz erscheint, entpuppt sich als die ideale Lösung für all ihre Probleme. Denn nach kurzer Zeit stellt sich tatsächlich eine Veränderung ein. Allen Müttern scheint es besser zu gehen, sie erleben Außergewöhnliches, ermutigen sich gegenseitig zu aberwitzigen Mutproben und haben wieder richtig Spaß am Leben.
Die Leser begleiten Mama A, Mama B und Mama C während der dreimonatigen Wahrheit oder Pflicht Zeit. In authentischer Schilderung aus der jeweiligen Perspektive fällt es leicht, sich in die sympathischen Charaktere hineinzuversetzen und voll und ganz mitzufühlen. Auszüge aus der gemeinsamen E-Mail-Kommunikation liefern nicht selten Anlass zum herzhaften Lachen. Dabei bieten sowohl die Wahrheits- als auch die Pflichtaufgaben allerlei Grund zum Staunen. Am Ende steht ein offenes, ehrliches Feedback der drei Mütter.
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Fazit: Eine Lektüre, die nicht nur Spaß macht, sondern den Blick weitet für das, was wirklich wichtig ist im Leben. Um in der Rolle als „Hausfrau und Mutter“ angesichts der Erfordernisse des Alltags nicht zu versinken, braucht es manchmal nur eins: die aufrichtige Freundschaft sympathischer Leidensgenossinnen als Fels in der Brandung.  

5 Sterne! 

Weitere Infos bei Südwest!

Freitag, 15. März 2013

Das große Mama Handbuch - Vivian Weigert/ Dr. med. Wolf Lütje


Im Leben einer Frau gehört die Zeit der Schwangerschaft und Geburt zu den spannendsten Phasen des Lebens, - ja, ist vielleicht sogar die spannendste! Und diese Zeit bedeutet vor allem eins: die totale Veränderung.

Dabei geht es nicht nur um Äußerlichkeiten, wie etwa die Gewichtszunahme, sondern vielmehr auch um Konsequenzen im ganz alltäglichen Leben. Hierzu zählen Liebe und Partnerschaft, Beruf oder Freizeitgestaltung und insbesondere auch das eigene sowohl körperliche als auch seelische Wohlbefinden der werdenden Mutter. Daneben ist es eine Vielzahl unterschiedlichster Fragen, mit denen sich die Schwangere auseinandersetzen muss: Worauf gilt es jetzt besonders zu achten? Wie hält man sich und das Baby fit und gesund? Welche Art der Geburtshilfe ist die Beste? Und wo findet man überhaupt noch schicke Kleider?
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Auf einzigartige Weise verbindet „Das große Mama Handbuch“ medizinisches Fachwissen mit praktischen Ratschlägen rund um die Zeit der Schwangerschaft. Ausführlich beschrieben werden zuvor auch Fragestellungen auf dem Weg zum Wunschbaby oder zur Zeit der Ungewissheit bis hin zum finalen Schwangerschaftstest. Später geht es nicht nur um die darauf folgenden neun Monate, sondern ebenso um die Zeit danach. Doch bis die frisch gebackenen Eltern ihren Nachwuchs in ihren Armen halten dürfen, gilt es, die neun Monate zu bewältigen, aber auch genießen zu können. Wie genau das gelingt, erfahren die Leser anhand zweier Freundinnen, deren Schwangerschaft von Beginn an begleitet wird. Der Band thematisiert körperliche und emotionale Hürden und gibt für jede denkbare Situation die idealen Ratschläge, basierend auf Expertenwissen. Es sind Vivian Weigert, Leiterin einer Naturheilpraxis und Expertin in den Bereichen Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Babyzeit, sowie Dr. med. Wolf Lütje, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, von deren umfassenden Wissen Leserinnen profitieren.
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Liebevoll gestaltete Illustrationen, Anregungen durch geflügelte Worte, Bilder und intime Einblicke der beiden Schwangeren verleihen diesem Werk etwas ganz Persönliches, Eindringliches. Es ist der Ton des Herzens, der bei der Lektüre deutlich spürbar wird. Schwangere dürfen dank des Buches einen umfassenden Ratgeber an ihrer Seite wissen, der unterstützt, leitet und vielleicht auch in Phasen der Unsicherheit neuen Mut macht. Werdende Mütter sind nicht alleine gelassen, sondern erhalten einen Kompass, der sie auf dem spannenden Weg zum Baby optimal begleitet. Noch nie zuvor ist es derart gelungen, ganz persönliche Erfahrungen mit professionellen Ratschlägen, medizinischem Fakten und emotionalen Anreicherungen zu vereinen.
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Fazit: Ein ganz wunderbarer Begleitband für die Schwangerschaft und die ersten 10 Monate mit Baby. Er enthält alles Erdenkliche, um diese Zeit zu vereinfachen und optimal zu gestalten. Jede Schwangere sollte sich hierauf stützen können. Unbedingt und überaus zu empfehlen!

5 Sterne! 



Weitere Infos bei Kösel sowie auf der Homepage zum Buch http://www.mama-kind-buch.de/.